Handball

Wölfe Nordrhein sind ein Kandidat für den Aufstieg

Das Team der Wölfe für die Oberliga: (hinten von links) Oliver Brakelmann, Sebastian Schneider, Max Schwarz, Alexander Grefer, Sven Woyt, Hannes Hombrink; (Mitte von links) Trainer Thomas Molsner, Sportlicher Leiter Klaus Stephan, David Kryzun, Yannik Kamp, Julian Kamp, Felix Molsner, Jonas Rennings, Physiotherapeut Alex Leigraf, Torwarttrainer Rüdiger Gatza; (vorn von links) Max Molsner, Nic Kirschbaum, Alex Lenz, Björn Otterbach, Max Kraas, Ranga Boddenberg, Don Singh Toor.

Das Team der Wölfe für die Oberliga: (hinten von links) Oliver Brakelmann, Sebastian Schneider, Max Schwarz, Alexander Grefer, Sven Woyt, Hannes Hombrink; (Mitte von links) Trainer Thomas Molsner, Sportlicher Leiter Klaus Stephan, David Kryzun, Yannik Kamp, Julian Kamp, Felix Molsner, Jonas Rennings, Physiotherapeut Alex Leigraf, Torwarttrainer Rüdiger Gatza; (vorn von links) Max Molsner, Nic Kirschbaum, Alex Lenz, Björn Otterbach, Max Kraas, Ranga Boddenberg, Don Singh Toor.

Foto: Arnulf Stoffel / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Die Duisburger starten am Sonntag in die neue Saison der Oberliga. Nach dem Abstieg aus der Regionalliga blieb der Kader fast komplett zusammen.

Die Tabelle der Handball-Oberliga hat noch keine Aussagekraft. Schließlich beginnt die Saison erst am Samstagabend. Eine nette Momentaufnahme ist das Vorab-Ranking für den HC Wölfe Nordrhein aber allemal. Die Rheinhauser thronen im Statistikportal des Handball-Verbandes Niederrhein zufällig an der Spitze, gefolgt von der HSG Neuss/Düsseldorf II auf Platz zwei. Da steht am Sonntag (17 Uhr, Krefelder Straße) also direkt ein „Spitzenspiel“ ins Haus.

Die Wölfe hätten natürlich nichts dagegen, den Platz an der Sonne auch Mitte Mai innezuhaben und damit den direkten Wiederaufstieg in die Regionalliga zu schaffen. Und nicht wenige trauen das der Mannschaft von Thomas Molsner auch zu. Der frühere Bundesligaspieler hält den Ball aber bewusst flach: „Wir wollen schon oben mitspielen. Um aber ganz oben zu landen, müssen viele Faktoren zusammenkommen.“

Felix Molsner ist nun fest im Kader

Ein großer Pluspunkt ist, dass der Kader fast komplett zusammengeblieben ist. Torhüter Sebastian Brysch (HSG Vennikel/Rumeln/Kaldenhausen), Rückraumspieler Kevin Kirchner (HSG Hiesfeld/Aldenrade) und Rechtsaußen Sam Singh Toor (SV Westerholt) hatten ihren Weggang schon Anfang des Jahres kommuniziert. Als externe Neuzugänge sind Max Schwarz und Ranga Boddenberg neu im Team. Trainer-Sohn Felix Molsner, der schon in der Rückrunde der vergangenen Saison per Doppelspielrecht auflief, gehört nun fest zum Wölfe-Kader.

Max Schwarz war zuletzt vereinslos, zuvor spielte er für den TuS Hattingen und den HSC Eintracht Recklinghausen in der Verbandsliga Westfalen. Der Routinier soll im Mittelblock die Lücke schließen, die durch die Verletzung von Sebastian Schneider entstanden ist. Der Leistungsträger unterzog sich am Mittwoch einer Arthroskopie am Knie und wird noch längere Zeit ausfallen. Ranga Boddenberg spielte bereits von der C- bis zur A-Jugend in Rheinhausen, ehe er zur HSG Neuss/Düsseldorf in die A-Jugend-Bundesliga wechselte. Bei den Rhein Vikings schnupperte der 19-jährige Linksaußen, dessen Verpflichtung die Wölfe erst am vergangenen Sonntag publik machten, im Mai sogar ein wenig Zweitliga-Luft. „Ranga ist gut ausgebildet. Seine Rückkehr ist für uns perspektivisch wichtig“, freut sich Thomas Molsner. Ob Boddenberg bereits am Sonntag gegen seinen Ex-Verein auflaufen kann, ist fraglich. Die Spielberechtigung liegt noch nicht vor.

Starker Eindruck in den Tests

Aus der zweiten Mannschaft, die Ende August vom Spielbetrieb in der Landesliga abgemeldet werden musste, rücken einige Talente ins Wölfe-Aufgebot. Neben den Torhütern Max Kraas und Alexander Lenz sind Oliver Brakelmann, Nic Kirschbaum, Lasse Bernhardt und Tim Ottersbach hochgerutscht. Damit haben die Rheinhauser 17 Feldspieler im Kader. „Die brauchen wir auch, um unsere Ziele zu erreichen“, so Molsner, der sich mit dem Verlauf der Vorbereitung absolut einverstanden zeigt: „Die Jungs haben wirklich gut mitgezogen.“ In den Testspielen gegen Teutonia Riemke (38:26), HSC Haltern-Sythen (22:22), VfL Gladbeck (20:25), SV Neukirchen (37:35), Schalke 04 (26:19), HC Sterkrade (42:21) und den Regionalliga-Meister MTV Rheinwacht Dinslaken (28:30) hinterließen die Wölfe einen starken Eindruck.

In die Auftaktpartie gegen die HSG Neuss/Düsseldorf II gehen die Rheinhauser als Favorit. Auf die leichte Schulter nimmt Thomas Molsner den Achten der Vorsaison aber keineswegs: „Das ist eine junge, dynamische Truppe, die uns viel abverlangen kann. Wir müssen zusehen, dass wir die Nervosität, die so ein erstes Saisonspiel immer mit sich bringt, möglichst schnell abstreifen.“

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