Hockey-EM

Die Duisburgerin Pia Maertens sichert den Halbfinaleinzug

Nur Fliegen ist schöner: Pia Maertens jubelt nach ihrem Treffer zum 1:0 gegen Irland.

Nur Fliegen ist schöner: Pia Maertens jubelt nach ihrem Treffer zum 1:0 gegen Irland.

Foto: Frank Uijlenbroek / dpa

Antwerpen.  Die Duisburgerin Pia Maertens trifft beim 1:1 gegen Irland zur Führung für das deutsche Nationalteam. Nun geht es bei der EM um die Medaillen.

Das war haarscharf – doch letztlich steht die deutsche Hockey-Nationalmannschaft der Frauen bei der Europameisterschaft in Antwerpen im Halbfinale, das am Freitag ausgetragen wird. Und das dank Pia Maertens vom Club Raffelberg: Die 20-jährige Duisburgerin erzielte die deutsche Führung, sodass ihr Tor beim schlussendlichen 1:1 (1:1) gegen Irland entscheidend für das Weiterkommen war. Zudem klärte Maertens in der Schlussminute gegen die immens drückenden Irinnen. Ein weiterer, an sich regulärer Treffer wurde ihr in der 54. Minute versagt, weil die Schiedsrichterin zu früh abgepfiffen hatte.

„Wenn wir jetzt nicht für das Halbfinale vorbereitet sind, dann weiß ich es auch nicht“, sagte eine erleichterte Kapitänin Janne Müller-Wieland nach dem Spiel. Sie erkannte zurecht: „Wir hätten das viel einfacher haben können, aber wir haben nicht unser Pass-Hockey gespielt und unsere Chancen nicht genutzt.“ So ließen die Deutschen alle ihre acht Strafecken sowie einen Siebenmeter ungenutzt. Daher blieb der Überraschungsvizeweltmeister aus Irland, der bei einer EM noch nie das Halbfinale erreicht hat, bis zur letzten Sekunde im Spiel. Letztlich aber stand die Defensive der DHB-Auswahl.

Tor in der achten Minute

Pia Maertens, die innerhalb einer Saison zur Stammspielerin in der Nationalmannschaft gereift ist, traf bereits in der achten Minute zur Führung, als sie einen Angriff eiskalt per Rückhand-Schlag abschloss. Deutschland machte in weiten Teilen der ersten Halbzeit Druck, kassierte aber mit Ablauf des Auftaktviertels den Ausgleich, als Sarah Hawkshaw im zweiten Nachsetzen traf. Pech für Deutschland auf der Gegenseite, als Hannah Gablac in der 22. Minute aus der Drehung heraus nur den Pfosten traf.

Bereits in der 37. Minute verlor Irland das Recht, die Videoschiedsrichterin zu konsultieren – doch im Anschluss gab das Team von der Insel Gas. Spätestens im Schlussviertel standen die Deutschen nur noch in der Defensive – von wenigen Konterchancen abgesehen. Eine davon hätte in der 54. Minute das 2:1 bringen müssen, doch die Unparteiische entschied fälschlicherweise auf Fuß. Zwar wurde sie von der Videoschiedsrichterin überstimmt, die aber Maertens‘ Treffer nicht geben konnte, da ihre Kollegin Sekundenbruchteile, bevor der Ball einschlug, abgepfiffen hatte.

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