3. Liga

Neustart des MSV Duisburg hängt weiter an der Politik

Die 3. Liga soll noch in diesem Monat in die Duisburger Arena zurückkehren.

Die 3. Liga soll noch in diesem Monat in die Duisburger Arena zurückkehren.

Foto: via www.imago-images.de / imago images/MaBoSport

Duisburg.  Der DFB stellte seinen Plan für die Fortsetzung der 3. Liga und der Frauen-Bundesliga vor. Gewissheit hat der MSV Duisburg aber immer noch nicht.

Sie sollen spielen. Das bekräftigte der Deutsche Fußball-Bund am Montag in Anschluss an seine Präsidiumssitzung. Demnach soll es am 26. und 27. Mai mit dem 28. Spieltag der 3. Fußball-Liga losgehen. Der MSV Duisburg wäre dann im Grünwalder Stadion beim TSV 1860 München zu Gast – natürlich ohne Zuschauer.

Am folgenden Wochenende würde dann der FC Carl Zeiss Jena an der Wedau aufschlagen. Und bei Jena sind wir schon beim Kernproblem angekommen. In Jena verbietet die Politik nicht nur Wettkämpfe, sondern bis zum 25. Mai ist dort sogar das Mannschaftstraining untersagt. Derzeit weigert sich die Politik, Ausnahmeregelungen zu erteilen.

Der DFB teilte am Montag mit, mit der Politik in „intensivem Austausch“ zu stehen. Ohne grünes Licht der Länder und Kommunen wird die Liga nicht starten können. Den Ansatz, dass Spiele auf neutralem Boden stattfinden könnten, kommentierte Jens Rauschenbach, Präsident des Halleschen FC, gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung so: „Dem DFB ist es egal, ob wir auf dem Mond oder in Weißrussland spielen.“

Sollte gespielt werden, erwartet den MSV ein strammes Programm mit elf Partien bis zum 30. Juni. Die Relegation zur 2. Liga soll in der ersten Juli-Woche folgen.

Für die Frauen des MSV Duisburg soll es am 29. Mai in der Bundesliga weitergehen. Sieben Spiele stehen für das Team von Trainer Thomas Gerstner noch aus – darunter die Nachholpartie gegen den 1. FC Köln.

Erste Corona-Tests beim MSV Duisburg

Die MSV-Profis – am Vormittag die Männer, am Nachmittag die Frauen – unterzogen sich am Montag in der Arena den Corona-Tests. Gegen Ende der Woche folgt eine zweite Testreihe.

Abseits von Corona müssen sich die Zebras auch mit den Alltagsproblemen einer Fußball-Mannschaft befassen. Aktuell sind Petar Sliskovic, Matthias Rahn, Max Jansen und Migel-Max Schmeling angeschlagen und müssen im Training kürzer treten. So etwas gehört zum Geschäft. In einer Phase, in der fünf englische Wochen auf die Zebras zukommen können, wird Trainer Torsten Lieberknecht auch leichte Blessuren mit größerer Sorge betrachten.

MSV Duisburg befürwortet Abbruch in der Jugend-Bundesliga

Am Montag positionierte sich der MSV Duisburg zur Frage, wie es mit den Jugend-Bundesligen weitergehen wird. Wie viele andere Klubs plädiert der MSV für einen Abbruch ohne Absteiger. Der DFB-Bundestag wird darüber am 25. Mai entscheiden, ein Votum für einen Abbruch gilt als Formsache.

Damit würden in der nächsten Saison in der A- und B-Jugend-Bundesliga 17 Teams kicken. Die U 17 müsste eine weitere Runde in der Niederrheinliga auf sich nehmen. Der MSV belegt dort aktuell Platz zwei. „Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir noch eine Chance auf den Aufstieg gehabt hätte“, sagt Jugendcheftrainer Uwe Schubert.

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