Handball

Der Trend spricht jetzt für den HC Wölfe Nordrhein

David Kryzun (Mitte) setzte sich gegen Aldekerk auch als sicherer Siebenmeter-Schütze in Szene. Er verwandelte seine sieben Würfe.

David Kryzun (Mitte) setzte sich gegen Aldekerk auch als sicherer Siebenmeter-Schütze in Szene. Er verwandelte seine sieben Würfe.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi

Duisburg.   Die Rheinhauser setzen mit dem zweiten Sieg in Folge im Abstiegskampf ein deutliches Zeichen. VfB Homberg erleidet erneut ein Debakel.

Neue Rollen im Abstiegskampf der Handball-Regionalliga: Die Wölfe Nordrhein landeten beim 31:30 gegen den TV Aldekerk den zweiten Sieg in Folge. Der Trend weist nach oben. Der VfB Homberg kassierte beim 18:33 beim TuS 82 Opladen die zweite dicke Packung in Folge. Der Trend weist nach unten. Im Tabellenkeller liegen die Wölfe und der VfB nach Punkten gleichauf, die Homberger haben jedoch aufgrund des direkten Vergleichs die Nase vorn.

HC Wölfe Nordrhein –
TV Aldekerk 31:30 (18:12)

Wölfe: Otterbach (1. – 45.), Brysch (45. – 60.) – Kryzun (8/7), Hombrink (6), Kirchner, Yannick Kamp (je 5), Don Singh Toor, Julian Kamp (je 2), Felix Molsner, Tesch, Rennings (je 1),Woyt, Adrian.

Die Rheinhauser gewannen am Samstag ein Spiel mit Höhen und Tiefen. Am Ende mussten die Gastgeber noch kräftig zittern. Hannes Hombrink erzielte bereits in der 57. Minute den Siegtreffer, danach ließ die Wölfe-Abwehr aber nichts mehr zu. Die finale Zitterpartie war allerdings unnötig. Zur Pause hatten die Gastgeber noch mit sechs Toren geführt, nach dem Seitenwechsel holte Aldekerk jedoch auf und glich in der 56. Minute zum 30:30 aus.

Die Wölfe starteten zudem schlecht in die Partie. „Aldekerk begann wie schon im Spiel zuvor mit einer 3:3-Deckung. Das hatten wir so nicht erwartetet“, so Spielertrainer Alexander Tesch, der mit seinen Jungs nach gut fünf Minuten mit 0:4 hinten lag. Die Rheinhauser stellten ihre Mannschaft um und brachten ihre schnellen Spieler zum Einsatz. Innerhalb von vier Minuten drehten die Wölfe das Spiel, gingen mit 5:4 in Führung und bauten ihren Vorsprung bis zur Pause konsequent aus.

„Das war eine unglaubliche Mannschaftsleistung“, bewertete Alexander Tesch den Erfolg als einen Sieg der Moral.

TuS 82 Opladen –
VfB Homberg 33:18 (17:9)

VfB: Seemann (1.-20., 30.-40.), Jäger (20.-30., 40.-60.); Szymanowicz (4/2), Krogmann (3/1), Milhorst (3), Wink, Brunotte (je 2), Roschig, Reich (je 1), Pagalies (1/1), Lenz, Gatza, Upietz.

Die gute Nachricht aus Homberger Sicht zuerst: Trotz der bitteren und deutlichen Niederlage in Opladen hat der VfB den Klassenerhalt noch selber in der Hand. Doch um die Liga zu halten, muss schon die volle Ausbeute aus den verbleibenden zwei Spielen her.

Am Samstag war Trainer Achim Schürmann restlos bedient. „Wir hatten wir uns viel vorgenommen und einen ganz klaren Matchplan: Nach eigenem Torerfolg mit offener Manndeckung zu agieren. Leider hat das nur zweimal geklappt“, ärgerte sich der Coach. Opladen konterte die Homberger immer wieder aus, so dass das Spiel schon zur Pause gelaufen war.

„Ernüchternde Vorstellung“

„Das war eine absolut ernüchternde Vorstellung und ich bin zutiefst enttäuscht – vor allem vom Einsatz meiner Mannschaft. Scheinbar haben mein Team und ich unterschiedliche Vorstellungen vom Abstiegskampf“, musste Achim Schürmann mit ansehen, wie seine Mannschaft von Beginn an keine Chance hatte.

Die Wölfe Nordrhein spielen nach der Osterpause am Samstag, 27. April, beim Abstiegskampf-Konkurrenten TV Rheinbach, eine Woche später kommt Aufsteiger BTB Aachen zum letzten Spiel nach Rheinhausen.

Die Homberger treffen am 27. April in eigener Halle auf den TSV Bonn rrh., am Sonntag, 5. Mai, geht’s zum Schlusslicht Adler Königshof. Bei drei möglichen Absteigern erscheint es unwahrscheinlich, dass sich beide Duisburger Mannschaften retten können.

„Im Moment fällt es mir tatsächlich noch schwer, ans nächste Spiel zu denken und an den Klassenerhalt zu glauben“, geht VfB-Trainer Achim Schürmann mit viel Frust in die österliche Pause. Alexander Tesch richtet den Blick hingegen gerne nach vorne, er sieht die Wölfe nach den zwei Siegen im Aufwind: „Das hat uns doch keiner mehr zugetraut.“

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