Fußball

VfB Homberg schafft gegen Speldorf einen Rekordsieg

Torschützen unter sich: Patrick Dertwinkel (rechts), der diesmal die Kapitänsbinde trug und das 3:0 beisteuerte, klatscht mit Marvin Lorch ab, dem zuvor das 2:0 gelungen war.

Torschützen unter sich: Patrick Dertwinkel (rechts), der diesmal die Kapitänsbinde trug und das 3:0 beisteuerte, klatscht mit Marvin Lorch ab, dem zuvor das 2:0 gelungen war.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi

Duisburg.   Der Absteiger aus der Oberliga ist beim Duisburger Meister völlig chancenlos. Am Ende setzen sich die Gastgeber fast zweistellig durch.

Was er nach diesem Spiel empfinde? „Stolz“, antwortete Stefan Janßen. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, die weiter von Anfang an gewillt war, das Spiel zu gewinnen – und das so souverän wie möglich“, führte der Trainer des VfB Homberg weiter aus. Im drittletzten Spiel, bevor sich die Fußballer vom Rheindeich aus der Oberliga in Richtung Viertklassigkeit verabschieden, zeigten sie noch einmal, wie sehr sie dieser Spielklasse entwachsen sind. Nach 90 Minuten hieß es gegen den VfB Speldorf, der seinerseits eine Etage tiefer weitermachen muss, 9:1 (5:0) – „der höchste Sieg unserer Oberliga-Geschichte“, erklärte Janßen.

Für einen der elf Akteure in der Homberger Startaufstellung war es zudem ein ganz besonderes Erlebnis. Angesichts des Umstandes, dass es für beide Teams um nichts mehr ging, konnte Stefan Janßen bedenkenlos seinen dritten Keeper Andreas Kossenjans mit einem Einsatz über 90 Minuten belohnen. „Er wird zwar auch weiter in unserem Kader bleiben, aber es ist natürlich möglich, dass dies sein letztes Pflichtspiel für den VfB war“, so der Coach. Das Risiko war aus zweierlei Gründen kein wirkliches: zum einen, weil „Kosse“ ja immer noch in guter Form ist und das einmal mehr unter Beweis gestellt hat. Zum anderen, weil die Angriffsversuche der Mülheimer sich in engen Grenzen hielten.

Kücükarslan trifft in der ersten Minute

Das war insofern kein Wunder, da der gastgebende VfB dem gastierenden VfB schon in den ersten fünf Minuten des Spiels jegliche Motivation raubte, trotz des bereits vollzogenen Abstiegs noch einmal ein bisschen Gegenwehr auf den Platz zu bringen. Viele Zuschauer bekamen das erste Tor gar nicht mit, weil Schiedsrichter Benedikt Langenberg überpünktlich den Anpfiff ausführte und es danach nur wenige Sekunden dauerte, ehe Tevfik Kücükarslan für die Führung sorgte. Beim 2:0 durch Marvin Lorch waren noch keine fünf Minuten absolviert. Patrick Dertwinkel per Kopfball (16.) und Danny Rankl, der zuvor schon den Pfosten getroffen hatte, im Liegen (21.) setzten das fröhliche Toreschießen fort, ehe es ein wenig beschaulicher wurde. Pierre Nowitzki schlug dann immerhin vier Minuten vor dem Seitenwechsel noch einmal zu.

Duplizität der Ereignisse: Nach Wiederbeginn dauerte es wieder keine ganze Minute bis zum ersten Treffer – erneut durch Rankl. Das 7:0 steuerten dann die Gäste mal selbst bei, indem Kapitän Ryota Nakaoka die Kugel vor dem einschussbereiten Dertwinkel über die Linie stocherte (63.). Erst kurz darauf musste Andreas Kossenjans bei einer Hereingabe von Yutaka Abe erstmals überhaupt eingreifen; wenig später gelang es Abe sogar, den Routinier zum Speldorfer Ehrentor zu überwinden. Nachdem der eingewechselte Dennis Wibbe den alten Abstand wieder hergestellt hatte, ging der VfB auf Rekordjagd – die alte Bestmarke rührte vom 8:0 der Vorsaison gegen den FSV Vohwinkel her. Mit der letzten Aktion des Spiels krönte Danny Rankl einen weiteren historischen Tag.

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