Sport und Corona

Im Volleyball-Westen nichts Neues

Das bislang letzte Spiel der RTV-Frauen in der Verbandsliga: Am 3. Oktober 2020 gewannen die Rumelnerinnen (blaue Trikots) mit 3:1 gegen den Düsseldorfer SC.

Das bislang letzte Spiel der RTV-Frauen in der Verbandsliga: Am 3. Oktober 2020 gewannen die Rumelnerinnen (blaue Trikots) mit 3:1 gegen den Düsseldorfer SC.

Foto: Rainer Hoheisel / FUNKE Fotos Services

Duisburg  Der WVV plant weiterhin, die Saison mit Auf- und Abstieg durchzuführen, bereitet aber Ersatzszenarien vor. Vereine in Warteschleife.

Eigentlich ist derzeit ein viel gebrauchtes Wort. So wollte das Präsidium des Westdeutschen Volleyball-Verbandes am Dienstag eigentlich weitere Entscheidungen zur Fortsetzung der Saison ab der Oberliga abwärts treffen. Da angesichts des weiterhin gültigen Lockdowns an Sport nicht zu denken ist, „gilt nach wie vor, dass unser Spielbetrieb bis auf weiteres ruht“, erklärt Hubert Martens, der Präsident des Westdeutschen Volleyball-Verbandes. Am 2. Februar will das WVV-Präsidium die Situation erneut bewerten. Trotz allem bleibt Martens optimistisch: „Unser Ziel ist nach wie vor, dass wir so schnell wie möglich wieder spielen wollen – natürlich immer unter der Voraussetzung, dass dies gesundheitlich zu verantworten ist.“

Der erste Schritt wäre die Wiederaufnahme des Hallentrainings. „Den Vereinen soll eine Phase von zwei bis drei Wochen gegeben werden, um sich auf eine Fortsetzung der Saison vorzubereiten“, so Martens. „Der Verbandsspielausschuss bereitet den Spielbetrieb vor.“ Wann das zum Tragen kommt und inwieweit der Modus verändert werden müsste, ist weiterhin unklar, dass niemand sagen kann, ab wann Sport wieder möglich sein wird. „Der hessische Verband hat die Saison sogar bereits abgebrochen. Nach Rücksprache mit den Vereinen wollen wir die Saison aber notfalls auch bis in den Juni hinein verlängern“, sagt der WVV-Präsident. Normalerweise endet eine Volleyball-Saison im März oder April. „Wir werden die Vereine aber noch einmal befragen.“ Andere Landesverbände haben sogar schon eine Saisonverlängerung bis in den August oder September ins Auge gefasst. „Wir sind ein Dienstleister für die Vereine.“ In der aktuellen Situation wollen sich die Verbände gegen solche Ideen nicht wehren, „nur weil das möglicherweise in irgendwelchen Ordnungen anders festgehalten ist“, so Martens.

Überschneidung mit Beachvolleyball

Das Problem, das dem Hallenvolleyball in die Parade fahren könnte, ist der Beachvolleyball. „Wir würden aber dennoch auch in der Halle weiterspielen wollen. Wenn Spieler auch im Sand spielen wollen, wäre das aus unserer Sicht kein Problem. Das müssten dann die Vereine regeln“, erklärt Martens. Allerdings will der WVV auch niemanden zum Spielen zwingen. Regelungen dafür und auch zum Auf- und Abstieg müssten geschaffen werden. „Derzeit sehen wir es als Möglichkeit, dass wir noch mit Auf- und Abstieg spielen können. Wenn wir erst im April anfangen könnten, wird es natürlich irgendwann kniffelig.“

Denn viel ist von der aktuellen Saison noch nicht gespielt. In der Gruppe 1 der Herren-Oberliga, die neun Teams umfasst, steht die SG Duisburg nach erst drei Spielen auf Rang drei. Würselen ist hier die einzige Mannschaft, die schon fünfmal auf der Platte stand. In der Frauen-Verbandsliga nimmt der Rumelner TV nach vier Spielen Rang vier ein; in der Landesliga spielten die Freien Schwimmer Duisburg (2.) und die SG Baerl/Kamp-Lintfort (8.) erst dreimal.

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