Hockey-EM

Pia Maertens steht mit DHB-Team im EM-Finale

Pia Maetens (2. von rechts) setzt sich gegen ihre spanischen Gegenspielerinnen durch. 

Pia Maetens (2. von rechts) setzt sich gegen ihre spanischen Gegenspielerinnen durch. 

Foto: Virginia Mayo / dpa

Duisburg  Die Nationalmannschaft der Frauen gewinnt mit 3:2 gegen Spanien und steht im Finale der EM gegen die Niederlande. Titel für Pia Maertens möglich.

Das Finale ist erreicht! Pia Maertens wird mit der deutschen Hockey-Nationalmannschaft der Frauen am Sonntag (16 Uhr, live in der ARD) um die Europameisterschaft spielen. Im Halbfinale setzte sich die Mannschaft von Bundestrainer Xavier Reckinger mit 3:2 (1:1) durch. Gegner ist Weltmeister Niederlande, der im parallelen Halbfinale das Team aus England mit 8:0 vom Platz fegte.

Emotion gegen Köpfchen – so in etwa hatte auch die Duisburgerin Pia Maertens das Spiel erwartet. Die Spanierinnen versuchten, die deutsche Mannschaft früh unter Druck zu setzen, doch die DHB-Auswahl nahm klug die Hektik aus dem Spiel. Die ersten Chancen gehörten ebenfalls der deutschen Mannschaft – das erste Tor erzielte allerdings Maria Lopez in der 14. Minute für Spanien. Die Deutschen überstanden danach eine doppelte Unterzahl – und rissen das Spiel dann an sich. Pia Maertens holte die erste Strafecke für ihr Team heraus. Diese führte zwar nur zu einer langen Ecke, in deren Anschluss aber Cecile Pieper das 1:1 gelang (22.). Deutschland blieb dran, hatte Chancen, auch durch Maertens. Die Führung fiel aber erst nach der Halbzeitpause. Hannah Glabac traf im Anschluss an eine kurze Ecke. Doch gewonnen war die Partie noch nicht. Der Sieger der Gruppe A nutzte einen deutschen Ballverlust durch Marta Segu, die den Ball per Rückhand unter die Latte nagelte. Verlängerung also? Das beantwortete die deutsche Mannschaft mit einem satten: Nein! In der Schlussminute gab es Strafecke, die Nike Lorenz zum Siegtreffer kurz vor dem Ende ausnutzte. Gegen Irland hatten die Deutschen noch acht kurze Ecken ausgelassen, diesmal nutzte die DHB-Auswahl zwei von drei Gelegenheiten.

„Ich fand uns am Anfang ein bisschen zu schüchtern, aber die zweite Halbzeit war klar besser. Für mich ist es toll zu sehen, dass die Mädels alles wir uns erarbeitet haben, jetzt umsetzen. Da möchte ich meinen Staff besonders loben, der die Mädels top vorbereitet. Jetzt ist der EM-Titel möglich und die direkte Olympia-Qualifikation auch noch“, freute sich Reckinger.

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