Fußball

TuRa 88 Duisburg hat wieder eine schwere Saison vor sich

Kein leichter Job: Sakis Papachristos ist bei TuRa als Trainer und 1. Vorsitzender gefordert.

Kein leichter Job: Sakis Papachristos ist bei TuRa als Trainer und 1. Vorsitzender gefordert.

Foto: Fabian Strauch / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Beim Trainer und 1. Vorsitzenden Sakis Papachristos schwindet der Spaßfaktor. Zum Start gab es für den A-Kreisligisten eine 0:3-Niederlage.

Früher, so muss Sakis Papachristos feststellen, hat alles irgendwie mehr Spaß bereitet. Der Fußball und der ganze Rest. Mit mittlerweile 61 Jahren könnte er im Prinzip auch allmählich mal ans Aufhören denken. Nur: Wer macht’s dann? Nicht nur der Trainerposten, auch das Amt des 1. Vorsitzenden bei TuRa 88 Duisburg müsste dann neu besetzt werden – und gerade für den letzteren Job stehen Bewerber bekanntlich nicht Schlange. Also zieht der Gastronom aus Buchholz am Kammerberg noch einmal dran und kämpft mit dem Neudorfer A-Kreisligisten wieder gegen den Abstieg. Mehr dürfte beim einstigen Niederrheinligisten auch in dieser Saison nicht drin sein.

Keine großen Sprünge möglich

„Wenn das liebe Geld fehlt, ist das nun einmal das größte Problem“, bringt Papachristos auf den Punkt, woran es bei TuRa notorisch mangelt. Die sechsstelligen Schulden aus der Zeit in höheren Klassen sind inzwischen abgetragen, aber große Sprünge sind trotzdem nicht möglich. „Sobald für Spieler, die bei uns eine gute Saison hatten, Angebote von finanzkräftigeren Vereinen kommen, sind sie alle weg“, sagt der Trainer und Vereinschef.

Verlassen kann sich Papachristos auf einen harten Kern. Dazu gehören seine Söhne Fotios und Stefanos sowie Eigengewächs und Kapitän Marvin Martin. Eine weitere feste Größe ist einer, der sich schon längst zu den Alten Herren verabschiedet hatte: Yahya Yanilmaz. „Für sein Alter ist er noch in einer hervorragenden Verfassung“, so Sakis Papachristos. Ein weiterer Oldie kam mit Tacettin Kocao, zuletzt bei der Reserve des DSV 1900 am Ball, dazu.

Ansonsten steckt eher wenig Erfahrung im Kader. Zum Auftakt gab es ein 0:3 gegen die neue Spielgemeinschaft aus der DJK Wanheimer­ort und dem FC Taxi, was für den Trainer aber kein Beinbruch war: „Wir haben nicht schlecht gespielt, nur ein, zwei Fehler zu viel gemacht. Die Jungs müssen sich noch an das Tempo in der Kreisliga A gewöhnen, aber das Potenziel ist da.“ Bedauerlich findet Papachristos, dass die zweite Mannschaft mangels Masse abgemeldet werden musste. Die ebenfalls in der B-Liga spielende „Dritte“, ursprünglich als eine Art Verein im Verein hinzugestoßen, habe sich inzwischen aber bestens integriert: „Das sind richtig gute Jungs, die uns sehr geholfen haben.“

Am Sonntag wartet auf TuRa eine schwere Aufgabe, wenn es zum SV Heißen geht. „Das ist für mich der Favorit Nummer eins. Aber am Ende kochen die auch nur mit Wasser“, sagt Sakis Papachristos.

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