Basketball

Die EN Baskets Schwelm grüßen von der Tabellenspitze

Der Leistungsträger der EN Baskets Schwelm: Montrael Scott kam im Sommer von der SparkassenStars Bochum nach Schwelm und spielt bisher eine herausragende Hinserie.

Der Leistungsträger der EN Baskets Schwelm: Montrael Scott kam im Sommer von der SparkassenStars Bochum nach Schwelm und spielt bisher eine herausragende Hinserie.

Foto: MiSch / Autoren-Nr. 202371 / Michael Scheuermann

Schwelm.  Die EN Baskets reiten derzeit auf einer Erfolgswelle. Wir nennen die Gründe für die herausragende Hinrunde der Schwelmer:

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Ambitioniert gingen die EN Baskets Schwelm in die laufende 2. Basketsball-Bundesliga Pro B-Saison: Ein platz unter den besten vier Teams der Liga sollte es werden, damit man im ersten Playoff-Spiel nach der regulären Saison Heimrecht genießt. Nach der ersten Saisonhälfte grüßt das Team von Coach Falk Möller nun von der Tabellenspitze. Am Sonntagabend gewannen die Baskets das Spitzenspiel der Pro B-Nordstaffel gegen die BSW Sixers knapp mit 83:79 und übernahmen damit die Tabellenführung der Mitteldeutschen. Coach Falk Möller erklärt, welche Faktoren für den aktuellen Erfolg so wichtig waren:

Das Teamgefüge

Hat man in der laufenden Saison ein Spiel der EN Baskets in der heimischen Schwelm Arena besucht, wird dem aufmerksamen Beobachter eines aufgefallen sein: Das ganze Team steht geschlossen zueinander. Egal, wer auf dem Spielfeld einen Korb erzielt: Die ganze Bank steht auf und bejubelt den Treffer ausgiebig. Es wird angefeuert und sich gegenseitig unterstützt.

„Das läuft wirklich überragend. Charakterlich haben wir eine super Mannschaft zusammen, die sich gut ergänzt und versteht, das macht wirklich viel aus. Gerade in den engen Spielen haben wir immer wieder bewiesen, dass wir eng zusammenstehen und den Erfolg ein bisschen mehr wollten als der Gegner. Das war auch gegen die Sixers am vergangenen Wochenende bestimmt ein wichtiger Grund, warum wir mit einem Sieg aus Sandersdorf zurückgekehrt sind“, erklärt der Schwelms Headcoach Falk Möller. „Wir haben nie aufgegeben und haben an unsere Chance geglaubt. Die Mannschaft hat einen wahnsinnigen Chrakter gezeigt“, freute sich Möller über den Sieg bei den BSW Sixers.

Der Lernwille

Von ihren bisherigen elf Partien haben die Schwelmer Baskets lediglich zwei verloren. Bei den Spitzenteams von LOK Bernau und den Itzehoe Eagles gab es in den vergangenen Monaten jeweils deutliche Niederlagen. Die Kreisstädter scheinen aus den heftigen Schlappen bei den ambitionierten Teams gelernt zu haben:

In Sandersdorf gelang es der Mannschaft um Coach Falk Möller, die nötige Intensität aufs Parkett zu bringen und der generischen Mannschaft auch in auswärtiger Halle den Schneid abzukaufen. „Wir haben gefightet bis zu umfallen. In den beiden Spielen, die wir bisher verloren haben, war das teilweise nicht so. In Itzehoe haben wir den Siegeswillen vermissen lassen. Aus den Niederlagen haben wir aber gelernt und das ist das Wichtigste“, lobt Möller sein Team.

„Rückblickend ist es ganz normal, dass man auch mal einen schlechteren tag erwischt, wo der ein oder andere Wurf mal nicht rein geht. Trotzdem haben wir uns über die Hinrunde gesehen deutlich gesteigert, was den Willen angeht, auch gegen Mannschaften auf Augenhöhe mitzuhalten und das Spiel eng zu halten über effektives und aggressives Verteidigen“, lobt Möller.

Der Kader

Vor einer Saison im professionellen Basketball ist es bei den meisten Teams das selbe: Die Mannschaft ist in der Sommerpause neu zusammen gestellt worden und muss sich erst zusammen finden. Auch bei den EN Baskets war das der Fall. Nach der Hälfte der Spielzeit zeigt sich nun deutlich: Coach Falk Möller und Geschäftsführer Omar Rahim haben ein schlagkräftiges Team zusammengestellt, welches nicht nur charakterlich gut zusammen passt, sondern auch von der Qualität mit den besten Teams der Liga mithalten kann.

„Wir haben einen sehr ausgeglichenen Kader, der auf vielen Positionen gut besetzt ist. Wir sind schwer ausrechenbar, da wir meistens vier oder fünf Spieler haben, die zweistellig Punkte erzielen können“, erklärt Schwelms Trainer. „Wenn man sich das Spiel in Sandersdorf anschaut wird das auch deutlich: Unser Kapitän Dario Fiorentino konnte mit einem Cut über dem Auge nicht so viele Minuten Spielen, wie es sonst üblich war, und hat daher nur fünf Punkte erzielt. Andere springen dann für ihn in die Bresche und erzielen dann drei- oder vier Punkte mehr“, so Möller.

Die Entwicklung

Über die Saison wurde in Gesprächen mit Falk Möller immer eines deutlich: Der Coach der Schwelmer Basketballer sah auch nach Siegen immer noch Potenzial nach oben. „Wir haben schon eine sehr gute Entwicklung genommen, wenn man sich die mannschaftliche Leistung im ersten und im letzten Spiel der Hinrunde anschaut. Man hat von Spiel zu Spiel gesehen, wie das Vertrauen und die Abstimmung der Jungs immer weiter gewachsen ist und sich verbessert hat“, erklärt der Übungsleiter.

Und auch nach der so erfolgreichen Hinrunde sieht Möller noch Verbesserungspotenzial: „Es gibt noch einige Stellschrauben, an denen wir noch drehen können. Ich bin sehr zufrieden mit dem Team, aber wir müssen weiter arbeiten, damit wir uns da oben festsetzen können“, so der Coach.

Der Leistungsträger

Mit Montreal Scott haben die EN Baskets im Sommer einen Pointguard verpflichtet, „von den wir genau wussten, was wir bekommen“, erklärt Möller. Der Spielmacher, der in der Vorsaison noch für die SparkassenStars Bochum aktiv war, kannte die Liga schon und besticht in dieser Saison mit konstant guten Leistungen. „Er spielt eine herausragende Saison und zeigt seine ganze individuelle Klasse. Er macht seine Mitspieler stärker und legt herausragende Zahlen auf“, lobt Möller seinen schnellen Spielmacher.

„Wichtig ist aber nicht nur, dass er alleine eine gute Saison spielt, sondern er in Kombination mit seinen Mitspielern einen guten Job macht“, so Möller. Und genau das klappt in der laufenden Spielzeit mit dem US-Amerikanischen Aufbauspieler und den anderen Schwelmer Basketballern ganz hervorragend. „So darf es weitergehen“, findet auch Möller.

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