Basketball, ProB

Beiersmann erinnert Baskets an Tugenden

Omar Rahim (rechts), Geschäftsführer der EN Baskets Schwelm, ehrt Vereinsikone Achim Beiersmann (Mitte) vor der Partie gegen die Dresden Titans in der Schwelm Arena für seine Verdienste im Schwelmer Basketball. Links: Vorstandsmitglied Micha Buchwald.

Omar Rahim (rechts), Geschäftsführer der EN Baskets Schwelm, ehrt Vereinsikone Achim Beiersmann (Mitte) vor der Partie gegen die Dresden Titans in der Schwelm Arena für seine Verdienste im Schwelmer Basketball. Links: Vorstandsmitglied Micha Buchwald.

Foto: Michael Scheuermann

Schwelm.  Eine schwere Aufgabe steht den EN Baskets Schwelm bevor. Der Tabellenzweite gastiert beim Dritten Itzehoe Eagles am Samstagabend.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

In beeindruckender Manier besiegten die EN Baskets Schwelm die Dresden Titans am vergangenen Wochenende in eigener Halle in der Partie der 2. Basketball-Bundesliga ProB. 83:64 hieß es am Ende für das Team von Trainer Falk Möller. Die Hausherren ließen in der Partie gegen die Ostdeutschen ihre Klasse aufblitzen, zeigten aber auch den nötigen Kampfgeist.

Ob sich die Schwelmer Akteure wohl an Vereinslegende Achim Beiersmann ein Beispiel genommen haben? Das bleibt Spekulation. Trotzdem erinnerte der Auftritt der Schwelmer Baskets vor heimischer Kulisse an erfolgreiche vergangene Tage – und lieferte damit einen würdigen Rahmen für die Aufnahme von Beiersmann in die Schwelmer „Hall of Fame“. Vor der Partie wurde der ehemalige Aufbauspieler der Schwelmer für seine Verdienste geehrt. Ab kommender Saison wird seine langjährige Rückennummer 11 nicht mehr vergeben.

Beiersmann ist damit der erste Spieler überhaupt, der in die Ruhmeshalle des Schwelmer Basketballs aufgenommen wird. Und man muss sich fragen: Wer, wenn nicht er?!

25 Jahre im blau-gelben Trikot

Beiersmann begann im frühen Kindesalter bei der RE mit dem Basketball. Er durchlief alle Jugendmannschaften der Schwelmer und schaffte später den Sprung zu den Profis. Im Jahr 2000 gelang ihm mit seinem damaligen Team der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Vier Jahre später folgte der große Wurf: Beiersmann und die Baskets stiegen in die Bundesliga auf. Dort absolvierte der Aufbauspieler insgesamt neun Partien für seinen Heimatverein.

„Achim steht wie kein Zweiter für den Schwelmer Basketball“, fand auch Baskets-Geschäftsführer Omar Rahim lobende Worte für seinen ehemaligen Mitspieler. „Er ist ein Vorbild für jeden Jugendspieler, der bei uns mit dem Basketball anfängt. Er hat gezeigt: Man kann es schaffen“, so Rahim.

Den Preis, den Beiersmann für den Erfolg mit den Baskets zahlte, war jedoch ein hoher: Im Laufe der Saison 2010/2011 musste der Ur-Schwelmer seine Karriere aufgrund einer Schambeinentzündung vorzeitig beenden. „Erst vor zwei Monaten hat sich Achim der letzten Operation am Schambein unterzogen. Das zeigt, was für eine langwierige und schwere Verletzung das war. Er hat für den Schwelmer Basketball immer die Knochen hingehalten“, blickt Rahim auf Beiersmanns Karriere zurück.

„Er stand immer für absoluten Siegeswillen und Kampfgeist. Dazu hat er auch heute noch immer ein Lächeln auf den Lippen. Ein positiv verrückter Typ“, so Rahim über seinen langjährigen Weggefährten.

Auch Baskets-Coach Falk Möller würdigt die Leistung des ehemaligen Baskets-Leistungsträgers: „Ich habe zwar nie selbst mit ihm zusammen gespielt, weiß aber sehr wohl, was er hier in Schwelm geleistet hat. Für mich war er über Jahre das Gesicht des Vereins. Es ist nur konsequent und logisch, dass er nun als Erster in die Schwelmer Ruhmeshalle eingeht und seine Rückennummer nicht mehr vergeben wird“, findet Möller.

Itzehoe „extrem schwere Aufgabe“

Die Attribute, die Beiersmann in die Schwelmer „Hall of Fame“ gebracht haben, werden die EN Baskets im kommenden Spiel auch benötigen: Am morgigen Samstag treten die Schwelmer bei den Izehoe Eagles an. Die Norddeutschen sind in der Tabelle direkt hinter den Baskets auf Rang drei platziert und könnten mit einem Heimsieg bis auf zwei Punkte an das Team von Falk Möller heran rücken.

„Itzehoe ist nicht gut in die Liga gestartet, haben in den vergangenen Spielen aber einen echten Lauf hingelegt. Das wird für uns eine extrem schwere Aufgabe“, erklärt Möller vor der Auswärts-Partie bei den Norddeutschen. Die Eagles besiegten in der Vorwoche unter anderem LOK Bernau, bei denen die Baskets ihre bisher einzige Pleite der laufenden Saison hinnehmen mussten. „Das sagt vermutlich alles über die Qualität dieser Mannschaft aus“, so der Baskets-Coach.

Die Stärken des kommenden Gegners hat der Schwelmer Übungsleiter während der Video-Analyse unter der Woche auch schon ausgemacht: „Das ist ein sehr physisches Team, das viele Optionen hat. Ein sehr breiter Kader mit guten Alternativen von der Bank.“

Für die Gäste wird es daher vor allem wieder auf die mannschaftliche Geschlossenheit ankommen, die für die letzten überzeugenden Siege gesorgt hat. „Es wird nicht nur darauf ankommen, wie die Einzelspieler drauf sind. Ich will vor allem wieder sehen, dass wir guten Teambasketball spielen und die Leistung aus dem Spiel gegen Dresden letzte Woche konservieren- und nochmal abrufen“, so der Schwelmer Trainer.

„Wir werden nur eine Chance haben, wenn wir an unsere Grenzen gehen und maximalen Einsatz zeigen“, macht Möller deutlich. Wenn sich die Baskets an die Tugenden von Vereinsikone Achim Beiersmann erinnern, scheint ein Sieg in Itzehoe also im Bereich des Möglichen.

Auch personell tut sich am kommenden Spieltag etwas bei den Schwelmern: Moritz Krume ist nach mehrwöchiger Verletzung wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrt und wird den Baskets auch beim Spiel in Norddeutschland wieder zur Verfügung stehen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben