Wasserball

Vitor Pavicic-Capucho kehrt zum ASC Duisburg heim

Künftig schnürt Vitor Pavicic-Capucho wieder die schwarz-gelbe Kappe.

Künftig schnürt Vitor Pavicic-Capucho wieder die schwarz-gelbe Kappe.

Foto: Zoltan Leskovar / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Wasserballer Vitor Pavicic-Capucho fühlte sich in Hannover nicht wohl und kehrt nun nach nur einem Jahr zum ASC Duisburg zurück.

Rückkehrer haben dieser Tage Hochkonjunktur beim ASC Duisburg, so scheint es. Vor einigen Wochen erst kündigte Stratos Manolakis ein Comeback für die kommende Saison in der Deutschen Wasserball-Liga an. Dann wird es beim Traditionsverein auch ein Wiedersehen mit Erfolgstrainer Arno Troost geben – als Sportlicher Leiter. Nun kehrt ein weiterer „verlorener Sohn“ zu den Amateuren heim. Vitor Pavicic-Capucho schnürt nach einem Jahr bei den White Sharks Hannover künftig wieder die gelb-schwarze Badekappe.

Nie heimisch geworden

Sein Abschied vor einem Jahr kam überraschend. „Ich wollte meine Mutter entlasten, wegen der ganzen Fahrerei. Ich hätte zu dem Zeitpunkt ja auch noch nicht alleine in Duisburg wohnen können“, erklärt der 18-Jährige seine damaligen Beweggründe für den Wechsel. Mehrmals in der Woche hatte seine Mutter den Nachwuchsnationalspieler von Hamm nach Duisburg gefahren. Zweifelsohne eine Belastung.

So entschied sich der Schüler, seine Zelte in der Heimat abzubrechen, heuerte bei den White Sharks an und besuchte in Hannover das Sportinternat.

Nach wenigen Monaten in Niedersachsen reifte jedoch in Vitor Pavicic-Capucho die Erkenntnis: „Es war ein Fehler.“ In Hannover fühlte sich der Jugendliche nie richtig heimisch. „Die Atmosphäre, das Training, alle kannten sich untereinander, ich fand keine Freunde. Dazu war auch die Umstellung von NRW nach Niedersachsen schwierig. Es gab einen ganz anderen Schulstoff. Das kam dann als Problem mit dazu“, meint Pavicic-Capucho und sagt heute ganz klar: „Es war ein verlorenes Jahr. Ich habe mich nicht weiterentwickelt.“

Eigene Wohnung in Neudorf

Daher fiel ihm die Entscheidung, wieder zurück nach Duisburg zu gehen, nicht schwer. Er suchte den Kontakt zum ASCD und das, obwohl ihm Champions-League-Klub Waspo 98 Hannover schon eine Verpflichtung in Aussicht gestellt hatte. „Zu dem Zeitpunkt hatte ich mich aber schon entschieden, wieder nach Duisburg zu gehen. Für mich ist es hier einfach besser. Ich bin froh, wieder hier zu sein“, sagt der Schüler, der im kommenden Jahr sein Fachabitur bauen will und sich danach eine Laufbahn bei der Polizei gut vorstellen könnte.

Weil Vitor Pavicic-Capucho, der immer Mitglied beim ASCD geblieben ist, mittlerweile volljährig ist, konnte er Anfang August eine eigene Wohnung in Neudorf beziehen. Beim Umzug haben seine Familie und die Kumpels vom ASCD geholfen.

Das Leben in den eigenen vier Wänden bekommt der 18-Jährige gut hin: „Wäsche waschen musste ich auch im Internat und Kochen geht auch ganz gut. Ich hatte früher in der Schule Hauswirtschaft.“

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