Winterlaufserie

Ein Isländer stellt in Duisburg neuen Streckenrekord auf

Der Isländer Arnar Petursson stellte am Samstag beim ASV einen neuen Streckenrekord auf der Halbmarathon-Distanz auf.

Der Isländer Arnar Petursson stellte am Samstag beim ASV einen neuen Streckenrekord auf der Halbmarathon-Distanz auf.

Foto: Fabian Strauch

Duisburg.   Der Isländer Arnar Petursson stellt beim ASV Duisburg einen Streckenrekord auf der Halbmarathon-Distanz auf. Den Seriensieg für Sascha Hubbert.

Arnar Petursson fliegt für ein Trainingslager auch schon mal bis nach Kenia oder in die USA – wo Duisburg liegt, musste sich der Laufprofi aus Island aber erst einmal im Internet anschauen. „In Island gibt es gerade nur Kälte und Schnee, deshalb bin ich seit drei Wochen in Deutschland, wo es viele gute Läufe gibt“, erzählt der 28-Jährige, der sich in Köln einquartiert hat und bei der Recherche nach Wettkampfmöglichkeiten feststellte, dass Duisburg nicht weit entfernt ist.

Kurzerhand meldete er sich daraufhin für den Halbmarathon bei der Schlussetappe der Winterlaufserie an – und seit Samstag wird Arnar Petursson stets in guter Erinnerung halten, wo Duisburg liegt. Mit 1:06:22 Stunde stellte der Isländer an der Wedau seine neue persönliche Bestzeit über die 21,2 Kilometer auf – und sorgte bei der 34. Ausgabe der Lauftrilogie ganz nebenbei für einen neuen Eintrag in den Geschichtsbüchern des ASV Duisburg.

Diese durchstöberte Peter Heyden vom Organisationsteam sorgfältig – einen schnelleren Sieger beim Schlusslauf der Großen Serie fand er nicht. Den Rekord, den Manuel Meyer seit zehn Jahren gehalten hatte, unterbot Petursson um satte 33 Sekunden. „Das ist eine sehr schöne und schnelle Strecke“, freute sich der Isländer, die Bekanntschaft mit Duisburg gemacht zu haben.

Hubbert gewinnt enges Duell

Um den Seriensieg konnte Petursson mit seinem einmaligen Besuch am Samstag freilich nicht mitmischen. Um den lieferten sich Sascha Hubbert und Till Schaefer das dritte Duell. „Und wieder war es ein richtig enges Rennen“, atmete Hubbert kräftig durch, nachdem er seinen Kontrahenten vom PV Triathlon Witten zum zweiten Mal hinter sich lassen konnte. „Auf den ersten 16 Kilometern ging es Schulter an Schulter, dann habe ich gemerkt, dass Sascha diesmal die besseren Beine hat“, musste Auftaktsieger Schäfer seinen Kontrahenten am Ende um 37 Sekunden davonziehen lassen.

Mit 1:11:44 Stunde kam Hubbert zwar mit deutlichem Abstand auf den Tagessieger ins Ziel – durfte sich aber ebenfalls über eine neue persönliche Bestzeit und vor allem über den Gesamtsieg der 34. Winterlaufserie freuen. „Es ist nicht die einfachste Strecke, aber die Bedingungen waren super. Besser geht’s kaum“, sprach der Duathlet von der LG Alpen dem ASV ein Lob aus, das sein Konkurrent nur teilen konnte. „Terminlich liegt die Serie in der Triathtlon-Vorbereitung nicht so günstig“, erklärt Schaefer, „Aber wenn man vorne dabei ist, will man das natürlich auch durchziehen, Und die ganze Serie hat echt Mega-Bock gemacht.“

Andree Paquet siegt bei den Frauen

Das war Musik in den Ohren der ASV-Crew, die am Veranstaltungstag selbst zwar erneut Glück mit dem Wetter hatte, in diesem Jahr aber nicht die einfachsten Bedingungen vorfand. „Bei allen drei Etappen gab es Stolpersteine“, erinnert Orga-Leiter Frank Zahn nicht nur an die Beinahe-Absage der Auftaktetappe aufgrund der Terminkollision mit den Drittliga-Fußballern des KFC Uerdingen, deren Heimspiel an der Wedau der Deutsche Fußball-Bund doch noch verlegte.

Vor der zweiten Etappe musste ein ASV-Helfer-Trupp die Laufbahn im Leichtathletikstadion mit einem Kraftakt vom Schnee befreien – und vor dem Finale hatten Sturmtief Eberhard samt Gefolge ihre Spuren im Sportpark und Umgebung hinterlassen.

Stolpersteine aus dem Weg geräumt

Doch auch diese Stolpersteine hatte das eingespielte ASV-Team aus dem Weg geräumt, sodass Andree Paquet (Ausdauerschule by Bunert) freie Bahn zum Seriensieg bei den Damen hatte. Schnellste Frau war am Samstag in 1:20:33 Stunde wie vor vier Wochen schon erneut Annika Vössing. Die Athletin vom Ayyo-Team Essen hatte allerdings den Auftaktlauf verpasst.

Und da die Führende Melanie Linder (SG Wenden) beim Finale nicht antreten konnte, gelang Paquet mit 1:22:58 Stunde ungefährdet der Sprung vom zweiten auf den ersten Platz in der Serienwertung. „Damit hätte ich nie gerechnet“, freute sich Andree Paquet über den Sieg in ihrer neuen Heimat.

Wo Duisburg liegt, weiß die in Rahm lebende Franko-Kanadierin schon seit drei Jahren. Und in seiner Heimat kennt seit Samstag nicht nur Arnar Petursson die Stadt an Rhein und Ruhr: „Unsere Halbmarathon-Bestzeit liegt bei 64:55 Minuten“, berichtet der neue Rekordhalter der Winterlaufserie. „Ich bin hier gerade die zweitbeste isländische Zeit gelaufen.“

>> Tedros und Faber gewinnen kleine Serie

In der kleinen Serie ließ sich Habtom Tedros (TG Neuss) die Titelverteidigung in der Gesamtwertung erwartungsgemäß nicht mehr nehmen. Mit 31:49 Minuten entschied der Eritreer auch den Abschlusslauf über 10.000 Meter mit 1:22 Minute Vorsprung auf den Tages-Zweiten Roman Schulte-Zurhausen (Ausdauerschule by Bunert) deutlich für sich. Den zweiten Platz in der Serienwertung sicherte sich Maximilian Jakobs (TuSpo Huckingen), der am Samstag in 35:57 Minuten als Sechster ins Ziel kam.

Den integrierten Frauenlauf in der Damenwertung gewann Anna Hiegemann (LT Stoppenberg) in 36:55 Minuten. Den Seriensieg bei den Damen sicherte sich die bislang an Rang drei liegende Annika Faber vom TV Hasslinghausen, die in 38:01 Minuten über 10.000 Meter vom Nichtantritt der Führenden Carolin Aehling (LG Coesfeld) und der Formschwäche der an Rang zwei liegenden Sonja Venikov (Mechernich) profitieren konnte.

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