Skaterhockey-Bundesliga

Duisburg Ducks müssen zweimal ins Penaltyschießen

Jubel bei Luca Linde (links) und Paul Fiedler: Die Ducks gewannen das ruppige Heimspiel gegen Iserlohn.

Jubel bei Luca Linde (links) und Paul Fiedler: Die Ducks gewannen das ruppige Heimspiel gegen Iserlohn.

Foto: Tanja Pickartz

Duisburg.   Bei den Bissendorfer Panthern verlieren die Ducks nach starkem Schlussdrittel. Im ruppigen Heimspiel gegen Samurai Iserlohn war ein Dreier drin.

Zweimal mussten die Duisburg Ducks am Wochenende in der Skaterhockey-Bundesliga nachsitzen – am Ende sprangen drei Punkte heraus. „Ärgerlich ist nur, dass wir in fünf von sechs Dritteln die bessere Mannschaft waren“, sagt Trainer Gordon Kindler.

Bissendorfer Panther –
Duisburg Ducks 6:5 n.P.

Drittel: 3:1, 1:0, 1.4, 1:0
Tore: 1:0 (4:08) Baude (Strasser), 2:0 (11:13) Köppl (Miller), 2:1 (16:48) Rüwald (Hildebrandt), 3:1 (18:54) Miller (Köppl), 4:1 (27:33) Otten (Marvin Hoferichter), 4:2 (42:05) Fiedler (Linde), 4:3 (45:30) Behlau (Kevin Wilson/4-2), 4:4 (45:50) Kevin Wilson (Behlau/4-2), 4:5 (51:55) Pakmor, 5:5 (53:06) Strasser (Miller), 6:5 (60:00) Strasser (entscheidender Penalty). Strafen: Bissendorf 14, Duisburg 6.

Das Spiel in der Wedemark ging an sich gut los. Das Team stand ordentlich im System – doch zwei Fehler nutzten die Panther, um mit 2:0 in Führung zu gehen. „Ein klares Tor zum vermeintlichen 1:1 wurde aberkannt, weil die Schiedsrichter der Meinung waren, Paul hätte es mit der Hand erzielt“, so Kindler über die Szene von Paul Fiedler. „Er hat den Ball aber mit der Hand herunter genommen, fährt am Tor vorbei und schießt von hinten die Beinschienen des Torhüters an.“

Ab dem zweiten Drittel waren die Ducks zwar die tonangebende, aber nicht die effektivere Mannschaft. Während die Ducks in diesem Abschnitt nur Fahrkarten schossen, erhöhte Bissendorf auf 4:1. Doch in den letzten 20 Minuten schalteten die Enten noch einmal einen Gang nach oben – und profitierten von Strafzeiten, die sich die Hausherren einfingen. So führten die Duisburger sogar mit 5:4, kassierten aber den Ausgleich und verloren das anschließende Penaltyschießen.

Duisburg Ducks –
Samurai Iserlohn 4:3 n.P.

Drittel: 2:1, 0:1, 1:1, 1:0
Tore: 0:1 (4:13) Wichern (Schreiner), 1:1 (9:49) Linde (Fiedler), 2:1 (13:52) Fiedler (Schröder), 2:2 (39:10) Wichern (Linke/4-3), 2:3 (41:00) Schreiner (Schäfer), 3:3 (54:19) Linde (Fiedler), 4:3 (60:00) Marten (entscheidender Penalty). Strafen: Duisburg 8 + 5 + (Kevin Wilson) + 5 + Spieldauer (Behlau), Iserlohn 12 + Matchstrafe (Noel Riepe) + Hallenverweis gegen den Trainer.

Auch die Partie gegen Iserlohn wurde durch Penaltys entschieden – diesmal aber zugunsten der Ducks. „Das war durchaus ein verlorener Punkt, weil wir die klar bessere Mannschaft waren“, sagte Kindler. „Aber das war auch kein normales Spiel.“ Denn von Beginn wurde die Partie ausgesprochen ruppig geführt. „Da war auf Iserlohner Seite ständig der Schläger dabei“, ärgerte sich Kindler. Noch viel ärgerlicher: Die Schiedsrichter Björn Weiß und Brandon Bernhardt griffen nicht entscheidend ein – was sich bereits in der 17. Minute entlud. Einen Check des Duisburger Stürmers Pascal Behlau gegen Marius Riepe bewerteten die Schiedsrichter als Foul und sprachen fünf Minuten und eine Spieldauerstrafe aus – doch bevor sie genau dies tun konnten, rannte ein Iserlohner Spieler – Noel Riepe, Bruder von Marius – aufs Feld und fing eine Schlägerei mit Behlau ein, die ihm eine Matchstrafe einbrachte. Erst als es zu Beginn des zweiten Drittels auch noch einen Hallenverweis gegen einen Iserlohner Trainer gab, wurde es ruhiger. Ob es sich dabei, wie im Spielberichtsbogen vermerkt, um einen Co-Trainer handelte oder aber um Cheftrainer Waldemar Banaszak, war nicht mehr zu ermitteln.

Im zweiten Drittel verpassten es die Ducks, ihre 2:1-Führung auszubauen, sodass Iserlohn zu Beginn des Schlussdrittels in Führung ging. Doch nach dem Ausgleich von Luca Linde (55.), ging es in den Schusswettbewerb. Hier verwandelte schließlich Julien Marten den entscheidenden Versuch.

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