Fußball

Sadiklar trifft viermal für Genc – Kuta doppelt für den FSV

Kein Grund, böse zu gucken: Meik Kuta traf zweimal beim 3:2-Sieg des FSV in Rellinghausen.

Kein Grund, böse zu gucken: Meik Kuta traf zweimal beim 3:2-Sieg des FSV in Rellinghausen.

Foto: Mark Bohla

Duisburg.  Die beiden Duisburger Fußball-Landesligisten feiern Siege bei ihren Gastspielen in Essen. Für den DSV 1900 reicht es zum ersten Auswärtspunkt.

Während Hamborn 07 den Spieltag in der Fußball-Landesliga mit einer Heimniederlage in den Sand setzte, machten es die drei Lokalrivalen bei ihren Auswärtsaufgaben durchweg besser. Der FSV und der SV Genc Osman brachten sogar jeweils drei Punkte aus Essen mit.

ESC Rellinghausen – FSV Duisburg 2:3 (0:3): 3:0 zur Pause – klingt nach einer eindeutigen Angelegenheit. Die hatte FSV-Trainer Markus Kowalczyk aber gar nicht gesehen. „Das Spiel war im Prinzip die ganze Zeit über ausgeglichen“, schilderte er. Der Unterschied: Die Gäste nutzten ihre Chancen vor dem Wechsel konsequenter. Für den verletzten Boran Sezen war Meik Kuta in die Startelf gerückt – freilich nicht auf dessen Platz in der Sturmmitte, sondern ins rechte Mittelfeld, aus dem dafür Nermin Badnjevic ins Angriffszentrum wechselte. Doch die Rolle des Torjägers nahm trotzdem Kuta ein, der gleich zweimal zulangte. Sowohl in der sechsten als auch in der 30. Minute verwertete er jeweils ein Zuspiel von Hilal Ali Khan. Zwischendrin köpfte Emir Alic nach einem Karpuz-Freistoß ein (30.). Nach dem Wechsel legte Rellinghausen aber einen Zahn zu und machte es spätestens ab der 70. Minute spannend. Der Anschluss in letzter Minute durch einen verwandelten Foulelfmeter kam aber aus Sicht der Gastgeber zu spät.

SpVgg Steele 03/09 – SV Genc Osman Duisburg 2:4 (2:2): Was für ein Tag für Samet Sadiklar. Der Genc-Stürmer erzielte alle vier Neumühler Tore beim letztlich klar verdienten Sieg gegen den Kellerkind aus Essen. „Wir hatten da eine Idee“, sagte Trainer Ilyas Basol. So wollte Genc die Gastgeber mit einem 3-4-3-System überraschen, was zunächst auch gelang. Denn nach rund 20 Sekunden erzielte Sadiklar das erste seiner vier Tore. Dann jedoch kamen die Gäste mit ihrem eigenen System in der Defensive nicht mehr zurecht, was Steele durch Ali Al-Hakim (12.) und Louis Smeilus (21.) zur zwischenzeitlichen Führung nutzte. „Wir haben dann wieder auf 4-2-3-1 umgestellt“, berichtete Basol – und fortan waren die Neumühler die klar tonangebenden Mannschaft. Bereits in der 31. Minute gelang Sadiklar der 2:2-Ausgleich. Alle Duisburger Tore fielen nach dem gleichen Schema: Angriff über außen, Flanke auf den kurzen Pfosten – drin. In der zweiten Halbzeit war sogar noch mehr möglich, Letztlich machte Sadiklar per Doppelschlag in der 62. und 64. Minute alles klar. Ärgerlich: Salih Altin und Deniz Zarifoglu mussten verletzt ausgewechselt werden.

MSV Düsseldorf – Duisburger SV 1900 0:0: Es ist ein Punkt! Der auswärts bisher nicht optimal agierende DSV konnte sich über einen verdienten Punktgewinn in der Landeshauptstadt freuen und hatte letztlich sogar die klareren Chancen, um mit einem Erfolg nach Hause zu fahren. „Die ersten 15 Minuten der ersten und die 15 bis 20 Minuten Minuten der zweiten Hälfte gehörten dem MSV“, so Trainer Julien Schneider. In der restlichen Spielzeit gaben allerdings die Wanheimer­orter den Ton an. „Gerade in der zweiten Halbzeit hatten wir zwei hundertprozentige Chancen“, so Schneider. Erst kratzte MSV-Keeper Kaan Uysal einen Ball so gerade eben noch von der Linie, dann tauchte Marcel Vogel alleine vor dem Düsseldorfer Tor auf, scheitert aber. Mit dem Punkt war Schneider letztlich zufrieden. „Wir machen einen Entwicklungsprozess“, erklärte er. „Wir haben zu null gespielt, weil wir in der Defensive sehr gut gespielt haben. Zudem haben wir einen Punkt gesammelt und einen Gegner auf Distanz gehalten.“ Fatih Ünal musste früh mit Magenproblemen passen; Moritz Bergmann musste mit Leistenbeschwerden raus.

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