Fußball-Oberliga

Ennepetal stürzt immerhin den Tabellenführer Meinerzhagen

Minuten vor dem Ende wird Ibrahim Lahchaychi gelegt, doch der Pfiff des Referees bleibt aus. Zum Ärger der Gastgeber.

Minuten vor dem Ende wird Ibrahim Lahchaychi gelegt, doch der Pfiff des Referees bleibt aus. Zum Ärger der Gastgeber.

Foto: Marinko Prša

Ennepetal.  Ennepetal hat den Sieg vor Augen, als Gerding ein katastrophaler Fehlpass unterlief – und Berlinski für Meinerzhagen zum 2:2-Endstand traf.

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War es ein gewonnener oder ein verlorener Punkt, den Fußball-Oberligist TuS Ennepetal gegen den als Spitzenreiter angereisten RSV Meinerzhagen mit dem 2:2 (2:1) geholt hat? „Vor dem Spiel hätte ich diesen Punkt gerne und sofort genommen“, so Ennepetals Trainer Alexander Thamm. Doch unmittelbar nach dem Abpfiff trauert er dem möglichen (Überraschungs)-Sieg hinterher. Und tatsächlich: Drei Punkte waren für die Klutertstädter, die mittlerweile siebenmal in Folge ohne Dreier gewesen sind, durchaus drin.

Situation zum 2:2 ärgert den Trainer

Vor allem ärgert sich Thamm über die Situation, die zum Ausgleich geführt hatte. „Den haben wir uns quasi selbst rein geschossen“, haderte er. Torschütze war allerdings Ron Berlinski, der zum zweiten Mal an diesem Nachmittag für Meinerzhagen traf. Das erste Mal zum 2:1 per von Sarr verursachten Strafstoß (45.). Mit freundlicher Mithilfe der Ennepetaler Defensive gelang das 2:2. Denn was Thamm mit „Schwierigkeiten in der Kommunikation“ bezeichnete, mündete in einem katastrophalen Fehlpass von Florian Gerding. Der Außenverteidiger gilt eigentlich als einer der zuverlässigsten seiner Zunft. Doch diesmal spielte er den Ball direkt in die Füße des Gäste-Torjägers, der TuS-Keeper Marvin Weusthoff keine Chance ließ (83.)

Da zu diesem Zeitpunkt Meinerzhagen das Spiel im Griff hatte, Ennepetal kaum eine Chance für einen eigenen Treffer, schien nun die Patrie gelaufen. Zuvor hatte Weusthoff gleich dreimal – zweimal gegen Tomasello und einmal gegen Berlinski – in höchster Not gerettet und so die Führung der Ennepetaler bewahrt. Doch nun das. Die drei Punkte vor Augen, das Malheur, das Remis gar in Gefahr.

Meinerzhagen findet kein probates Mittel

Doch kurz vor Schluss kam, es doch noch zu einer möglichen Chance, als Ibrahim Lahchaychi lang geschickt wurde, aber unsanft zu Boden ging. Der fällige Pfiff des Referees blieb aus, die Aufregung im Ennepetaler Lager war groß. Denn der Ort des mutmaßlichen Fouls war in guter Freistoß-Entfernung zum Gehäuse der Gastgeber.

Zuvor, insbesondere in der ersten Halbzeit, hatten die Ennepetaler den Hut auf dem Kunstrasenplatz auf. Meinerzhagen hatte erstaunlich große Schwierigkeiten, einen vernünftigen Angriff vorzutragen. Kein probates Mittel fanden die Sauerländer, um die vielbeinige Abwehr um Wilfried Sarr und Maik Bollmann innen, Florian Gerding und Robin Gallus außen sowie im zentralen Mittelfeld mit Christian Hausmann und Marvin Matten zu überwinden. „Wir haben das Spiel super im Griff gehabt. Wir haben perfekt die Reihen verschoben, so dass Meinerzhagen kaum zum Zuge gekommen ist“, lobte Alexander Thamm. „Gegen so eine Über-Mannschaft haben wir unser Spiel auf ursprüngliche Tugenden runtergebrochen. Und Meinerzhagen hatte gegen unsere Stärken im Zweikampf kaum etwas entgegen zu setzen.“

Lahchaychi und El Youbari treffen zur 2:0-Führung

Der (vorläufige) Lohn waren die frühen Treffer, die Ibrahim Lahchaychi (10.; mit einem 20m-Schuss) und Abdulah El Youbari (14.; per Heber nachdem er steil von Robin Gallus geschickt wurde) markierten. Doch nach der Pause – übrigens hatte Ennepetaler auch nicht mehr den fiesen, nasskalten Wind im Rücken – wurde Meinerzhagen stärker und überlegener. Doch Chancen blieben Mangelware. Ennepetal kam überhaupt nicht mehr im Angriff vor Dennis Drepper „verhungerte“ genauso wie Lahchaychi.

Dennoch gab es ein Pauschal-Lob an die Mannschaft vom Trainer. Wenngleich sich Alexander Thamm ein wenig geärgert hat, dass es nicht drei Zähler geworden sind – der erste Dreier seit dem 13. Oktober übrigens. Immerhin hatte seine Mannschaft den Tabellenführer gestützt, Meinerzhagen reiste als Tabellenzweiter ab . . .

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