Fußball-Kreisliga A

Der besondere Moment von Utech und dem FC Silschede

Der besondere Moment: Daniel Utech (l.), damals Trainer des FC Silschede, und sein Torjäger Christopher Schuster feiern im Juni 2018 den Aufstieg in die Kreisliga A.

Der besondere Moment: Daniel Utech (l.), damals Trainer des FC Silschede, und sein Torjäger Christopher Schuster feiern im Juni 2018 den Aufstieg in die Kreisliga A.

Foto: Michael Scheuermann

Gevelsberg.  Wenn der ehemalige Trainer Daniel Utech seine „Traumelf“ aufstellt, darf Stürmer Christopher Schuster (FC Silschede) nicht fehlen.

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Es war ein Moment, der geblieben ist. Daniel Utech und sein Spieler Christopher Schuster sind Kopf an Kopf, völlig erschöpft und grenzenlos glücklich. Beiden ist das Grinsen nicht mehr zu nehmen. Nach einer langen Fußball-Saison und einem aufregenden Entscheidungsspiel gegen Altenvoerde, das in die Verlängerung ging, in der vom Schiedsrichter drei rote Karten verteilt wurden, schoss Schuster sich selbst, seinen Trainer Utech und Silschede in allerletzter Sekunde zum Sieg. Und damit im vorletzten Sommer eine Liga höher in die Kreisliga A2.

Die Naht ist bis heute nicht gerissen

Das war ein Moment, der Utech und Schuster zusammenschweißte. Diese Naht ist bis heute nicht gerissen und er stellt seinen damaligen Spieler in seine „Kreisliga-Traumelf“, in der er seine persönliche Wunschmannschaft aus den aktuellen Kreisliga-Spielern zusammenstellt.

Daniel Utech war erst Spieler, später Trainer von Silschede. Er führte seine Mannschaft in die Kreisliga A, in der er sie in der vergangenen Saison hielt. Aber schon nach der Hinrunde kündigte er an, zu dieser Saison nicht mehr als Trainer zur Verfügung zu stehen. Zum Sommer übernahm erst Lui Petrou, sagte aber kurzfristig ab. Abdullah Akbaba sprang ein.

Über seinen Spieler Schuster aus der vergangenen Saison sagt Utech: „Er ist ein Spieler, der immer 100% gibt, manchmal sogar noch ein bisschen mehr. Das meine ich im guten wie auch im schlechten Sinne.“ Sein ehemaliger Spieler ist aus seiner Aufstellung derjenige, gegen den er am wenigsten gerne spielen würde, denn „dass würde bedeuten, dass es auch mal wehtut.“

Valdix und Lohbeck im „Traum“-Sturm

Auf Torejagd geht Schuster allerdings nicht alleine. Den Angriff um ihn herum komplettieren der Obersprockhöveler Alexander Valdix und Malte Lobeck, der bei TuS Haßlinghausen spielt.

Dahinter agieren Nico Kadur von der zweiten Mannschaft der TSG Sprockhövel und Krzysztof Dudek von Haßlinghausen. Mamadou Sow und Jakob Schmidt, beide von Gevelsberg II, vervollständigen das Mittelfeld von Utech. Sow weckt unter diesen Spielern die schlimmste Erinnerung bei ihm. In der Rückrunde der vergangenen Saison zirkelte er den Ball von der Außenlinie gegen Silschede ins Tor.

In dieser Saison wirbelte Sow weiter in der Liga und wurde dafür belohnt. Er wurde kürzlich in die eigene erste Mannschaft beordert und traf in dem ersten Spiel nach seiner Beförderung in der Bezirksliga prompt einmal, in der zweiten Begegnung sogar doppelt.

Abwehr kommt aus Ennepetal

In der Abwehr setzt Utech auf Marcus Bruns von RW Rüggeberg, David Riedel, der bei der zweiten Mannschaft vom TuS Ennepetal spielt, und auf Philipp Kersten von Silschede.

Mit Marcus Bruns spielte der letztjährige Trainer einst noch bei Silschede für ein paar Jahre zusammen. Für den nach Rüggeberg abgewanderten Spieler findet Utech lobende Worte für seine Herangehensweise. Bruns sei ein Spieler nach alter Sitte und würde auch dort hingehen, wo es wehtut, schwadroniert er.

David Riedel steht in der Aufstellung neben Bruns im Zentrum. Er spielt dort wegen eines Ereignisses aus der abgelaufenen Saison. Als Silschede gegen Ennepetal II spielte, ging es für beide um das Überleben in der Liga. Bei einem Kopfballduell stiegen Riedel und der Silscheder Mohamed Lamine Diaoune hoch in die Luft. Dort fand der Ellenbogen von Diaoune die Nase von Riedel. Der Schiedsrichter wertete das als Tätlichkeit und zeigte die rote Karte.

Die „Traumelf“ von Utech

Riedel stand, das erklärt Utech, daraufhin mit blutender und gebrochener Nase auf und sagte dem Schiedsrichter, dass das keine Tätlichkeit gewesen sei und eine rote Karte nicht angebracht gewesen wäre. Der Schiedsrichter blieb aber bei seiner Entscheidung.

Im Tor der Kreisliga-Traumelf des ehemaligen Trainers steht Thomas Stiebler. Er ist der Torwart von der zweiten Mannschaft des SC Obersprockhövel, die Markus Möller und Andreas Klatt trainieren. Und so stellt Daniel Utech seine „Traumelf“ auf: Im Tor spielt Thomas Stiebler (SC Obersprockhövel II), die Abwehr bilden Marcus Bruns (RW Rüggeberg), David Riedel (TuS Ennepetal II), Philipp Kersten (FC Silschede). Im Mittelfeld stehen Nico Kadur (TSG Sprockhövel II), Krzysztof Dudek (TuS Haßlinghausen), Jakob Schmidt (FSV Gevelsberg II), Mamadou Sow (FSV Gevelsberg II). Die Stürmer sind Malte Lobeck (TuS Haßlinghausen), Christopher Schuster (FC Silschede), Alexander Valdix (SC Obersprockhövel II).

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