Eishockey

Dirk Schmitz feiert mit Derbysieg einen Einstand nach Maß

Artur Tegkaev traf zweimal gegen die Moskitos.

Artur Tegkaev traf zweimal gegen die Moskitos.

Foto: Michael Gohl

Duisburg.  Unter dem neuen Trainer gelingt Oberligist EV Duisburg ein 5:3-Erfolg beim Rivalen in Essen. Am Sonntagabend geht es daheim weiter.

Aller Anfang ist gar nicht so schwer. Dirk Schmitz konnte bei seiner Premiere als Trainer des Eishockey-Oberligisten EV Duisburg gleich voll punkten. Beim Derby am Essener Westbahnhof kam der EVD vor 2309 Zuschauern mit einem 5:3 (0:0, 2:0, 3:3) durchaus sehenswert zum Zug. Diego Hofland schob mit zwei Toren in Unterzahl den favorisierten Tabellenvierten aufs Abstellgleis. Am Sonntag um 18.30 Uhr erwartet der EVD daheim das Schlusslicht aus Berlin. Da sollte ein zweiter Sieg gelingen – und sich das positive Gefühl, das sich Trainer Schmitz so sehr wünscht, weiter verstärken.

Geschäftsführer Björn Barta resümierte bereits nach dem ersten Drittel: „Von Nervosität keine Spur. Wir waren sogar leicht überlegen.“ Die Mannschaft präsentierte sich als Einheit und erfüllte den Willen des Trainers: „Jeder muss sich voll reinhängen.“ Die Mühe lohnte sich dann im Mittelabschnitt sogar beim Blick auf die Anzeigetafel. Die Gäste nutzten einen Patzer der Hausherren beim Aufbau aus dem eigenen Drittel, um einen Konter zu setzen. Auf Zuspiel von Florian Spelleken vollendete Diego Hofland zum 1:0. In der 26. Minute legte Diego Hofland dann gleich nach. Sam Verelst hatte dieses Mal gemeinsam mit David Cespiva „Geburtshilfe“ geleistet.

Beide Tore im Mitteldrittel in Unterzahl

Beide Treffer erzielten die Füchse in Unterzahl-Situationen. War da schon die Handschrift des neuen Trainers erkennbar? Vielleicht ist es für eine solche Vermutung noch zu früh. Was aber feststeht: Das Team mit der zweitschlechtesten Unterzahl-Statistik strafte im Derby das unerfreuliche Zahlenwerk Lügen. Alexander Spister hatte sogar die Vorentscheidung auf dem Schläger (35.), scheiterte bei einem Solo aber an Patrik Ceveny im Essener Tor. Artur Tegkaev (42./44.) holte das Versäumte zu Beginn des Schlussdrittels gleich doppelt nach. Erst traf der Stürmer in Überzahl und danach einfach so.

Zu den Besten gehörte auch Torhüter Sebastian Staudt. Der Ex-Essener stand sicher. Zum Geschick kam nun auch Glück hinzu. Die Hausherren legten ein paar Kohlen drauf. Staudt aber hielt seine Hütte lange sauber. Erst in der 51. Minute musste er sich in Unterzahl bei einem Schuss von Veit Holzmann geschlagen geben. Aaron McLeod (59.) und Julian Airich trafen ebenfalls für Essen. Alexander Spisters Tor (58.) hatte zuvor aber längst alle Sorgenfalten glatt gebügelt.

Tore: 0:1 (22:50) Hofland (Spelleken/4-5) 0:2 (25:28) Hofland (Verelst, Cespiva/4-5), 0:3 (41:55) Tegkaev (Hofland, Pisarik/5-4), 0:4 (43:38) Tegkaev (Pisarik), 1:4 (50:19) Holzmann (Zuravlev, Airich/5-4), 1:5 (57:23) Spister, 2:5 (58:04) McLeod (Miglio), 3:5 (58:52) Airich (Grözinger). Strafen: Essen 10 +10 (Kreuzmann). Duisburg 14. Zuschauer: 2309.

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