Eishockey-Oberliga

Didi Hegen: „Das macht derzeit wirklich Spaß“

Vor einer Woche nahmen die Füchse, hier Pavel Pisarik (re.), das Herner Tor unter Beschuss.

Vor einer Woche nahmen die Füchse, hier Pavel Pisarik (re.), das Herner Tor unter Beschuss.

Foto: Frank Oppitz / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Der EVD bestreitet am Freitag sein Heimspiel gegen Rostock. Nach sieben Siegen einschließlich des 9:2 gegen Herne ist die Stimmung bestens.

Die Laune? Prächtig! Immerhin hat der Eishockey-Oberligist EV Duisburg nicht einfach nur zum siebten Mal in Folge gewonnen – die Füchse gewannen das Derby gegen den Spitzenreiter Herner EV mit 9:2. „Das macht derzeit wirklich Spaß“, strahlt daher auch EVD-Trainer Didi Hegen. Ob der Coach zusammen mit seinem Trainerkollegen Uli Egen mit einem derart hohen Erfolg gerechnet hat? „Natürlich nicht“, sagt Hegen. „Aber man kennt das ja: Wenn es einmal 5:0 oder 6:0 steht, dann lässt man sich gehen. Natürlich sollte man sich nicht so ergeben, aber das passiert eben“, sagt der erfahrene Mann. „Aber die ersten 30 Minuten, in denen wir entscheidend auf 6:0 davongezogen sind, musst du gegen den Tabellenführer auch erstmal so spielen.“

Ein Punkt im Hinspiel

Einen Rückschluss auf das nächste Spiel am Freitag um 19.30 Uhr lässt das Ergebnis aber nicht zu. „Die Rostock Piranhas sind eine gute Mannschaft, die unangenehm zu bespielen ist. Wenn wir nicht wieder zu 100 Prozent konzentriert sind, kann das schiefgehen“, betont Hegen. Das Hinspiel scheint inzwischen so weit weg zu sein, als hätte es in einer anderen Saison stattgefunden. „Damals“, in den ersten fünf Spielen der Saison, hatten die Füchse ausschließlich Niederlagen eingesteckt. An der Ostseeküste lag der EVD 0:3 hinten, glich aber zum 3:3 aus, holte so einen Punkt, verlor dann aber nach Verlängerung. „Es war klar, dass wir Zeit brauchen würden“, sagt Hegen, wenn er an diese Saisonphase denkt. „Wir hatten viele neue Spieler, wir als Trainergespann waren neu – da musste jeder erst einmal verstehen, was wir wollen. Viele Oberligisten spielen nur mit drei Reihen. Wir wollen mit vier Reihen viel Tempo machen. Das ist eine Umstellung“, sagt Hegen.

Seit sieben Spielen läuft es so, wie sich Hegen und Egen das vorstellen. „Wir gewinnen nicht nur. Die Art und Weise gefällt uns. Die Jungs setzen nun um, was wir uns vorstellen“, erklärt Hegen.

Alex Eckl wird geschont

Das soll nun auch gegen Rostock so weitergehen. In voller Besetzung muss bekanntlich immer ein Spieler auf der Tribüne platznehmen. Diese Option nutzen die Füchse nun, um Alexander Eckl zu schonen. „Er hat sich an der Schulter verletzt. Wir nehmen ihn diese Woche raus“, erklärt der Coach. Passenderweise steht aufgrund des Deutschland-Cups in Krefeld nur ein Spiel auf dem Plan; der Sonntag ist frei. Danach könnte der EVD auch auf der Torhüterposition komplett sein, da Eddy Renkewitz am Dienstag wieder ins Training einsteigen will.

Das aktuelle Lob für die gesamte Mannschaft schließt aber betontermaßen Goalie Christian Wendler ein. „Er hat gegen Herne ebenfalls toll gespielt“, sagt Hegen. Und schon beim Auswärtserfolg gegen die Hannover Scorpions war der Torhüter, bei dem es zu Beginn ebenso schlecht lief wie bei seinen Vorderleuten, einer der entscheidenden Faktoren für den Sieg.

Nach der Partie gegen Rostock können sich die Füchse auf ein langes Wochenende freuen. „Wir geben den Jungs von Samstag bis Montag frei. Am Dienstag geht es dann weiter“, so Hegen. Wobei: Nur Jungs sind es ja nicht. Denn auch am Freitag wird Frederike Trosdorff wieder als Ersatztorhüterin auf der Mannschaftsbank bereit sein.

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