Bouldern

Monkeymania in Wanheim: 100 Kletterer waren am Start

Das Ziel im Blick: Beim Bouldern ist Kraft, Geschicklichkeit und Köpfchen gefragt.

Das Ziel im Blick: Beim Bouldern ist Kraft, Geschicklichkeit und Köpfchen gefragt.

Foto: Heinrich Jung / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren bei der Monkeymania dabei und bewiesen ihre Fähigkeit, Hindernisse in der Höhe zu überwinden.

In manchen Sportarten spielt die Körpergröße eine wichtige Rolle. So sind Basketballspielerinnen und -spieler oft groß gewachsen, während beispielsweise Turnsportler oft kleiner sind. „So pauschal kann man das beim Bouldern nicht sagen“, erklärt Jeanne Graeber und lässt ihren Blick über das Teilnehmerfeld der Monkeymania schweifen. „Natürlich“, fügt die Organisatorin an, „ist eine große Armspannweite von Bedeutung, aber kleine Menschen haben den Vorteil, dass sie leichter sind. Es gibt keine perfekte Größe.“ Neben klein und groß traf sich am vergangenen Wochenende in der Monkeyspot-Halle in Wanheim auch jung und alt zum Boulderwettkampf.

Mit großer Begeisterung berichtet Jeanne Graeber von ihrem Sport, dem Bouldern. Der Klettersport ist seit einigen Jahren im Aufwind und hat nun endgültig in Duisburg Fuß gefasst. Im Monkeyspot in Wanheim können sich Kletterbegeisterte auf einer 1300 Quadratmeter großen Boulderfläche austoben. Im Rahmen der Monkeymania bekamen Zuschauer einen detaillierten Einblick in die Sportart. „Die Halle ist sehr modern und auch für Anfänger geeignet“, weiß Graeber, die mit einem großen Team den sechsstündigen Fun-Wettbewerb in Duisburg veranstaltet hat. Neben über 100 vorangemeldeten Teilnehmern waren auch einige Kurzentschlossene am vergangenen Wochenende dabei. „Einige Teilnehmer sind extra aus Belgien angereist. Wir wollten eine breite Öffentlichkeit erreichen und das ist uns gelungen“, freut sich Graeber, die selbst einen vierten Platz beim Deutschen Bouldercup aufzuweisen hat.

Ab 2020 olympisch

Bouldern ist längst aus den Kinderschuhen gewachsen und wird 2020 erstmals Teil der Olympischen Spiele sein. „Das ist für unsere Sportart ein großer Erfolg. Wir erhoffen uns durch die gesteigerte Aufmerksamkeit mehr Zulauf“, beschreibt Jeanne Graeber, die nie davor scheut, die komplexe Sportart zu erklären: „Es gibt verschiedene Kletterrouten, die durch Farben in Schwierigkeitsstufen unterteilt sind. Zudem gibt es mehr Punkte, wenn man eine Kletterroute im ersten Versuch schafft.“ Um den sogenannten „Flash“ zu schaffen, ist auf gut Glück losklettern die falsche Devise. „Man muss sich die Kletterrouten von unten ganz genau angucken und im Kopf durchgehen“, rät Graeber. Dabei sei es hilfreich, nicht allein zu bouldern: „Ein Partner kann von unten wertvolle Anweisungen geben.“

Wie in anderen Sportarten steht auch beim Bouldern das Erfolgserlebnis im Vordergrund. „Am Ende geht es natürlich darum, die Kletterroute zu schaffen.“ Dabei sind neben Kraft vor allem Dynamik, Konzentration und Durchhaltewille gefragt. „Oft ist es Kopfsache“, weiß Graeber, die selbst fast täglich bouldert. Damit es ihr und den anderen Klettersportlern in Wanheim nicht langweilig wird, werden die Kletterrouten, auch Boulderprobleme genannt, von den Routenbauern wöchentlich neu gesteckt. „Das ist außergewöhnlich oft und da steckt eine Menge Arbeit hinter“, erklärt Graeber, die am Bouldern vor allem das Miteinander schätzt: „Jeder motiviert sich gegenseitig. Natürlich will man sich immer übertrumpfen. Der Sport lebt von der Gemeinschaft.“

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