Eishockey-Oberliga

Füchse Duisburg feiern ersten Sieg im sechsten Spiel

Matt Abercrombie nutzte eine doppelte Überzahl, um in der 33. Minute das 3:0 für den EVD zu erzielen.

Matt Abercrombie nutzte eine doppelte Überzahl, um in der 33. Minute das 3:0 für den EVD zu erzielen.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Der EV Duisburg gewinnt mit 3:2 bei den Black Dragons Erfurt. Torhüter Etienne Renkewitz hält Kasten über 58 Minuten lang sauber.

Die Erleichterung war Uli Egen anzumerken. „Gott sei Dank. Das war wichtig“, sagte der Trainer des Eishockey-Oberligisten EV Duisburg. Eine offensichtliche Erkenntnis, denn erst im sechsten Saisonspiel der Eishockey-Oberliga Nord verbuchten die Füchse ihren ersten Sieg. Bei den Black Dragons Erfurt setzten sich die Schwarz-Roten mit 3:2 (1:0, 2:0, 0:2) durch.

Im Tor stand Etienne Renkewitz und hielt über 58 Minuten lang seinen Kasten sauber, ehe die Thüringer noch einmal heran kamen. Diese Personalentscheidung ist nun auch würdig und recht – schließlich hatte sich sein Torhüterkollege Christian Wendler im Derby gegen Essen nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Wieder im Kader stand Robin Slanina, der am Freitag nur zuschauen durfte. „Wir haben immer einen Spieler, der auf die Tribüne muss. Meist haben die Trainingsleistungen damit zu tun“, sagte Egen dazu. Diesmal fehlte Artur Tegkaev. „Er ist angeschlagen, daher war er nicht dabei.“

Erfurter oft auf der Strafbank

Die Füchse waren über weite Strecken die klar bessere Mannschaft, was aber dadurch begünstigt wurde, dass die Black Dragons vergleichsweise undiszipliniert spielten und so oft auf der Strafbank saßen. Bastian Schirmacher nutzte in der 15. Minute die Vorarbeit von Sam Verelst und Steven Deeg zum Führungstreffer.

Auf die Siegerstraße bog der EVD im zweiten Durchgang ein: Alexander Spister traf zum 2:0 (28.), ehe Matt Abercrombie eine doppelte Überzahl zum letztlich entscheidenden 3:0 nutzte (33.) – entscheidend, weil die Füchse es verpassten, weitere Treffer zu erzielen. Als alles nach einem ungefährdeten Sieg aussah, nutzte Joonas Toivanen eine Unachtsamkeit zum 1:3 (59.). Kurz darauf nahmen die Drachen ihren Goalie für einen sechsten Feldspieler vom Eis – und tatsächlich gelang Milan Kostourek der Anschlusstreffer, als noch 42 Sekunden zu spielen waren. Danach hielten die Füchse die Gastgeber aber vom Tor fern und brachten den Sieg nach Hause.

„Die jungen Spieler haben besser foregecheckt“, sagte Egen. „Und die Verteidiger haben einfacher gespielt.“ Grundsätzlich will das Trainergespann aber nicht von der offensiven Ausrichtung abweichen, die bei Fehlern im Defensivverhalten schnell zu zahlreichen Gegentoren führen kann. „Wenn zwei Spieler forechecken, darf der Verteidiger nicht pinchen“, sagt Egen über Abwehrspieler, die schon oft Konter der Gegner begünstigt haben, weil sie sich in der falschen Situation offensiv eingeschaltet haben. Das hat nun in Erfurt besser geklappt – allerdings sind die Black Dragons, so ausgeglichen die Liga in dieser Saison auch ist, nicht das Maß der Dinge.

Am Freitag geht’s gegen Leipzig. Wegen des MSV-Spiels geht es erst um 21 Uhr los.

Tore: 0:1 (14:03) Schirmacher (Verelst, Deeg), 0:2 (27:50) Spister (Krüger, Bödefeld), 0:3 (32:44) Abercrombie (Pisarik, Schaludek/5-3), 1:3 (58:16) Toivanen (Fischer, Gulda), 2:3 (59:18) Kostourek (Fischer/6-5). Strafen: Erfurt 14 + 10 (Kämmerer), Duisburg 4. Zuschauer: 342.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben