Fußball

Kevin Wolze bleibt Zweitliga-Spieler – für den VfL Osnabrück

Kevin Wolze trauert über den Abstieg der Zebras. Nun wechselt er vom MSV zum Zweitliga-Aufsteiger VfL Osnabrück.

Kevin Wolze trauert über den Abstieg der Zebras. Nun wechselt er vom MSV zum Zweitliga-Aufsteiger VfL Osnabrück.

Foto: Roland Weihrauch / dpa

Duisburg.   Der Trainingsauftakt beim Drittligisten MSV Duisburg findet ohne Kevin Wolze statt. Moritz Stoppelkamp und Vincent Gembalies bleiben.

Am heutigen Tag trifft sich die Mannschaft des MSV Duisburg zum ersten Mal. Tests stehen an, wie es in der Pressemitteilung heißt. Morgen dann stellt sich das Grüppchen von etwa 13 bis 14 Spielern den Fans um 17 Uhr mit einem ersten Training auf der Westender Straße vor. Ein Mann wird dann fehlen: Kevin Wolze kickt in Zukunft für den Zweitliga-Aufsteiger VfL Osnabrück. Der Ex-Kapitän verlässt das gesunkene Schiff. Nach acht Jahren im Kader des MSV bricht der 29-Jährige zu neuen Ufern auf.

Der Vertrag des Linksfußes lief zum Saisonende aus. Geld gibt es also keines. Dass Wolze wechselt, kommt nicht schrecklich überraschend. Der Abwehrmann war mit neun Treffern der mit Abstand torgefährlichste Spieler in der Truppe. Das weckt Interesse nicht allein rund um den Kirchturm. Zudem war Wolze nach der Winterpause nicht mehr Kapitän. So etwas erhöht die Liebe zum Verein keineswegs.

MSV sieht sich nun als „Ausbildungsverein“

Immerhin, auf zwei weitere bekannte Gesichter dürfen sich die treuen Fans morgen freuen. Moritz Stoppelkamp (32) und Vincent Gembalies (19) verlängerten ihr Engagement beim MSV. Das gab der Verein bekannt. Die Personalien darf man als positiv einschätzen. Moritz Stoppelkamps Torriecher litt zwar in der vergangenen Saison unter Dauerschnupfen. So etwas lässt sich heilen. Gerade in der 3. Liga. Als Führungsspieler und Mann mit Bundesliga-Erfahrung tut der gebürtige Duisburger dem jungen Team sicher gut. Der MSV zitiert Moritz Stoppelkamp mit dem Satz: „Der MSV war und ist mein Verein, ich fühle mich mitschuldig, dass wir in der 3. Liga sind. Ich will und werde die Ärmel aufkrempeln und anpacken.“

Vincent Gembalies schaffte als Nachwuchsmann in der vergangenen Saison den Sprung in den Zweitliga-Kader. Für die 3. Liga ist der Innenverteidiger als hilfreich einzuschätzen. Sportdirektor Ivica Grlic bezeichnet ihn als „unser Top-Talent“.

Vorgestellt werden morgen als Neuzugänge: Joshua Bitter (Werder Bremen II), Arne Sicker (Holstein Kiel), Sinan Karweina (Sportfreunde Lotte), Arnold Budimbu (TSV Steinbach), Lukas Scepanik (Rot-Weiß Essen). Für die laufenden Saison haben Verträge: Thomas Blomeyer, Migel-Max Schmeling, Fabian Schnellhardt, Lukas Daschner, Ahmet Engin, Sebastian Neumann und Joseph Gyau. Zudem gab der MSV bekannt, dass man sich in Zukunft als Ausbildungsverein verstehe. Was das konkret bedeutet, ließ sich der Mitteilung nicht entnehmen. „Die neue Ära“, so der MSV, stehe in Verbindung damit, junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs verstärkt im Profibereich einzusetzen und junge Spieler mit Potenzial zu verpflichten.

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