Regionalliga

VfB Homberg vor dem Abstiegsduell in Haltern unter Druck

So war’s im Hinspiel: Nurettin Kayaoglu (links) bejubelte seinen einzigen Treffer im VfB-Trikot – das er dann abstreifte.

So war’s im Hinspiel: Nurettin Kayaoglu (links) bejubelte seinen einzigen Treffer im VfB-Trikot – das er dann abstreifte.

Foto: firo Sportphoto / Volker Nagraszus / firo Sportphoto

Duisburg.  Der VfB Homberg spielt am Samstag in der Regionalliga beim Mitaufsteiger TuS Haltern. Die Duisburger hoffen auf den ersten Sieg des Jahres.

An Motivation wird es den Regionalliga-Kickern des VfB Homberg am Samstag nicht mangeln, wenn um 14 Uhr der Anpfiff in der Stauseekampfbahn ertönt. Das Aufsteiger-Duell mit dem TuS Haltern am See ist zugleich Kellerduell. Und in diesem könnte der VfB den drei Zähler entfernten TuS von dessen 15. Platz in der Tabelle verdrängen. Dafür wäre allerdings ein Sieg mit drei Toren Differenz nötig. Dabei würde der Hombergern nach drei Nullnummern in Folge überhaupt einmal der erste Erfolg in diesem Jahr genügen. Der wäre heute im Kampf um den Klassenerhalt dafür umso wichtiger.

Stefan Janßen würde sogar einen Verlauf wie im Hinspiel in Kauf nehmen – wenn er beim Wiedersehen heute umgekehrt verlaufen würde. „Drei Gegentore müssen nicht unbedingt sein, aber wenn wir am Ende die drei Punkte kriegen, bin ich einverstanden“, sagt der Coach mit Rückblick auf das Duell am Rheindeich, das die Gelb-Schwarzen nach einer 3:1-Führung bei hochsommerlichen Temperaturen noch mit 3:4 an Haltern abgaben – was heute für einen weiteren Motivationsschub bei seinen Kickern sorgen könnte.

Um die Einstellung seiner Jungs müsse er sich aber ohnehin nie sorgen, stellt Janßen klar. „Wir sind grundsätzlich immer hochmotiviert“, betont der Coach, „unsere schlechte Platzierung und Punktzahl hat nichts mit Motivation oder Wille zu tun. An der richtigen Einstellung hat es uns in keinem Spiel gemangelt.“

Kayaoglu wechselte die Seiten

Wie wichtig das Kellerduell für den VfB ist, steht dabei außer Frage: „Wir wissen natürlich um die Bedeutung des Spiels, und wir wissen auch, dass wir es gewinnen können. Wir spielen gegen einen der wenigen Gegner in dieser Liga, der ähnliche Voraussetzungen wie wir vorfindet.“ Janßen schiebt nach. „Wenngleich Haltern in der Winterpause noch einmal in einem Maße auf dem Transfermarkt zugeschlagen hat, das uns nicht möglich gewesen wäre.“ Mit Berkant Canbulut und Emre Yesilova hat der Klub um seinen Vorsitzenden Christoph Metzelder zwei regionalligaerfahrene Mittelfeldspieler von der zurückgezogenen SG Wattenscheid 09 an Bord geholt, von Oberligist Westfalia Herne kam Verteidiger Enes Schick, zuletzt noch Offensivmann Julian Büscher vom kanadischen Erstligisten Cavalry FC – und nicht zuletzt, aber aus VfB-Sicht um so interessanter, heuerte Nurettin Kayaoglu am Stausee an.

Im Hinspiel trug der Außenspieler mit seinem einzigen Treffer im gelb-schwarzen Dress noch zur 3:1-Führung des VfB bei, ehe er – verwarnt fürs anschließende Trikot-Ausziehen – gelb-rot-gefährdet vom Platz musste. Im Anschluss drehte der TuS das Spiel. Dass der Neuzugang ausgerechnet zum Konkurrenten im Abstiegskampf wechselte, weckt bei Janßen, der bis auf den gelbgesperrten Thorsten Kogel auf einen vollen Kader zurückgreifen kann, beim heutigen Wiedersehen keine Emotionen: „Von meiner Seite hängt da nichts nach.“

Kayaoglu indes könnte womöglich besonders motiviert sein...

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