Fußball

KFC Uerdingen zieht offenbar von Duisburg nach Düsseldorf um

Der KFC Uerdingen in der Schauinsland-Reisen-Arena – das dürfte sich für die Saison 2019/20 erledigt haben.

Der KFC Uerdingen in der Schauinsland-Reisen-Arena – das dürfte sich für die Saison 2019/20 erledigt haben.

Foto: firo/Jan Fromme

Duisburg/Krefeld.   Der Krefelder Drittligist trägt seine Heimspiele derzeit noch in der Duisburger Arena aus. Damit soll zur neuen Saison Schluss sein.

In der Duisburger Sportszene war die Anwesenheit des KFC Uerdingen im Wedauer Sportpark spätestens zu dem Zeitpunkt umstritten, als die Winterlaufserie des ASV Duisburg durch die Heimspiele des Fußball-Drittligisten gefährdet war. Hier musste unter anderem Oberbürgermeister Sören Link beim Deutschen Fußball-Bund intervenieren, um eine Verlegung des Heimspiels gegen Würzburg zu erwirken. Dinge dieser Art wird es künftig offenbar nicht mehr geben. „Zunächst hatte uns KFC-Geschäftsführer Frank Strüver darüber informiert, dass es im Laufe des Nachmittags Pressemeldungen zur Stadionfrage geben wird“, berichtet MSV-Sprecher Martin Haltermann. „Dann wurden wir informiert, dass der KFC seine Heimspiele in der kommenden Saison in Düsseldorf austragen wird.“ Weiterhin kann in der Grotenburg nicht gespielt werden.

Per se ist die Entscheidung erstaunlich – schließlich fasst die der Stadt gehörende Merkur-Spielarena in Düsseldorf 54.600 Zuschauer, während die Schauinsland-Reisen-Arena in Duisburg 31.500 Fans Platz bietet. Uerdingen bleibt bei seinen Zuschauerzahlen bislang aber vierstellig. Wie schon vor einem Jahr in Duisburg stellt sich nun in Düsseldorf die Frage, wo die KFC-Fans stehen sollen. Und wie in Duisburg gilt: nicht im Fanblock der Fortuna-Fans. Vor einigen Tagen kursierte die Meldung, dass der Drittligist aus Krefeld neben Duisburg auch mit Düsseldorf und Wattenscheid in Verhandlungen stehe.

Dirk Broska, Geschäftsführer der Stadionprojekt-Gesellschaft, sagte: „Wenn ich eine Ferienunterkunft suche, hole ich mir auch mehrere Angebote ein. Klar ist, dass für mich die Verhandlungen damit beendet sind.“

Wenig Begeisterung bei Fortuna Düsseldorf

Bei Fortuna Düsseldorf hält sich derweil die Begeisterung in Grenzen. „Unser Ziel ist es, dass die Arena eine Fortuna-Arena wird. Da hilft es nicht, wenn dort ein anderer Verein spielt. Es ergeben sich daraus Folgeprobleme, die wir noch gar nicht absehen können“, sagte Robert Schäfer, Vorstandsvorsitzender der Fortuna, gegenüber der Rheinischen Post.

Diese Situation wirft die Frage auf: Wo würde der KFC in dieser Saison ein mögliches Relegationsspiel austragen, wenn Uerdingen Dritter wird? „Der KFC hat nur einen Vertrag für die reinen Ligaspiele“, sagte Haltermann auf Anfrage der Sportredaktion Duisburg. Noch kurioser wäre die Situation, wenn der MSV in der 2. Liga Sechzehnter würde und es damit zu Spielen zwischen den Zebras und Uerdingen käme. Gerade die Fantrennung angesichts des unterschiedlichen Fanzuspruchs wäre beim KFC-„Heimspiel“ schwierig.

Offiziell wollte der KFC den Umzug gegenüber unserer Sportredaktion noch nicht bestätigen.

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