Regionalliga

Der VfB Homberg kommt in Lippstadt zweimal zurück

Robin Urban rettete dem VfB Homberg mit seinem Kopfballtor das Remis in Lippstadt

Robin Urban rettete dem VfB Homberg mit seinem Kopfballtor das Remis in Lippstadt

Foto: Thorsten Tillmann

Lippstadt.  Dem VfB Homberg gelingt beim 2:2 beim SV Lippstadt 08 im Abstiegskampf nur ein kleiner Schritt. Trotzdem war der Aufsteiger damit gut bedient.

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Ihren Namen verleiht der Spielstätte des SV Lippstadt 08 ein örtliches auf Bodenbeläge spezialisiertes Unternehmen. Boden im Abstiegskampf der Regionalliga gut machen konnten die Fußballer des VfB mit dem 2:2 (1:1) in der Liebelt-Arena allerdings nicht. Dennoch war der Tenor beim Aufsteiger einhellig. „Ich bin sehr froh, dass wir den Punkt noch geholt haben und nicht mit leeren Händen nach Hause fahren“, meinte Kapitän Dennis Wibbe.

Denn der siebte Punkt am 14. Spieltag war ein sehr wichtiger. „Wir haben einen Mitkonkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt nicht davon ziehen lassen“, machte Justin Walker die Bedeutung des Remis in Ostwestfalen deutlich. „Und nach zwei Rückständen zurück zu kommen, ist auch nicht verkehrt.“

Vom sicher rettenden Ufer trennen den VfB somit weiterhin sieben Zähler. Wäre Robin Urban per Kopf nach einer Wibbe-Ecke in der 70. Minute jedoch nicht noch der Ausgleich gelungen, wäre der Tabellen-15 aus Lippstadt schon auf neun Zähler weggezogen.

Dass es dazu nicht kam, hatten die Homberger neben ihrem großen Kampf diesmal auch einer nicht unbeachtlichen Portion Glück zu verdanken. Erst trafen die weitaus besser ins Spiel findenden Lippstädter bei einem Freistoß von Nils Köhler nur den Pfosten (11.), dann kratzte Colin Schmitt den Ball nach einen Schuss von Valentin Henneke gerade noch von der Linie (16.). Und auch als Yannik Albrecht den zweiten Freistoß dann doch flach in den VfB-Kasten befördern konnte (24.) blieb das Spielglück den Hombergern gleich wieder treu. Denn nur durch die Mithilfe der Gastgeber kamen die Gäste wieder ran. Mit einem Fehlpass im eigenen 16er legte Jan Lukas Liehr unfreiwillig für Cagatay Kader auf, der die Einladung zum 1:1 dankend annahm (26.).

Feuerwerk in den ersten Minuten

„Lippstadt hat in den ersten 25 Minuten ein richtiges Feuerwerk abgebrannt und hatte Chance auf Chance“, war Stefan Janßen froh, nicht in einen höheren Rückstand geraten zu sein. „Es ist schon ärgerlich, dass ausgerechnet ihre billigste Chance dann rein geht, aber zum Glück konnten wir ihren ersten Fehler dann gleich ausnutzen.“

Neben dem Glück hatte der VfB auch einen gut aufgelegten Keeper. Per Grätsche bewahrte Philipp Gutkowski den VfB im 1:1-Duell mit Liehr vor dem erneuten Rückstand. Nachdem Köhler dann mit dem nächsten Freistoß an Freund und Feind vorbei zum 2:1 getroffen hatte (50.), war Gutkowski erneut der Fels in der Brandung. Den strammen Schuss von Henneke fischte er aus dem Giebel (61.) und sechs Minuten vor Schluss war er blitzschnell mit dem Arm unten und hinderte den frei auf in zulaufenden Lucas Arenz somit am 3:2.

Unorthodoxe Spielweise

„Wenn man die Chancen des Gegners sieht, müssen wir mit dem 2:2 zufrieden sein“, sagte Dennis Wibbe, der die Spielweise der Lippstädter als „etwas unorthodox“ beschrieb. „Sie sind vorne kreuz und quer gerannt“, hatte auch Justin Walker Mühe, sich auf dem tiefen Rasen mit der Spielweise der Gastgeber zurechtzufinden, die ebenso windig wie die Wetterverhältnisse war. „Daran mussten wir uns erst einmal gewöhnen“, so der Linksverteidiger, „aber als wir uns dann etwas darauf eingestellt hatten und wussten, wie wir sie zustellen mussten, sind wir auch zu unseren Möglichkeiten gekommen.“

Die blieben in Form eines zu laschen Abschlusses von Wibbe nach feinem Doppelpass mit Pierre Nowitzki (34.) sowie Kaders Schuss aus 13 Metern über den Kasten (68.) zwar recht überschaubar. Gemessen an der Anzahl war die Ausbeute mit zwei Treffern im Vergleich zum letzten Spiel beim 1:3 in Oberhausen dafür diesmal um so effektiver. Und sie reichte immerhin zu einem Punkt – wenngleich der VfB mit diesem keinen Boden im Tabellenkeller gutmachen konnte.

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