Handball-Oberliga

Die Wölfe Nordrhein treffen auf ihre Verfolger

Max Molsner und Co. mussten sich strecken, um Hiesfeld/Aldenrade zu schlagen. Nun geht es gegen Gladbach weiter.

Max Molsner und Co. mussten sich strecken, um Hiesfeld/Aldenrade zu schlagen. Nun geht es gegen Gladbach weiter.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Rheinhauser spielen gegen Borussia Mönchengladbach. VfB Homberg muss gegen Haan ran. HSG Hiesfeld/Aldenrade will nicht als Letzter überwintern.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Thomas Molsner bringt die Dinge gerne auf den Punkt. „Unser Gegner muss gewinnen, wir wollen gewinnen“, sagt der Trainer des Handball-Oberligisten Wölfe Nordrhein. Die Tabellenkonstellation vor dem Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach (heute, 18 Uhr) gibt ihm Recht. Nach Minuspunkten sind die Fohlen der erste Verfolger der Rheinhauser, haben aktuell aber schon vier Zähler Rückstand. Gestalten die Wölfe auch ihren fünften Auftritt in der Fremde erfolgreich, hätten sie Gladbach für das Aufstiegsrennen eine schwere Hypothek aufgebürdet.

Dass die Wölfe in der Jahnhalle eine andere Leistung zeigen müssen als zuletzt beim knappen Derbysieg, versteht sich von selbst. „Ich gehe davon aus, dass wir die Fehler, die uns gegen Hiesfeld/Aldenrade unterlaufen sind, nicht wiederholen“, so Molsner: „Die Drucksituation ist eine ganz andere. Im Derby hat jeder von uns einen Sieg erwartet, in Gladbach ist der Ausgang absolut offen.“ Die Borussia legte zuletzt überzeugende Auftritte hin und entschied die Verfolger-Duelle mit Lobberich, Mettmann und Wuppertal für sich. Wichtige Eckpfeiler im Team von Tobias Elis sind Linksaußen Daniel Panitz und die Rückraumspieler Moritz Krumschmidt und Sascha Ranftler. Ein Wiedersehen gibt es für die Wölfe mit Kreisläufer Andreas Kropp, der sich in Gladbach gut eingefunden hat.

Sieben Punkte Vorsprung

Für den VfB Homberg könnten die Aussichten ebenfalls deutlich schlechter sein. Die Gelb-Schwarzen haben aktuell sieben Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze und vor der Winterpause noch zwei lösbare Aufgaben vor der Brust. Heute (19 Uhr, Glückaufhalle) empfängt der VfB seinen unteren Tabellennachbarn DJK Unitas Haan. Druck macht Trainer Sascha Thomas seinen Schützlingen keinen: „Aber wenn wir gewinnen, haben wir nächste Woche in Aufderhöhe nicht dieses Muss-Gefühl.“

Den Gegner stuft Thomas weitaus stärker ein als es der bisherige Saisonverlauf vermuten lässt. Mit dem jüngsten 40:23-Sieg gegen Aufderhöhe gelang dem Vizemeister der Vorsaison zuletzt ein Befreiungsschlag. „Wir können sie schlagen, aber dafür muss vieles gut laufen“, so Thomas. Ein Auge haben muss der VfB vor allem auf den Zwei-Meter-Kreisläufer Pascal Schusdzarra, Rückraumspieler Raphael Korbmacher und Linkshänder Marcel Billen. Verzichten müssen die Homberger auf ihren Torwart-Routinier Aaron Mertineit, den Schmerzen in der Hüfte plagen. Tobias Reich, der zuletzt in Oppum passen musste, kehrt ins Team zurück.

HSG will nach gutem Spiel nun gewinnen

Dass die HSG Hiesfeld/Aldenrade am vergangenen Wochenende den Tabellenführer immerhin am Rande einer Niederlage hatte, ist schon an diesem Spieltag nur noch eine ferne Erinnerung. Denn schon heute (17.30 Uhr, Hiesfeld) bewegt sich das Schlusslicht in ganz anderen Sphären. Im Kellerduell empfängt das Team von Trainer Harry Mohrhoff die HSG Neuss/Düsseldorf II. Für die Spielgemeinschaft ist ein Sieg Pflicht, wenn sich die Mannschaft den größten Weihnachtswunsch erfüllen will. Zum Fest würde der Aufsteiger die Rote Laterne gerne an die Konkurrenz weiterreichen. „Wir wollen nicht als Tabellenletzter überwintern“, sagt Mohrhoff. Dazu sind Erfolge in den verbleibenden beiden Partien in diesem Jahr (gegen Neuss/Düsseldorf und Langenfeld II) unabdingbar. Wobei da dann doch das zurückliegende Spiel gegen die Wölfe Nordrhein wieder in den Fokus rückt. Die durchaus starke Leistung, die letztlich nicht belohnt wurde, macht Mut, dass es mit der Bescherung klappen könnte. Der Einsatz von Niko Möhle (Rückenprobleme) ist fraglich. Nils Berner ist wieder dabei.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben