Regionalliga

Der VfB Homberg will es wie der SC Freiburg machen

So geht der VfB die Regionalliga an: (hinten von links) Markus Wolf, Ferdi Acar, Durim Berisha, Patrick Dertwinkel, Pierre Nowitzki, Mike Koenders, Danny Rankl, Cagatay Kader, Julien Rybacki, Ahmad Jafari, Robin Urban, Can Serdar, Thorsten Kogel; (Mitte von links) Trainer Stefan Janßen; Co-Trainer Peter Cernuta und Thorsten Klump, Sportlicher Leiter Frank Hildebrandt, Metin Kücükarslan, Marvin Lorch, Koray Kacinoglu, Justin Walker, Fabio Dias, Colin Schmitt, Physiotherapeut Detlef Nitschke, Mannschaftsärzte Dr. Carlo Di Maio und Dr. Stephan Swart; (vorn von links) Geschäftsführer Wilfried Conrad, Abteilungsleiter Wolfgang Graf, Physiotherapeut Christian Andre, Dennis Wibbe, Robin Offhaus, Andreas Kossenjans, Phillipp Gutkowski, Phil Britscho, Technischer Leiter Dirk Thiedge, Betreuer Dirk Dorna und Rainer Gangelhoff.

So geht der VfB die Regionalliga an: (hinten von links) Markus Wolf, Ferdi Acar, Durim Berisha, Patrick Dertwinkel, Pierre Nowitzki, Mike Koenders, Danny Rankl, Cagatay Kader, Julien Rybacki, Ahmad Jafari, Robin Urban, Can Serdar, Thorsten Kogel; (Mitte von links) Trainer Stefan Janßen; Co-Trainer Peter Cernuta und Thorsten Klump, Sportlicher Leiter Frank Hildebrandt, Metin Kücükarslan, Marvin Lorch, Koray Kacinoglu, Justin Walker, Fabio Dias, Colin Schmitt, Physiotherapeut Detlef Nitschke, Mannschaftsärzte Dr. Carlo Di Maio und Dr. Stephan Swart; (vorn von links) Geschäftsführer Wilfried Conrad, Abteilungsleiter Wolfgang Graf, Physiotherapeut Christian Andre, Dennis Wibbe, Robin Offhaus, Andreas Kossenjans, Phillipp Gutkowski, Phil Britscho, Technischer Leiter Dirk Thiedge, Betreuer Dirk Dorna und Rainer Gangelhoff.

Foto: Arnulf Stoffel / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Für den VfB Homberg startet das „Riesenabenteuer“ Regionalliga. Trainer Stefan Janßen setzt auf den „bedingungslosen Zusammenhalt“ im Verein.

Am 27. Juli beginnt für die Kicker des VfB Homberg das „Riesenabenteuer“ Regionalliga, wie Trainer Stefan Janßen und seine 24 Spieler die anstehende Saison nach dem Aufstieg bezeichnen. Um das Ziel für dieses Abenteuer zu beschreiben, zitiert der Coach Thomas Müller vom Rekordmeister FC Bayern München. „Zum SC Freiburg fahre ich nie gern“, habe der Weltmeister mal gesagt. Und das hat für Janßen in zweierlei Hinsicht Vergleichspotenzial mit seinem Aufstiegsteam vom Rheindeich.

„Der SC Freiburg gilt fast immer als Absteiger Nummer eins, doch sie schaffen es Jahr für Jahr, sich in der Bundesliga zu halten. Die Art und Weise, wie sie es schaffen, könnte auch zu uns passen“, sagt der Trainer. „Wenn wir es schaffen, mit unserer Mentalität und Einsatzfreude von vielen Vereinen als unangenehmer Gegner wahrgenommen zu werden, dann haben wir ein erstes Ziel erreicht.“

Dabei allein soll es aber freilich nicht bleiben. „Wir müssen vier, gegebenenfalls abhängig von den Auf- und Absteigern zur und aus der 3. Liga, sogar fünf Mannschaften hinter uns lassen. Mit diesem Ziel müssen wir in die Saison gehen“, erklärt der Coach. „Dafür werden wir 45 bis 47 Punkte brauchen. Und wie schwierig das wird, sollte jedem klar sein.“

Verstecken will sich der Trainer mit seinem Team aber nicht. „Wir bleiben ein Amateurverein, der sich mit vielen Profiklubs messen muss, die ganz andere Möglichkeiten haben. Aber wir machen uns nicht kleiner als wir sind. Jetzt sind wir da, und jetzt muss man uns auch ertragen“, sagt Janßen. „Fest steht, dass wir uns mit unseren Möglichkeiten nach Kräften wehren werden und dass meine Jungs dazu bereit sind, alles für den Verein zu geben.“

Neuzugänge mit Erfahrung

Diese Eigenschaft erwartet der Trainer, der den Zusammenhalt im Team als „unser Pfund“ bezeichnet, auch von den acht Neuzugängen, unter denen sich der Aufsteiger mit Mittelstürmer Cagatay Kader, Linksaußen Fabio Dias, Mittelfeldmann Ahmad Jafari sowie den Verteidigern Robin Urban und Koray Kacinoglu eine geballte Ladung an Regionalliga-Erfahrung ins junge Team geholt hat. Auch die Neuen heben den Zusammenhalt im Verein bereits hervor. „Ich habe schon einige Regionalliga-Partien auf dem Buckel“, sagt Koray Kacinoglu, „und ich habe die Erfahrung gemacht, dass finanzielle Möglichkeiten und individuelle Klasse allein keinen Erfolg garantieren. Das Wichtigste ist der richtige Teamgeist. Und der ist in dieser Truppe definitiv intakt“, sieht der Rechtsverteidiger den Aufsteiger keinesfalls als chancenlos in der vierthöchsten Spielklasse an. Zumal Abwehr-Kollege Robin Urban auch dem alten Stammpersonal der Gelb-Schwarzen schon „das Zeug für die Regionalliga“ zuspricht.

Dass dieses Personal, das die Neuzugänge „erneut hervorragend aufgenommen“ hätte, wie Janßen betont, den Konkurrenzkampf weiterhin so positiv angeht und so leistungssteigernd für sich verwertet wie in der Meistersaison in der Oberliga geschehen, wird eine der wichtigsten Aufgaben des Trainers sein. „Im Erfolgsfall hat das perfekt funktioniert“, weiß Janßen nach einer Saison mit nur einer Niederlage. „Ich muss aber kein Prophet sein, um vorhersagen zu können, dass uns nun auch einige Phasen bevorstehen, in denen es mal dunkler wird. Genau dann kommt es darauf an, dass die Jungs weiter zusammenhalten und jeder einzelne bereit ist, alles für den anderen zu geben.“

Gemeinsam mit den Aufsteigern TuS Haltern und Auftaktgegner SV Bergisch Gladbach sieht Janßen sein Team von den finanziellen Möglichkeiten „am Ende der Nahrungskette“ der Regionalliga. Den vierten Aufsteiger, die U 23 von Schalke 04, zählt er nicht dazu. „Das ist in meinen Augen ein gestandener Regionalligist“, sagt Janßen. Somit ist die mögliche Konkurrenz auf Augenhöhe überschaubar. „Aber wir können überraschen“, sieht Janßen die Unberechenbarkeit des Aufsteigers als kleinen Vorteil – und den Wettstreit mit den vielen Profiklubs der vierten Liga auch als Chance für seine Spieler an. „Wir werden noch viel arbeiten müssen. Ob es jeder packt, wird sich zeigen müssen. Aber mit den gestiegenen Anforderungen wächst auch der eigene Anspruch, und mit dem Anspruch die Qualität. Wer weiß, für welche meiner Spieler der Weg nicht noch viel weiter nach oben führt?“, sagt der Coach.

„Brutal gegen den Abstieg kämpfen“

Ob es vielleicht dann mal auch bis zum SC Freiburg reichen würde, steht in den Sternen. Fest steht für Stefan Janßen: „Wir wollen mit unserer Art und Weise, wie wir Fußball spielen, auch die Herzen der Duisburger erobern.“ Denn die Unterstützung wird der Aufsteiger brauchen. „Wir werden einer der Klubs sein, die brutal gegen den Abstieg kämpfen werden“, sagt der Coach und schiebt nach: „Es braucht den bedingungslosen Zusammenhalt des ganzen Vereins, 365 Tage lang, damit der Klassenerhalt ein realistisches Ziel ist und die Regionalliga nicht bloß ein Riesenabenteuer bleibt.“

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