Basketball

Die EN Baskets brennen auf den Saisonstart

Falk Möller erwartet zum Saisonstart einen starken Gegner.

Falk Möller erwartet zum Saisonstart einen starken Gegner.

Foto: Michael Scheuermann / WP

Schwelm.  Die EN Baskets Schwelm starten am Samstag (19.30 Uhr) im Heimspiel gegen die Iserlohn Kangaroos in die Saison.

Wer Falk Möller persönlich kennt, wird festgestellt haben: Dieser große Mann ist ein eher ruhiger Zeitgenosse. Auch bei einer der letzten Trainingseinheiten seiner EN Baskets Schwelm in der heimischen Dreifeldhalle steht der ehemalige Profi seelenruhig am Rand und beobachtet das Geschehen. Eine kurze Begrüßung auf Englisch für die ankommenden Spieler, ein kurzer Schnack mit dem Hausmeister. Die äußerliche Ruhe weicht beim Coach der EN Baskets jedoch im Hinblick auf den Heimspielstart seiner Mannschaft am morgigen Samstag (19.30 Uhr) allmählich gesunder Anspannung.

Die Anspannung steigt

Kein Wunder, denn: Sieben Wochen hat sich der Coach mit seiner Mannschaft intensiv auf die neue ProB-Spielzeit vorbereitet. Harte Trainingseinheiten und viele Stunden voller Würfe, Pässe und Läufe liegen hinter den Akteuren der Schwelmer Profibasketballer. Spricht man Möller auf die Stimmung der Baskets vor dem Saisonstart an, sagt er prompt: „Die Jungs brennen auf den Saisonstart, das merke ich in jeder Einheit. Die Anspannung und die Freude auf das erste Spiel wird immer größer“, beschreibt Möller seine Eindrücke vor dem Kangaroos-Spiel.

Blickt der Schwelmer Coach auf die vergangene Vorbereitungszeit zurück, kommt er zu dem Fazit, „dass wir eigentlich sehr gut durchgekommen sind. Klar hatten wir einige Muskelverletzungen, aber das waren alles kleinere Geschichten, die wir gut in den Griff bekommen haben. Insgesamt muss sich sagen, dass wir uns sehr gut vorbereitet haben. Ich sehe die Mannschaft auf einem guten Level“, erklärt der erfahrene Trainer.

Sein Gefühl für die neu zusammengestellte Mannschaft mit dem neuen dänischen Nationalspieler und Shooting Guard David Knudsen, der zuletzt in den USA für die Marist Red Foxes in der NCAA auflief, sei „sehr gut“, erklärt Möller. „Wir haben im Vergleich zur vergangenen Spielzeit einen etwas variableren Kader. Wir sind auf allen Positionen sehr gut besetzt und haben mit David noch einen sehr guten Schützen geholt. Es sind sehr gute Spieler da. Ich denke daher schon, dass wir uns im direkten vergleich zum Kader der letzten Saison noch etwas gesteigert haben“, zeigt sich der Übungsleiter der Schwelmer Profibasketballer zufrieden mit der Zusammenstellung seines Kaders.

Trotzdem drückt Möller, was die Erwartungen in den ersten Spielen der ProB-Saison angeht, noch etwas auf die Bremse: „Es wird seine Zeit dauern, bis sich das Team richtig eingespielt hat. In den Vorbereitungsspielen und im Training sah das teilweise schon sehr gut aus, aber ich sehe da noch Luft nach oben. Bis sich alle gefunden haben, müssen ein paar Spiele vergehen.“

Iserlohn mit Top-Zugang

Doch auch der kommende Gegner hat sein Team in der Sommerpause gut verstärkt. Mit Elijah Allen haben die Iserlohner anfang des Monats einen echten Kracher präsentiert. Der US-amerikanische Forward ist im deutschen Profizirkus bestens bekannt und spielte in der abgelaufenen Saison bei den Walter Tigers Tübingen in der ProA.

Mit 8,8 Punkten, 3,5 Rebounds und 1,2 Assists im Schnitt gehörte Allen zu einer der tragenden Säulen im Tübinger Spiel der letzten Saison. „Er wird uns definitiv spielerisch weiterhelfen und er hat stets viel positive Energie, die dem Team ebenfalls helfen wird“, kommentierte Kangaroos-Geschäftsführer Michael Dahmen die Verpflichtung des Amerikaners vor wenigen Wochen.

„Die Qualität von Iserlohn ist schon sehr hoch“, schätzt auch Möller den Gegner auf Augenhöhe. „Es ist schon etwas Fluch und Segen, dass wir direkt ein Spiel gegen die Kangaroos haben, das ist eine sehr starke Mannschaft“, so der Schwelmer Headcoach.

Im Gegenzug hofft Möller angesichts des starken Gegners aber auch auf die nötige Unterstützung von den Rängen: „Ich wünsche mir natürlich eine gut gefüllt Halle und dass die Zuschauer uns zur Bestleistung pushen.“

Saisonziel: „Besser als letztes Jahr“

Das Saisonziel steckt Möller humorvoll: „Wie immer: Besser als letztes Jahr.“ Der Coach der Baskets hat derweil noch kein Gefühl dafür, wer von den Konkurrenten in diesem Jahr zu den Playoff-Kandidaten zählt: „Letzte Saison war die Liga sehr ausgeglichen. Von Platz vier bis zehn hätte da alles passieren können. Diese Saison bleibt abzuwarten, wie sich die Mannschaften einspielen und zusammenfinden. Es gab viel Bewegung, was Zu- und Abgänge betrifft, daher ist es extrem schwer einzuschätzen. Wie schnell sich die Teams einspielen, davon hängt sehr viel ab. Wir müssen schauen, dass wir schnell einen guten Rhythmus finden“, so der langjährige Coach.

Zwei Favoriten für die anstehende Spielzeit hat der Schwelmer Übungsleiter dennoch schon ausgemacht: „Die WWU Baskets Münster haben, wie ich finde, einen sehr guten Kader zusammengestellt. Zu den Favoriten wird auch in diesem Jahr Rist Wedel gehören, die auch gut aufgerüstet haben.“

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