Fußball

Verjüngungskur beim SV Genc Osman Duisburg

Der Kader für die zweite Landesligasaison von Genc Osman: (hinten von links) Samet Sadiklar, Burak Bayram, Hüseyin Ünal, Murat Alkurt, Justin Bock, Valdet Totaj, Salih Altin; (Mitte von links) Torwarttrainer Ibrahim Atay, Physiotherapeut Hasan Yoldas, Bilal Turgut, Burak Akarca, Mirac Akgün, Emre Onur, Trainer Marcin Baluch und Fatih Altin; (vorn von links) Takumi Shida, Furkan Akay, Ali Basaran, Abdullah Daghan, Samed Basol, Adnan Laroshi, Mehmet Ali Cengiz, Deniz-Steven Zarifoglu, Hakan Uzun.  

Der Kader für die zweite Landesligasaison von Genc Osman: (hinten von links) Samet Sadiklar, Burak Bayram, Hüseyin Ünal, Murat Alkurt, Justin Bock, Valdet Totaj, Salih Altin; (Mitte von links) Torwarttrainer Ibrahim Atay, Physiotherapeut Hasan Yoldas, Bilal Turgut, Burak Akarca, Mirac Akgün, Emre Onur, Trainer Marcin Baluch und Fatih Altin; (vorn von links) Takumi Shida, Furkan Akay, Ali Basaran, Abdullah Daghan, Samed Basol, Adnan Laroshi, Mehmet Ali Cengiz, Deniz-Steven Zarifoglu, Hakan Uzun.  

Foto: Genc Osman

Duisburg.  Der Verein aus dem Duisburger Norden bestreitet sein zweites Landesligajahr. Der Start ist gelungen, doch die Ziele bleiben moderat.

Der SV Genc Osman Duisburg ist kein gewöhnlicher Fußball-Landesligist. Bei der Vereinsgründung im Jahr 2007 hatten die Verantwortlichen den Leistungssport noch gar nicht auf dem Schirm. „Wir haben Jugendarbeit gemacht. Der Sport sollte eine Stütze dafür sein“, erinnert sich Genc-Funktionär Erkan Üstünay.

Mittlerweile sind die Neumühler zu einer neuen Kraft im Duisburger Amateurfußball aufgestiegen. Der Verein ist in seine zweite Landesliga-Saison gestartet. Die Verantwortlichen geben sich defensiv, sprechen vom „schweren zweiten Jahr“. Trotzdem: Die Mannschaft hat die Qualität, um oben mitzuspielen. „Wenn wir aufsteigen können, nehmen wir das natürlich mit. Aber das ist nicht unser Saisonziel“, sagt Üstünay. So sieht es auch Flügelspieler Justin Bock: „Wir wollen in erster Linie den Klassenerhalt schaffen. Die Liga ist stark besetzt.“

Vier Duisburger Teams in der Landesliga

Mitnehmen würden die Neumühler auch die inoffizielle Stadtmeisterschaft in der Liga, in der vier Duisburger Teams am Start sind. Sollte das klappen, wäre Genc die Nummer drei hinter dem MSV und dem VfB Homberg in der Stadt.

Ungewöhnlich ist auch, dass der Cheftrainer den größten Teil der Sommervorbereitung sowie die ersten Spiele, einschließlich des FVN-Pokalmatchs bei Rot-Weiß Essen, verpasst hat. Ilyas Basol macht Urlaub in der Türkei und wird erst in der kommenden Woche per Auto die Heimreise antreten.

Ein Problem ist das für die Neumühler nicht. In der letzten Saison gehörten zeitweise vier Trainer dem Stab an. Für das Pokalspiel in Essen ließ Basol Ex-Coach Heiko Heinlein „einfliegen“, um Marcin Baluch zu unterstützen. Baluch war in diesem Jahr für die Saisonvorbereitung zuständig und ist auch bei den ersten Spielen der verantwortliche Mann an der Seitenlinie. „Die Mannschaft hat gut gearbeitet, die Vorbereitung war sehr erfolgreich“, unterstreicht der Coach.

Der SV Genc Osman hat seine Mannschaft verjüngt – der Altersschnitt liegt knapp über 23 Jahre – und neu strukturiert. Dieser Prozess begann allerdings schon in der letzten Winterpause. Spieler wie Justin Bock und Valdet Totaj gaben der Mannschaft ein neues Gesicht. Genc belegte in der Rückrunden-Tabelle Platz vier, in der Endabrechnung landete der Aufsteiger auf dem sechsten Platz. Mehr war nicht drin, weil das Team den Saisonstart verpatzt hatte.

Genc legte einen perfekten Saisonstart hin. Dem 3:0-Sieg beim VfB Solingen – Baluch: „Endlich haben wir seit vier Jahren wieder ein Auftaktspiel gewonnen“ – folgte am Mittwochabend der 2:1-Sieg im dramatischen Derby gegen den Lokalrivalen FSV Duisburg.

Altin ist der Kopf der Mannschaft

Kopf und Identifikationsfigur der Mannschaft ist Abwehrchef Salih Altin. Der 32-Jährige hatte im Sommer seinen Vertrag bis 2022 verlängert. Auch abseits des Platzes ist Altin eine zentrale Figur, er soll in die Rolle des Sportlichen Leiters hineinwachsen.

Altin ist Bestandteil der schlagkräftigen Achse, die das Herzstück der Mannschaft ist. Altin in der Abwehr-Zentrale, Samed Basol im zentralen Mittelfeld, Samet Sadiklar in der Sturmspitze – mit dieser Qualität muss sich Genc vor keinem Gegner der Liga verstecken.

Sieben Neuzugänge kamen im Sommer an die Oberhauser Allee – allesamt junge Spieler, die noch viel Entwicklungspotenzial aufweisen. Der Verein will nicht den schnellen Erfolg, sondern eine Mannschaft aufbauen, die mittelfristig dann aber doch das Zeug haben soll, in die Oberliga aufsteigen zu können. Marcin Baluch ist stolz auf den Umbruch und die Verjüngung. „Endlich haben wir das, was wir immer schon wollten“, sagt der 39-Jährige, der selbst noch für Genc in der Bezirksliga gekickt hat. Baluch: „Es macht einfach Spaß, mit den Jungs zu arbeiten.“

Auch im zweiten Landesliga-Jahr betreten die Neumühler Neuland. Durch den Wechsel in die Gruppe 1 hat es Genc Osman Duisburg mit einigen unbekannten Gegnern aus dem Düsseldorfer und dem Bergischen Raum zu tun. „Die Liga ist viel stärker als im vergangenen Jahr“, sagt Funktionär Erkan Üstünay, der noch einmal auf die Anfänge des Vereins zurückblickt und die Entwicklung einordnet: „Es ist für uns eine Ehre, in dieser Liga spielen zu dürfen.“

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