Frauenfußball-Bundesliga

MSV Duisburg ist beim Spitzenreiter ohne Chance

Geldona Morina (links) und Dörte Hoppius nehmen hier VfL-Spielerin Pernille Harder in die Zange. Insgesamt war der MSV in Wolfsburg aber chancenlos.

Geldona Morina (links) und Dörte Hoppius nehmen hier VfL-Spielerin Pernille Harder in die Zange. Insgesamt war der MSV in Wolfsburg aber chancenlos.

Foto: Michael Täger/Imago

Duisburg.   MSV kassiert die erwartete Niederlage bei Spitzenreiter VfL Wolfsburg. Weil Leverkusen ebenfalls verliert, ist Abstand auf Abstiegsränge gewahrt.

Lea Schüller dürfte bei den Fußballerinnen des MSV Duisburg am Ostermontagnachmittag einigermaßen hoch im Kurs gestanden haben – dabei spielt sie für den Ruhrrivalen SGS Essen. Sie erzielte aber in der Nachspielzeit das 2:2 für ihr Team gegen den SV Werder Bremen und verhinderte so, dass die Hanseatinnen den Zebras in der Frauenfußball-Bundesliga noch ärger auf die Pelle rückten. „Wir sind natürlich froh, dass Lea dieses Tor gemacht hat, wobei ein 2:2 der Bremerinnen bei uns natürlich keine Jubelschreie auslöst“, sagt MSV-Trainer Thomas Gerstner. „Aber es ist besser für uns als ein Bremer Sieg.“ Der MSV selbst stand wie erwartet beim Tabellenführer VfL Wolfsburg auf verlorenem Posten. Mit 0:5 (0:2) verloren die Duisburgerinnen – und auch in der Höhe ging dieses Ergebnis in Ordnung.

Schnelle Entscheidung

„Wolfsburg hat wirklich ein sehr gutes Spiel gemacht“, sagte Gerstner. „Wir haben uns, so gut es ging, gewehrt. Aber mehr ging fast nicht“, so der Coach. Gerade mit den ersten zehn Minuten war MSV-Trainer äußerst einverstanden, doch kurz danach war die Partie bereits entschieden. Ewa Pajor musste nach einer Viertelstunde nur den Fuß in eine Flanke halten, um das 1:0 zu erzielen; zwei Minuten später war Yvonne Zielinski zwar nahe bei Zsanett Jakabfi, konnte ihren Abschluss zum 2:0 aber dennoch nicht verhindern. Schon zu diesem Zeitpunkt war klar, dass nun kaum noch etwas gelingen könnte. Viel zu selten war der MSV in der Offensive zu finden – den ersten Torschuss gab es gar erst in der 27. Minute. Danach traute sich der MSV immer mal wieder nach vorne, blieb aber zu ungefährlich. Vier Minuten vor der Pause hatte Claire O’Riordan Glück, weiter mitmachen zu dürfen. Ihr Foul an Ewa Pajor hätte gut und gerne als Notbremse ausgelegt werden können; Schiedsrichterin Christine Weigelt beließ es aber bei der gelben Karte.

Vier Minuten nach der Pause hatte Nilla Fischer wenig Mühe, auf 3:0 zu erhöhen. Pernille Harder (72.) und die Ex-FCR-Spielerin Alexandra Popp (79.) – Letztere per Lupfer aus dem Stand – sorgten für den 5:0-Endstand. Eine Duftmarkte setzte O’Riordan neun Minuten vor dem Ende, als sie Popp spüren ließ, was unter irischer Härte zu verstehen ist. „Wir haben den Abstand auf die Abstiegsränge gewahrt, weil Leverkusen auch verloren hat“, bewertete Gerstner den Spieltag. Drei Partien vor Saisonende hat der MSV vier Punkte Vorsprung auf den elften Platz.

VfL Wolfsburg –
MSV Duisburg 5:0 (2:0)

MSV: Kämper – Moore, O’Riordan (83. Gottschling), Haršányová, Lange – Morina (87. Angerer), Zielinski, Dunst, Radtke – Hoppius, Makas (74. Halverkamps).
Tore: 1:0 Pajor (15.), 2:0 Jakabfi (17.), 3:0 Fischer (49.), 4:0 Harder (72.), 5:0 Popp (79.).

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