Eishockey-Oberliga

Dreimal Powerplay: EVD verbucht achten Sieg in Serie

Gab geben, Druck machen – hier zieht Sam Verelst ab, wird aber geblockt. Später traf er zum 2:1.

Gab geben, Druck machen – hier zieht Sam Verelst ab, wird aber geblockt. Später traf er zum 2:1.

Foto: Tamara Ramos / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Die Füchse Duisburg lassen sich vom Rückstand nicht schocken und nutzen diesmal alle drei Überzahlsituationen, um Rostock zu besiegen.

Wie das System der Füchse aussieht? Sie gehen ihren Gegnern in jeder Sekunde auf den Zünder. Mit vier Reihen marschieren sie nach vorne, üben permanent Druck aus – und das bereits an der Bande hinter dem gegnerischen Tor. Und wie beim 9:2 gegen Herne schickten sie gleich mal ein Überfallkommando auf das Eis. Doch das Schützenfest hatte sich bis zur Ostseeküste herumgesprochen: Die Rostock Piranhas gingen kein Risiko ein. Dennoch brachte das 3:1 (0:0, 2:1, 1:0) dem Eishockey-Oberligisten EV Duisburg den achten Sieg in Folge ein.

Dabei hätte es durchaus früh rappeln können. In der dritten Minute schoss Steven Deeg aufs Tor, und er schoss aufs Tor. Und nochmal, und nochmal. Ein frühes Beispiel dafür, dass die Schwarz-Roten ihren Kontrahenten keine Sekunden Ruhe gönnen wollten. Kurz darauf riss Sam Verelst die Arme jubelnd hoch – Schiri Tony Engelmann hingegen breitete seine Arme aus: kein Tor. Die Scheibe war nicht drin. Die Füchse rannten weiter an – und selbst in Unterzahl ergaben sich Chancen wie für Alex Spister in der elften Minute, als REC-Goalie Jakub Urbisch zur Stelle war. Rostock war zwar zurückhaltend, aber dennoch gefährlich. Das verwundert kaum, schließlich hatten sie im Hinspiel bereits 3:0 geführt, ehe der EVD noch einen Punkt ergattern konnte. So musste EVD-Torhüter Christian Wendler eingreifen, um in der zwölften Minute ein Gegentor durch Jonas Gerstung zu verhindern. Kurz vor der Pause hätte es dann beinahe geklappt. Sam Verelst hatte von rechts abgezogen, der Puck fiel, Rostocks Torhüter auch, doch kein Fuchs stand bereit, um die trudelnde Scheibe über die Linie zu schubsen.

Erst Rückstand, dann Führung

Nicht viel anders ging das Spiel nach dem Seitenwechsel her. Doch das Phrasenschwein reibt sich bei einem solchen Spielverlauf schon einmal die Haxen vor Vorfreude: Wenn du vorne die Dinger nicht machst, wird sich das hinten rächen. Und das passierte dann auch in der 29. Minute, als Viktor Beck, der Ex-Fuchs in Rostocker Diensten, von rechts abzog und den Puck zum 0:1 unter der Duisburger Latte platzierte. Die Antwort blieben die Füchse aber nicht lange schuldig: In Überzahl schnappte sich Matt Abercrombie die Scheibe im Slot und drosch sie trotz Bedrängnis über die Fanghand von Urbisch zum 1:1 in die Maschen. Ein weiteres Powerplay brachte die 2:1-Pausenführung: Pavel Pisarik bewies zwei Dinge: Gutes Auge und ein feines Händchen, als er die Scheibe durch die Gegner hindurch auf den Schläger von Sam Verelst platzierte, der 27 Sekunden vor der Sirene nur abtropfen lassen musste.

Das Powerplay funktionierte tatsächlich bei den Füchsen – denn das 3:1 fiel in der dritten Duisburger Überzahlsituation: Robin Slanina traf nach 109 Sekunden im Schlussabschnitt. Kurz darauf kassierte Tim-Lucca Krüger fünf Minuten und eine Spieldauerstrafe nach einem zu harten Check, doch diese Szene überstanden die Füchse gut. Den Sieg brachten sie danach nach Hause.

Am Sonntag ist der EVD spielfrei. Weiter geht es am Freitag in Essen, am Sonntag, 17. November, kommt Erfurt an die Wedau.

Tore: 0:1 (28:48) Beck (Gerstung), 1:1 (30:35) Abercrombie (Deeg, Pisarik/5-4), 2:1 (39:33) Verelst (Pisarik, Deeg/5-4), 3:1 (41:49) Slanina (Cespiva, Tegkaev/5-4). Strafen: Duisburg 2 + 5 + Spieldauer (Krüger), Rostock 6. Zuschauer: 965.

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