Rollhockey

Heimspielauftakt gelingt der RESG Walsum gleich doppelt

Jubel bei der RESG: Der Heimauftakt glückte durch das 5:2 gegen den RSC Darmstadt.

Jubel bei der RESG: Der Heimauftakt glückte durch das 5:2 gegen den RSC Darmstadt.

Foto: Michael Dahlke / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Die beiden Duisburger Bundesligateams gewinnen ihre ersten Spiele in eigener Halle deutlich. Die Frauen überraschend mit zweistelligem Erfolg.

Die RESG Walsum muss sich erst einmal wieder in ihrem Ortsteil ins Gespräch bringen. Nach einer überaus mittelmäßigen vergangenen Spielzeit waren die Ränge der Halle Beckersloh beim ersten Heimspieltag der neuen Rollhockey-Bundesliga-Saison nur recht spärlich besetzt. Besonders augenfällig: Der Block, in dem jahrelang die Ultras saßen, blieb diesmal nahezu komplett leer. Dabei hätte es am Samstag durchaus viele Gelegenheiten zum Jubeln gegeben – und zwar nicht nur bei den RESG-Männern, die den RSC Darmstadt mit 5:2 (3:2) bezwangen. Richtig spektakulär machten es zuvor die Walsumer Frauen mit dem 10:2 (5:1) über den SC Bison Calenberg.

Die beiden Trainer des Frauenteams waren nachher voll des Lobes über ihre Schützlinge. „Eine grandiose Mannschaftsleistung“, meinte Thomas Drotboom, dem sein Kollege Markus Lusina zustimmte: „Alle haben super gespielt.“ Mit einem zweistelligen Sieg über die arrivierten Niedersächsinnen, die im Vorjahr als Vierter der RESG den Weg in die Play-offs versperrt hatten, war im Vorfeld nicht zu rechnen gewesen. Auch wenn das Trainerduo grundsätzlich niemand herausheben wollte, waren es letztlich doch drei Spielerinnen, die herausragten: Charlotte van Putten zwischen den Pfosten, Maike Johannsen in der Defensive und Lisa Dobbratz, die allein sechs Treffer zum Erfolg beisteuerte. Außerdem trafen Anna Kaub (2), die letztjährige Spielertrainerin Silvia Romero und ihre Schwester Anna bei ihrem Bundesligadebüt für die RESG. „Das Spiel war auch zur Pause noch nicht entschieden, aber Charlotte van Putten hat dann einige sehr starke Paraden gezeigt“, so Markus Lusina.

Gäste nur mit schmalem Kader

Zwei Teams mit sehr unterschiedlichen Besetzungen trafen anschließend bei den Männern aufeinander. Während die RESG mit vollem Kader antrat, waren die Gäste aus Darmstadt nur mit sechs Feldspielern angereist – zwei davon Nachwuchsakteure, weshalb fast über die kompletten 40 Minuten dieselben vier Akteure bei den Hessen agierten. Das machte sich zunächst aber nicht bemerkbar, denn nach nur drei Minuten brachte Kapitän Max Hack den RSC in Führung. Auch nach dem Ausgleich durch Miquel Vila (8.) war Hack in der 16. Minute erneut zur Stelle, als er seinen Schläger in einen Distanzschuss von Nils Koch hielt. „Da dachte ich mir: Das ist typisch für ein Spiel gegen Darmstadt“, sagte Spielertrainer Christopher Nusch nachher. Sein Team verpackte diesen Rückschlag aber besser, als es die Vorsaison vermuten ließ, und schaffte noch bis zur Pause die Wende durch Xevi Berruezo (18.) und einen von Nusch selbst verwandelten Penalty (20.).

Weil zwei Minuten nach Wiederbeginn auch Berruezo von der Straflinie traf, kippte die Partie nun endgültig in Richtung der Gastgeber. „Wir haben es dann clever gespielt“, fand Christopher Nusch. Lang ausgenutzte Angriffsphasen, kaum Kugelbesitz für die Gäste, die mit ihrem Mini-Kader meist hinterherlaufen mussten. So war das 5:2 durch Christopher Berg (33.) nach starker Vorarbeit von Vila und Berruezo bereits die Entscheidung.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben