Aufstiegsrennen

Der Topfavorit des Duisburger Trainers ist schon erledigt

Trainer Torsten Lieberknecht ist am Sonntag mit dem MSV Duisburg in Zwickau gefordert.

Trainer Torsten Lieberknecht ist am Sonntag mit dem MSV Duisburg in Zwickau gefordert.

Foto: firo Sportphoto / Volker Nagraszus / firo Sportphoto

Duisburg.  Der Hallesche FC war Torsten Lieberknechts Top-Favorit. Vor dem Spiel in Zwickau nannte der Trainer des MSV Duisburg neue Kandidaten.

Torsten Lieberknecht sprach am Freitag über den Abstiegskampf. 45 Punkte seien nötig, um die Klasse in der 3. Fußball-Liga zu halten, sagte der Trainer des MSV Duisburg. Der FSV Zwickau, am Sonntag ab 13 Uhr Auswärtsgegner der Zebras, hat aktuell 28 Punkte auf dem Konto. Das sei noch ein langer Weg bis zum Ziel, so der Trainer, der sich in Zwickau auf eine sehr kampfbetonte Partie einstellt.

Der MSV würde mit einem Unentschieden in Sachsen die 45 Punkte erreichen. Nein, den Klassenerhalt wolle Lieberknecht dann nicht feiern, zumal ein Remis nicht das ist, was dem Spitzenreiter reichen würde. Die Meidericher streben das an, was ihnen vor 14 Tagen auch in Münster schon gelungen ist: nach einem Heim-Remis gegen einen Konkurrenten im Aufstiegskampf auswärts mit einem Dreier bei einem Team aus der unteren Region nachlegen.

Der Hallesche FC hat übrigens bislang 32 Punkte auf dem Konto – da fehlen noch 13, um das Klassenziel zu erreichen. Dabei hatte Torsten Lieberknecht Halle auf einer ganz anderen Rechnung gehabt. Der HFC sei der Topfavorit der Liga hatte der 46-Jährige in den letzten Monaten immer wieder bekräftigt –und dies auch noch, als den Hallensern bereits die Luft ausging. Nach dem Sieg über den MSV im November holte das Team in der Liga nur noch einen Punkt und verlor fünf Partien, hinzu kam das Aus im Landespokal beim Regionalligisten Germania Halberstadt.

Bangen um Gembalies

Das alles hatte Lieberknecht so nicht erwartet, räumte der Trainer – „Die haben einen richtig guten Fußball gespielt“ – nun am Freitag ein und erlöste die Hallenser gleichfalls von der offenbar zu schweren Bürde, Lieberknechts Topfavorit zu sein. Die müssen nun andere Klubs (er-)tragen. Lieberknecht ernannte nun die Spielvereinigung Unterhaching und Waldhof Mannheim zu den Favoriten. Ob sich die beiden Duisburger Konkurrenten darüber freuen?

Zum zweiten Mal in dieser Saison muss Lieberknecht auf Kapitän Moritz Stoppelkamp verzichten. Beim Heimspiel gegen Viktoria Köln im November ging das gut, der MSV gewann 2:1. Damals war Stoppelkamp erkrankt, nun fehlte er gelbgesperrt.

Die letzten beiden Karten holte sich der Mittelfeldspieler wegen Meckerns in Münster und gegen Braunschweig ab. Damit bekamen die Zebras die neuen Richtlinien der Schiedsrichter, die offenbar keinen Dialog auf dem Platz mehr dulden, bereits zu spüren. Die beiden letzten Verwarnungen gegen Stoppelkamp kann Lieberknecht nur schwer nachvollziehen. Zudem weist der Trainer darauf hin, dass es sich im aktuellen Fall immerhin um den Mannschaftskapitän handelte. „Die Schiedsrichter sollten den Spielführer ein bisschen gesondert sehen“, wünscht sich der Coach mehr Fingerspitzengefühl der Referees.

Nun bleibt Stoppelkamp zu Hause, ob Vincent Gembalies am Samstag in den Bus Richtung Zwickau steigen kann, entscheidet sich nach dem Abschlusstraining. Der Innenverteidiger laboriert an einer Verstauchung im Knöchelbereich, die er sich in einem Trainingsspiel zugezogen hatte. Am Freitag sprach der Coach von leichten Fortschritten, die Gembalies mache. Sollte der 20-Jährige ausfallen, darf Neuzugang Matthias Rahn mit seinem ersten Startelfeinsatz bei den Zebras rechnen.

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