Abstiegskampf

Der FC Ingolstadt erhöht den Druck auf den MSV Duisburg

Am Freitag jubelte der FC Ingolstadt. Sonny Kittel (links) traf für die Schanzer gegen Dynamo Dresden zum 1:0-Heimsieg.

Am Freitag jubelte der FC Ingolstadt. Sonny Kittel (links) traf für die Schanzer gegen Dynamo Dresden zum 1:0-Heimsieg.

Foto: Matthias Balk

Duisburg.   Bevor die Zebras am Montag auf Arminia Bielefeld treffen, legt die Konkurrenz vor. Am Freitag gab es den ersten Dämpfer für die Meidericher.

Die Zeit, in der die Zweitliga-Fußballer des MSV Duisburg die Dinge selbst in der Hand hatten, ist schon lange vorbei. Bevor die Zebras am Montag um 20.30 Uhr in ihrer Arena auf Arminia Bielefeld treffen, müssen sie auf die Konkurrenten im Abstiegskampf schauen und hoffen, dass diese Teams in ihren Heimspielen Federn lassen. Andernfalls wird der Druck für den Tabellenletzten noch größer als er ohnehin schon ist.

„Ich glaube nicht, dass die uns einen Gefallen tun“, war MSV-Trainer Torsten Lieberknecht im Pressegespräch am Freitagmittag nicht sehr zuversichtlich, dass die Konkurrenten patzen würden. Am Abend sah sich der Coach schon bestätigt. Der FC Ingolstadt besiegte Dynamo Dresden 1:0 und ist mit 29 Punkten nun 16. der Tabelle. Der MSV liegt damit nun fünf Punkte hinter dem Relegationsplatz.

Am Samstag geht das Zittern weiter. Der 1. FC Magdeburg (27 Punkte) empfängt die SpVgg Greuther Fürth. Der SV Sandhausen (31 Punkte) ist Gastgeber gegen Holstein Kiel. So kann sich die Lage der Zebras, die nur 24 Punkte auf dem Konto haben, weiter verschlechtern, ohne dass sie selbst am Ball sind.

Oliveira Souza war erkrankt

Lieberknecht will die Situation annehmen, so wie sie ist. Etwas anderes bleibt ihm ohnehin nicht übrig. Dass die Duisburger im Abstiegskampf auf fremde Hilfe angewiesen sind, hätten sie aus Sicht des Trainers vermeiden können: „Es wäre machbar gewesen, sechs Punkte mehr zu haben.“ Auch wenn der MSV Letzter in der Rückrundentabelle ist, sieht der Coach die zwei Niederlagenserien in der Hinrunde – die eine unter seinem Vorgänger Ilia Gruev, die andere unter seiner Regie – als Hauptursache für die missliche Situation. „Es hätte alles noch schlimmer kommen können“, merkte der Trainer zudem an – zum Beispiel weitere Heimniederlagen gegen den 1. FC Köln und den SV Sandhausen.

Der Kreuzbandriss von Innenverteidiger Joseph Baffoe – Lieberknecht: „Das ist extrem bitter für den Jungen“ – trübte die Stimmung an der Westender Straße weiter ein. Lukas Fröde wird voraussichtlich erst in einer Woche in Kiel wieder zur Verfügung stehen. Er soll nach seinem Muskelfaserriss heute ins Mannschaftstraining zurückkehren. Für Stürmer John Verhoek (Prellung am Sprunggelenk) kommt das Spiel gegen Bielefeld wohl ebenfalls zu früh. Flügelspieler Cauly Oliveira Souza lag unter der Woche mit einer Grippe flach; der Trainer ist jedoch zuversichtlich, dass der Brasilianer rechtzeitig wieder zu Kräften kommt.

Keine Rückschläge gab es für die Ex-Verletzten Borys Tashchy, Dustin Bomheuer und Christian Gartner. Letzterer hätte am Mittwoch im abgebrochenen Test gegen Westfalia Herne erstmals wieder 90 Minuten durchspielen sollen. Das Unwetter machte dem Österreicher jedoch einen Strich durch die Rechnung.

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