Fußball

Alex Popp: Diese Sehnsucht der Gevelsbergerin erfüllt sich

So jubelte Alexandra Popp während der WM als Kapitänin der Nationalmannschaft. Jetzt hofft die Gevelsbergerin, auch mit dem VfL Wolfsburg wieder Siege feiern zu können.

So jubelte Alexandra Popp während der WM als Kapitänin der Nationalmannschaft. Jetzt hofft die Gevelsbergerin, auch mit dem VfL Wolfsburg wieder Siege feiern zu können.

Foto: Sebastian Gollnow / dpa

Gevelsberg/Wolfsburg.  Auch die Fußball-Bundesliga der Frauen darf wieder starten. Das sagt die für den VfL Wolfsburg spielende Gevelsbergerin Alexandra Popp dazu.

Alles begann beim FC SW Silschede. Doch mittlerweile ist Alexandra Popp nicht nur Kapitänin der Fußball-Nationalmannschaft der Frauen, sondern auch Führungsspielerin beim VfL Wolfsburg. Mit diesem wird die 29-jährige Gevelsbergerin am 29. Mai den Re-Start der Bundesliga erleben. Das sagt sie über die Corona-Gefahr und ihre Ziele mit dem VfL in dieser ungewohnten Situation.

Alex, Sie sind seit einiger Zeit wieder im Mannschaftstraining – wie groß war die Sehnsucht nach Fußball?

Alexandra Popp: Die Sehnsucht war tatsächlich groß. Wir sind sehr glücklich, dass es weitergeht und schätzen das, was wir schon alles erlebt haben und vielleicht noch erleben dürfen in diesem Beruf, umso mehr. Es ist ein großes Privileg, in diesen Zeiten unter professionellen Bedingungen trainieren zu dürfen.

Die ersten Ballkontakte, waren sie ungewohnt oder ist es wie beim Schwimmen, das man ja angeblich nie verlernt?

Ungewohnt im eigentlichen Sinne nicht. Man hat zuhause schon hin und wieder den Ball mal am Fuß gehabt. Aber wenn man von Ballgefühl sprechen will – das kam erst nach einigen Tagen so richtig wieder.

Jetzt wurde ja auch die Hoffnung erfüllt, dass die Meisterschaft Ende Mai tatsächlich wieder beginnt. Die Politik gab auch für den Re-Start der Frauen-Bundesliga grünes Licht.

Wir sind glücklich, dass es am 29. Mai mit einem Heimspiel gegen den 1. FC Köln in der Frauen-Bundesliga weitergeht. Der Re-Start von Meisterschaft und DFB-Pokal ist ein ganz wichtiger Schritt für den Frauenfußball in Deutschland!

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen: Bleibt bei Ihnen eine Rest-Angst, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, wenn im Training/im Spiel wieder in Zweikämpfe gegangen wird?

Nein, Angst habe ich keine. Ich empfinde es ohnehin als nahezu unmöglich, sich bei Mitspielerinnen oder Gegnerinnen anzustecken. Alle, die auf und auch am Platz stehen werden, sind negativ getestet. Und alle Spielerinnen gehen sehr diszipliniert mit der Situation um, sodass ich nicht glaube, dass etwas passieren wird. Darüber hinaus werden hier beim VfL Wolfsburg wirklich optimal betreut. Die Hygienevorschriften der Task Force Sportmedizin sind streng, aber es ist nun mal nicht anders lösbar. Man gewöhnt sich daran.

Meisterschaft, DFB-Pokal, Champions League – welcher der noch möglichen Titel wäre Ihnen der wichtigste?

Das ist natürlich zur jetzigen Zeit eine schwierige Frage. Wir wollen unbedingt den Champions-League-Titel, das haben wir immer gesagt. Noch ist aber nicht konkret, wann und in welcher Form die Champions League zu Ende gebracht wird. Deshalb kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nur Meisterschaft und DFB-Pokal nennen, da diese Wettbewerbe ja nun definitiv wieder anlaufen werden.

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