Saisonstart

Grlic räumt seinen Platz auf der Bank des MSV Duisburg

Der neue Stammplatz: Sportdirektor Ivica Grlic sitzt bei den MSV-Spielen nun auf der Tribüne.

Der neue Stammplatz: Sportdirektor Ivica Grlic sitzt bei den MSV-Spielen nun auf der Tribüne.

Foto: Max Maiwald/DeFodi.euvia www.imago-images.de / imago images / DeFodi

Duisburg.  Sportdirektor Ivica Grlic sitzt künftig bei den Spielen des MSV Duisburg auf der Tribüne. Neues Amt für Lukas Daschner.

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Für Lukas Daschner geht es in diesen Tagen Schlag auf Schlag. In der Vorbereitung des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg legte der Mittelfeldspieler den Grundstein dafür, zur Stammkraft im Team von Trainer Torsten Lieberknecht aufzusteigen. Der Coach berief den 20-Jährigen zudem in den neuen Mannschaftsrat. Und nun ist Daschner auch noch Pate der Zebrakids. Zu all dem sagt der Youngster: „Ich freue mich über das Vertrauen.“

Bei den Zebrakids tritt Daschner die Nachfolge von Lukas Fröde, der zum Karlsruher SC gewechselt ist, an. Die Zebrakids sind ein gemeinnütziger Verein, der über Spenden und Mitgliedsbeiträgen benachteiligten Kindern und Jugendlichen den Besuch der MSV-Heimspiele ermöglicht. Zudem betreiben die Zebrakids in der Arena eine Hospizloge, in der schwerstkranke Kinder mit ihrer Familie und ihren Freunden die Spiele der Meidericher verfolgen können. Lukas Daschner wird wie seine Vorgänger Bindeglied zwischen der Mannschaft und dem Verein sein.

„Die Vorfreude ist groß“, sagt Daschner vor dem Liga-Auftakt gegen die SG Sonnenhof Großaspach in der heimischen Arena (Samstag, 14 Uhr). Daschner, der unter anderem in der Jugend vom SV Beeckerwerth und von Hamborn 07 spielte und 2014 von Schalke 04 zum MSV kam, war zuletzt in den Testspielen im 4-2-3-1-System im offensiven Mittelfeld in der zentralen Position unterwegs.

„Wir hatten Reibungspunkte“

Torsten Lieberknecht sieht den Blondschopf auf einem guten Weg. In der letzten Saison lief es für Daschner noch nicht so gut, auch wenn er in sieben Partien immerhin zwei Tore erzielen konnte. „Wir hatten da ein paar Reibungspunkte“, ließ Lieberknecht am Donnerstag bei der Pressekonferenz zum Spiel durchblicken. Das ist nun aber ausgeräumt.

Reibungspunkte gab es in der vergangenen Saison auch zwischen der sportlichen Leitung und der Schiedsrichterzunft. Während Lieberknecht naturgemäß nicht auf seinen Platz an der Linie verzichten kann, nimmt sich Sportdirektor Ivica Grlic nun selbst aus der Schusslinie. Der 43-Jährige sitzt nicht mehr auf der Trainerbank, sondern auf der Tribüne.

Die Übersicht sei dort besser, ließ der Manager verlauten. Und er schob nach: „Ich kann mich da oben aufregen, ohne bestraft und sowieso weggeschickt zu werden.“

Wenninger ist abgereist

Auf der Tribüne wird am Samstag auch der verletzte Lukas Scepanik sitzen. Arnold Budimbu wird besser zu Hause bleiben, denn der Neuzugang aus Steinbach hat sich abseits seiner Knöchelverletzung auch noch einen Magen-Infekt zugezogen.

Für Gastspieler Sascha Wenninger ist das Kapitel MSV erst einmal beendet. Der Abwehrspieler, der zuletzt für den 1. FC Saarbrücken am Ball war, ist wieder abgereist. Man wolle in Kontakt bleiben, eine Verpflichtung ist aber derzeit kein Thema, wie Lieberknecht ausführte. Der Trainer gab dem 24-Jährigen aber Blumen mit auf den Heimweg: „Ich wundere mich, dass er keinen Verein hat.“

Bei der Verpflichtung eines Defensiv-Allrounders wollen die Duisburger nichts überstürzen. Das Transferfenster ist noch bis zum 2. September geöffnet. Lieberknecht: „Dieser Schuss muss sitzen.“

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