Eishockey

Knappe Derbyniederlage der Füchse Duisburg in Essen

Starke Parade: EVD-Torhüter Christian Wendler pariert gegen Essens Marc Zajic.

Starke Parade: EVD-Torhüter Christian Wendler pariert gegen Essens Marc Zajic.

Foto: Roland Christ

Duisburg  Der EVD verliert erstmals nach acht Siegen. Die Füchse haben den Ausgleich auf dem Schläger, doch U-20-Nationalkeeper Hane hält Essens Sieg fest.

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Acht Siege lang hat die Serie der Füchse gehalten – am Freitagabend hat es den Eishockey-Oberligisten EV Duisburg aber dann doch erwischt. Im Ruhrderby am Westbahnhof mussten sich die Schwarz-Roten den Moskitos Essen mit 2:3 (0:1, 1:1, 1:1) geschlagen geben.

„Wir sind sehr schlecht ins erste Drittel gekommen“, erklärte EVD-Trainer Uli Egen. „Essen hat aggressiv gespielt und ist in dieser Phase auch verdient in Führung gegangen. Wir haben da keine wirkliche Lösung gefunden“, so Egen, der später ergänzte: „Die Abstände zwischen Verteidigern und Stürmern haben nicht gestimmt.“ Mit dem weiteren Verlauf konnte sich Egen dann aber doch anfreunden. „Im zweiten und dritten Drittel war das ein ausgeglichenes Spiel. Am Ende hat Hendrik Hane im Essener Tor den Sieg für die Moskitos festgehalten. Da hatten wir doch mehrfach die Chance zum Ausgleich.“ Die wohl größte Gelegenheit zum 3:3 hatte Robin Slanina, der in der 57. Minute aufs Essener Tor zulief, aber von Hane gestoppt wurde. Der deutsche U-20-Nationaltorhüter, der die Nummer zwei der Düsseldorfer EG ist und am Freitag per Förderlizenz für Essen zum Einsatz kommen konnte, weil der DEL-Club bereits am Donnerstag gespielt hatte, hielt zudem noch einen Schlagschuss in der Schlussminute fest, als die Füchse in Überzahl ihren Torhüter Christian Wendler für einen sechsten Feldspieler vom Eis genommen hatten.

Auch Wendler bekam ein Lob von Egen, das sich der Goalie alleine schon mit einer Parade in der neunten Minute verdient hatte, als er eigentlich schon geschlagen auf dem Eis lag, dann aber doch noch die Scheibe fing, obwohl Essens Marc Zajic vor dem beinahe leeren Tor zum Abschluss kam. Zajic brachte seine Mannschaft in der 16. Minute dann aber doch noch in Führung – für ihn hatte übrigens der gebürtige Duisburger Valentin Pfeifer aufgelegt. Im ersten Drittel hatten sich die Füchse noch deutlich zu viele Fehler in der Defensive erlaubt und zudem einfach Puckverluste erzeugt. Das wurde im zweiten Drittel besser, allerdings nutzte Ex-Fuchs André Huebscher eine doppelte Überzahl aus, um auf 2:0 zu erhöhen (34.). Als Sam Verelst in der 36. Minute per Rebound nach einem Schuss von Matt Abercrombie auf 1:2 verkürzte hatte, setzten die Gäste zu einer Druckphase an, schafften aber vor der zweiten Pause keinen weiteren Treffer mehr.

Entscheidend war letztlich das 3:1 der Moskitos in der 43. Minute nach einem Duisburger Puckverlust in der eigenen Zone – erzielt von Lars Grözinger, einem weiteren früheren EVD-Spieler. Christian Wendler reklamierte zwar, doch der Treffer zählte. „Es könnte hoher Stock gewesen sein, das muss ich mir aber noch einmal auf dem Video ansehen“, sagte Egen im Anschluss ans Spiel. Knapp acht Minuten brachte Robin Slanina die Füchse noch einmal ins Spiel. Die alte Weisheit sagt: „Wenn du nicht weißt, wohin mit dem Puck, dann bring ihn aufs Tor.“ Das bewahrheitete sich, als die Scheibe irgendwie zum Anschlusstreffer ins Tor fiel. Die Füchse machten noch einmal Druck, der Spielstand änderte sich aber nicht mehr.

„Das hat heute Spaß gemacht. Die Jungs arbeiten in den letzten Wochen hart und haben sich dafür belohnt“, sagte Essens Trainer Larry Suarez, der wie gemeldet inzwischen auch offiziell Cheftrainer ist, nachdem sich der zuvor krankgeschriebene Frank Gentges von den Moskitos verabschiedet hatte und Trainer in Nimwegen geworden ist.

Für die Füchse geht es am Sonntag (18.30 Uhr, Jomizu-Arena) zu Hause weiter: Dann sind die Black Dragons Erfurt an der Wedau zu Gast.

Tore: 1:0 (15:02) Zajic (Pfeifer, Holzmann), 2:0 (33:26) Huebscher (Saccomani, Kreuzmann/5-3), 2:1 (35:31) Verelst (Abercrombie, Cespiva), 3:1 (42:53) Grözinger (Huebscher), 3:2 (52:11) Slanina (Lemmer, Tegkaev). Strafen: Essen 6, Duisburg 10. Zuschauer: 1907.

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