Frauenfußball

Hoffnung auf die ersten Saisonpunkte beim MSV Duisburg

Laura Radke (Mitte) ist wieder eine Alternative.

Laura Radke (Mitte) ist wieder eine Alternative.

Foto: firo Sportphoto / Volker Nagraszus

Duisburg.  Bisher gingen alle Spiele in der Bundesliga verloren. Am Sonntag soll sich das ändern – gegen einen Gegner, der in der Vorsaison fast abstieg.

Null Punkte nach fünf Spielen, Tabellenschlusslicht. Es ist nicht so, dass diese Situation dem MSV Duisburg in der Fußball-Bundesliga der Frauen unbekannt wäre. Vor zwei Jahren ging es genauso los – und wurde danach sogar noch schlimmer, als erst in der 13. Saisonpartie die ersten Zähler aufs Konto kamen. Zum Klassenerhalt hat es bekanntlich trotzdem noch gereicht. Wenig verwunderlich wollen die Zebras diesmal nicht so lange warten, bis die Null in der Punktespalte verschwindet. Mit Bayer Leverkusen gastiert morgen um 14 Uhr ein Gegner im PCC-Stadion, der es erlauben könnte, das eigene Guthaben aufzustocken – zumindest in der Theorie.

„Es gibt Mannschaften, gegen die wir grundsätzlich punkten können sollten – und da gehört Leverkusen dazu“, sagt MSV-Trainer Thomas Gerstner. Er weiß allerdings auch, dass sich bei den Farbenstädterinnen gegenüber der Vorsaison, als sie mit viel Glück am letzten Spieltag den Klassenerhalt geschafft haben, eine Menge getan hat. „Sie sind kompakter und stabiler geworden“, weiß Gerstner aus seinen Beobachtungen. Das Ergebnis: Mit dem 1:0 gegen den SC Freiburg und dem mindestens doppelt so überraschenden 2:1 bei Bayern München ist Bayer als eines der Teams, die der MSV am Saisonende hinter sich lassen sollte, um den Abstieg zu vermeiden, schon um sechs Zähler enteilt. Anteil daran hat unter anderem die aus Sand gekommene bosnische Angreiferin Milena Nikolic, die auch in Duisburg im Gespräch war.

Laura Radke kann wieder mithelfen

Eine Stürmerin ihres Formats hätte den Zebras gut zu Gesicht gestanden. Drei erzielte Tore nach fünf Spielen belegen, wo ein aktuelles Hauptproblem liegt. Möglich, dass Laura Radke es beheben könnte. Die junge Angreiferin kam vor der Saison aus Leverkusen, konnte bislang aber vor allem verletzungsbedingt ihre Fähigkeiten nicht zeigen. Nun ist sie fit und womöglich gegen ihren Ex-Klub eine Alternative.

Ansonsten hat sich der Personalstand nicht geändert; die Ausfallliste wird weiterhin von Kapitänin Meike Kämper angeführt, für die wieder Caro Härling im Tor steht. Immerhin kamen die fünf Nationalspielerinnen unversehrt von ihren Auslandsreisen zurück. Bei Claire O’Riordan musste Thomas Gerstner etwas Aufbauarbeit leisten, da sie beim Spiel der Irinnen gegen die Ukraine etwas überraschend 90 Minuten draußen saß. Der Trainer war womöglich für die Schonung seiner Verteidigerin nicht allzu undankbar. (T. K.)

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