Fußball-Oberliga

Erste Diagnose: Ennepetals Yasar ohne Knöchelbruch

Die Premiere in der Startelf ist ihm durchaus gelungen, wenn auch für Wilfried Sarr (rotes Trikot; hier gegen den Doppeltorschützen Felix Casalino) noch Luft nach oben hat. Doch das Derby am Freitag hat gezeigt, dass er ein wichtige Spieler für den TuS Ennepetal werden kann.

Die Premiere in der Startelf ist ihm durchaus gelungen, wenn auch für Wilfried Sarr (rotes Trikot; hier gegen den Doppeltorschützen Felix Casalino) noch Luft nach oben hat. Doch das Derby am Freitag hat gezeigt, dass er ein wichtige Spieler für den TuS Ennepetal werden kann.

Foto: Bastian Haumann / FUNKE Foto Services

Sprockhövel/Ennepetal.  Für Deniz Yasar ist die Hinrunde im Ennepetaler Dress beendet – immerhin haben erste Untersuchungen ergeben, dass der Knöchel nicht gebrochen ist

Punkte verloren, Deniz Yasar verloren. Das ist die erste niederschmetternde Bilanz nach dem Derby in der Fußball-Oberliga aus der Sicht des TuS Ennepetal. Die gastgebende TSG Sprockhövel behielt am Freitagabend mit 2:1 (2:1) die Oberhand und hat so nach fünf Niederlagen in Folge wieder Punkte holen können. Indes gibt es ein leichtes Aufatmen im Ennepetaler Lager. Der zunächst befürchtete Knöchelbruch beim Ennepetaler Verteidiger hat sich nicht bestätigt.

Antwi-Adjej fällt unglücklich auf den Unterschenkel

Es war die 34. Minute, als Christian Antwi-Adjej unglücklich auf den Unterschenkel von Deniz Yasar fällt. Der Ennepetaler Spieler schreit auf, bleibt liegen, voller Schmerzen hält er sich den Unterschenkel. Erste Hilfsmaßnahmen leistet Physio Benita Höller. Mitspieler Christian Hausmann sowie Schiedsrichter Fabian Maibaum und sein Assistent Thorsten Kleiböhmer können nur zuschauen, dem Spieler gut zureden. Doch es sieht schlimm aus. Erste Befürchtungen sind, dass der Knöchel gebrochen ist. Jedenfalls kommt er noch zur Halbzeit mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus.

„Nichts gebrochen“, kann Thomas Riedel, Sportlicher Leiter des TuS Ennepetal, später sagen. „Allerdings wissen wir noch nicht mehr. In der Notaufnahme war nur ein Röntgen möglich. Weitere Untersuchungen im Laufe der Woche werden Genaueres ergeben. Sicher ist nur, dass für Deniz Yasar die Winterpause begonnen hat.“ Der Verteidiger wird also die letzten beiden Spiele des Kalenderjahres nicht zur Verfügung stehen. Die Tage steht eine MRT-Untersuchung an, um genau festzustellen, was wie in Mitleidenschaft gezogen worden ist. Knorpel, Bänder – hier gibt es einige Möglichkeiten. Indes muss erst einmal die Schwellung zurück gehen, ehe ein vernünftige Untersuchung erste genaue Ergebnisse überhaupt bringen kann.

Derweil wurmte Thomas Riedel noch die Niederlage am Baumhof sehr. „Das tut schon weh. Gerade bei einem Derby, in dem wir so viele Chancen hatten“, so Riedel. Damit meint er die dicken Dinger, die alleine Dennis Drepper genauso auf dem Fuß beziehungsweise auf dem Kopf hatte wie der für Yasar eingewechselte Ibrahim Lahchaychi. Und an die Möglichkeiten in der Schlussphase sowie in der Nachspielzeit von Sevag Kherlopian mag der Sportliche Leiter ebenfalls nicht denken. „Aber wir habe die Chancen nicht versenkt, also haben wir die Punkte nicht verdient.“

Wilfried Sarr gelingt Premiere in Startelf

Immerhin hat Wilfried Sarr für einen Lichtblick gesorgt. Er hatte in der Innenverteidigung mit Maik Bollmann allerhand zu tun – zu seiner Premiere in der Startelf. Und bis zur 86. Minute, als er für Philipp Breilmann weichen musste, hat die Neuerwerbung aus der Dritten Liga einen guten Job gemacht. Indes hatten er und die Ennepetaler Defensive große Schwierigkeiten, die Kreise des Doppel-Torschützen Felix Casalino einzuengen. „Aber es war schon sehr ordentlich, was Wilfried Sarr gespielt hat. Immerhin hat er ein Jahr kaum gespielt. Da ist noch Luft nach oben, er braucht noch Zeit. Aber diese Zeit geben wir ihm. Das ist und das wird ein sehr wichtiger Spieler für uns“, ist sich Thomas Riedel sicher.

Starke Ennepetaler Innenverteidigung

Damit hat die Ennepetaler Abwehr ein baumhohe Innenverteidigung. Neben Bollmann und Sarr sind es Stefan Siepmann und Eigengewächs Linus Frölich, die alle nahezu Gardemaß besitzen und in der Innenverteidigung – aber auch bei den Ausflügen bei Standards in den gegnerischen Strafraum – enorm wichtig werden können. Indes nicht gegen Sprockhövel. „Die haben kleine, wieselflinke Spieler, gegen die wir mit den Langen kaum gegen halten können. Das war am Freitag zu sehen“, so Riedel.

Dagegen herrscht große Freude, vor allem Erleichterung im Sprockhöveler Lager. „Uns ist ein Stein vom Herzen gefallen“, so TSG-Trainer Andrius Balaika, der von einem wichtigen, aber durchaus glücklichen Sieg sprach. Dagegen bleibt Ennepetal im sechsten Spiel in Folge ohne Sieg . . .

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