Skaterhockey-Bundesliga

Duisburg Ducks wachen gegen Essen zu spät auf

Rockets-Torhüter Marvin Frenzel ließ die Duisburger Stürmer, hier Nico Schlie, über 35 Minuten lang verzweifeln.

Rockets-Torhüter Marvin Frenzel ließ die Duisburger Stürmer, hier Nico Schlie, über 35 Minuten lang verzweifeln.

Foto: Frank Oppitz

Duisburg.   Nach einem 0:5-Rückstand waren die Duisburger im Bundesliga-Auftaktspiel tonangebend, doch der Essener Keeper Marvin Frenzel ließ nichts zu.

Über drei Punkte hätte sich Gordon Kindler wohl mehr gefreut als über dieses Lob. „Mann, ihr seid gut“, sagte Frank Petrozza, Trainer der Rockets Essen. „Das Ergebnis war zu hoch.“ Das sah auch der Trainer des Skaterhockey-Bundesligisten Duisburg Ducks so. „Wir sind an uns gescheitert – und am Essener Torhüter“, erklärte Kindler nach der 3:7 (0:3, 1:2, 2:2)-Niederlage im Ruhrderby zum Saisonauftakt. Denn Marvin Frenzel, besser bekannt unter seinem Geburtsnamen Haedelt, ließ die Enten-Stürmer über 35 Minuten verzweifeln – auch als sich die Ducks anschickten, das misslungene Auftaktdrittel auszubügeln.

„Wir waren danach die bessere Mannschaft“, sagte Verteidiger Sascha Wilson und schüttelte den Kopf. Waren die Ducks nervös? Oder übermotiviert? Jedenfalls gelang in den ersten 20 Minuten nicht viel. Und drei Gegentore innerhalb der ersten neun Minuten trugen auch nicht gerade zur Beruhigung der Nerven bei. Bis zur Spielmitte erhöhte Essen gar auf 5:0.

Ducks kommen heran

Kindler sagte: „Vor einem Jahr hätten wir 15 Tore kassiert. Ich finde es bemerkenswert, wie unsere Jungs mit der Situation umgegangen sind.“ Denn bis weniger als vier Minuten vor Schluss gelang den Raketen nichts mehr. André Petry beendete den Null-Tore-Spuk mit einem Schlagschuss; zu Beginn des Schlussdrittels nutzten die immer stärker werdenden Gastgeber ein Powerplay, um durch Phil Grühn auf 2:5 zu verkürzen. Mehr ließ Frenzel nicht mehr zu, der zeitweise unter Dauerbeschuss stand.

„Nach der Pausenansprache des Trainers lief es besser“, sagte Ducks-Stürmer Lennart Pakmor, der bis zur vergangenen Saison noch für Essen gespielt hat. „Derbys sind immer etwas Besonderes. Nun auf der anderen Seite zu stehen, macht es noch spezieller. Ich war schon etwas nervös.“ Im Powerplay sorgte Essens Dominic Doden endgültig für die Entscheidung (57.). Kindler nahm noch einmal den Torwart heraus – und tatsächlich verkürzte Grühn auf 3:6 (59.). Rockets-Spieler Stefan Dreyer verpasste zwar aus kürzester Distanz das leere Duisburger Tor; die Ex-Ente Fabian Lenz brachte den Ball dann aber doch im Ducks-Netz unter.

Duisburg Ducks –
Rockets Essen 3:7

Drittel: 0:3, 1:2, 2:2
Tore: 0:1 (1:50) Florian Breves (Luft), 0:2 (4:49) Dreyer (Florian Breves), 0:3 (9:03) Lenz, 0:4 (21:03) Hüsgen (Könning/4-3), 0:5 (29:52) Lenz (Luft), 1:5 (35:11) Petry (Nachtwey), 2:5 (44:51) Grühn (Loch/4-3), 2:6 (56:12) Doden (Florian Breves/4-3), 3:6 (58:02) Grühn (Nachtwey/5-4), 3:7 (59:15) Lenz (Luft/ENG). Strafen: Duisburg 10, Essen 8.

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