Laufsport

Der Sommernachtslauf von TuSpo Huckingen muss ausfallen

Das diesmal zu geringe Starterfeld sorgte für die Absage des Sommernachtslaufs in Huckingen.

Das diesmal zu geringe Starterfeld sorgte für die Absage des Sommernachtslaufs in Huckingen.

Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Die 22. Auflage der Laufveranstaltung im Duisburger Süden kann in diesem Jahr nicht stattfinden. Der Grund: Es gab zu wenige Voranmeldungen.

Im 22. Anlauf haben die Organisatoren des Sommernachtslaufs das Ziel verpasst. Die für Samstag geplante diesjährige Ausgabe am Biegerpark haben die Veranstalter von TuSpo Huckingen abgesagt. „Es liegt einfach an den Meldezahlen“, erklärt Roman Roßmann, „es haben sich für den 5000- und 10.000-Meter-Lauf bislang insgesamt nur rund 40 Teilnehmer angemeldet. Zusammen mit den Nachmeldungen wären wir wahrscheinlich nur auf rund 100 Starter inklusive der Schülerläufe gekommen.“ Und das, sagt der Mitorganisator, sei nicht nur aus Kosten- und Aufwandsgründen kaum tragbar, sondern „auch ein sehr trauriges Bild für die Läufer, die dann im kleinen Grüppchen am Start stehen.“

In den Anfängen noch ein gut besuchtes Highlight unter den TuSpo-Veranstaltungen, geriet der Sommernachtslauf in den letzten Jahren zunehmend zum Sorgenkind der Huckinger. Als reiner Straßenlauf mit Ziel im Steinhof war er stets der aufwendigste und kostspieligste für das TuSpo-Team. Stetig nachlassende Teilnehmerzahlen ließen die Veranstalter schon in den beiden vergangenen Jahren über eine Änderung des Konzepts nachdenken. So legten sie die 21. Ausgabe um eine Woche nach vorne – in der Hoffnung, so mancher Konkurrenzveranstaltung aus dem Weg gehen zu können. Doch auch dieser Schritt rechnete sich nicht.

Kostengünstige Alternative kam nicht an

„Im Sommer ist es einfach schwierig. Da haben viele Leute halt auch etwas anderes zu tun“, weiß Roßmann. „Da wir den Lauf aber nicht sterben lassen wollten, haben wir uns eine kostengünstigere Alternative überlegt und wollten ihn deshalb bei uns am Vereinsgelände mit einer Strecke durch den Biegerpark anbieten.“

Und beim eigentlichen Biegerparklauf im Herbst selbst lagen die Teilnehmerzahlen in den letzten Jahren auch immer stabil im Bereich von 300 bis 400 Startern. „Aber den Schritt vom Steinhof zum Biegerpark sind die Läufer scheinbar nicht mitgegangen.“

Das könne der Mitorganisator, der den Sommernachtslauf seit 2009 mit veranstaltet und dabei auch „viel Herzblut investiert“ habe, „auch ein Stück weit verstehen“, so Roßmann. „Der Lauf war schon etwas Besonderes und die Teilnehmer haben halt auch daran gehangen.“

Alle für Samstag gemeldeten Teilnehmer bekommen ihre Startgebühren zurück und erhalten von den Veranstaltern eine E-Mail über den Ausfall. Danach müssen sich die Organisatoren erneut Gedanken über ihr Sorgenkind machen. „Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir uns ein neues Konzept für das nächste Jahr überlegen. Es muss dann aber auch wieder etwas Besonderes haben“, so Roßmann. „In diesem Jahr aber mussten wir leider die Reißleine ziehen.“

Wer sich von der eigentlich vorgesehenen Strecke überzeugen möchte, hat dazu am 16. November Gelegenheit. Beim 35. Volkslauf um den Biegerpark werden die Organisatoren vom TuSpo Huckingen ihr Ziel dann voraussichtlich nicht verpassen . . .

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