Fußball-Bezirksliga

Für Schwelm beginnt der Abstiegskampf

Kann einem Leid tun: Schwelms VfB.-Keeper Florian Ricken kassierte beim FC Wetter sieben Treffer.

Kann einem Leid tun: Schwelms VfB.-Keeper Florian Ricken kassierte beim FC Wetter sieben Treffer.

Foto: Marinko Prša / Archiv

Wetter/Schwelm.  Der Abstiegskampf in der Fußball-Bezirksliga beginnt: FC Wetter klettert, VfB Schwelm fällt.

Aus Südkreissicht passen die Ergebnisse des elften Spieltags in der Fußball-Bezirksliga zum trostlosen Wetter. Alle drei Teams verloren ihre Spiele. Voerde nicht unerwartet in Garenfeld 1:3, Gevelsberg in Schwerte schon durchaus überraschend 0:3, und der VfB Schwelm ging beim FC Wetter gar mit 3:7 unter.

Gastgeber rückt auf Punkt heran

Voller Zuversicht war Willi Menge als verantwortlicher Trainer mit dem VfB Schwelm zum „Kellerderby“ nach Wetter gefahren. Dass sein Team kaum Tore schießt, hatte er im Vorfeld noch bemängelt. Am Harkortberg nun trafen die Kreisstädter gleich drei Mal, aber dafür hakte es in der Defensive – am Ende stand die klare Niederlage, die den VfB weiter sorgenvoll nach unten blicken lässt. Der FC Wetter ist durch den Sieg im direkten Vergleich bis auf einen Punkt an Schwelm heran gerückt.

„Das heißt für uns jetzt, dass wir uns auf Abstiegskampf pur einstellen müssen“, stellte Menge fest, der sich zur Leistung der Mannschaft fassungslos äußerte: „Ich bin sprachlos und ratlos. Das war desolat, kein Spieler hat Normalform auf den Platz gebracht. Obwohl wir ja gute Leute im Team haben, passt es irgendwie nicht zusammen.“

Allerdings hatten die Gastgeber, die sich nach verkorkstem Saisonstart langsam nach oben arbeiten, auch die richtige Einstellung mitgebracht. Von der ersten Minute an setzten sie die Schwelmer so unter Druck, dass sich immer wieder Lücken auftaten, die sie innerhalb von einer Viertelstunde zu einer komfortablen 4:0-Pausenführung nutzten. „In der Halbzeitansprache haben mir die Worte gefehlt“, bekannte Willi Menge. „Wir mussten versuchen, ein Debakel zu vermeiden.“

Ziel zur Pause: Debakel vermeiden

Das schien sogar zu gelingen, denn mit zwei Treffern durch Deniz Akbaba und Fadel Allouch in den ersten Minuten nach Wiederbeginn gaben die Schwelmer nicht nur ein Lebenszeichen von sich, sondern durften auch hoffen, das Spiel noch drehen zu können. Aber das Thema war schnell erledigt, als Justin Tyler mit seinem zweiten Treffer das Ergebnis keine zwei Minuten nach dem 2:4 auf 5:2 für die Gastgeber stellte.

Mit der Umstellung auf eine Dreierkette versuchte Menge noch einmal die Wende zu erzwingen, doch der Schuss ging nach hinten los. Ruckzuck erhöhten die Harkortberger auf 7:2 und versetzten damit den Gästen den endgültigen k.o. Zu allem Überfluss handelte sich Dominik Reinhoff nach einem Frustfoul zehn Minuten vor dem Ende noch die Ampelkarte und damit eine Sperre ein. „Damit fällt uns jetzt ein weiterer Spieler aus, wo wir mit Sergen Isler und Marten Meier schon zwei Verletzte haben, die zur Stammelf gehören.“

Dagegen freuen sich die Gastgeber, dass sie sich dank des dritten Saisonerfolges ins Tabellenmittelfeld vorgearbeitet haben. „Wir wollten trotz einer intensiven Woche mit dem Pokalerfolg in Volmarstein Tempo sehen“, so FC-Trainer Fadil Salkanovic. „Das ist den Jungs gelungen, ein großes Lob an die Mannschaft.“ Das Trainer-Dou machte die Sturmspitze mit als Sieggarant aus. „Vorne waren Tyler und Hammouda heute einfach nicht zu stoppen“, freute sich Wetters Übungsleiter Dadil Salkanovic nach der Partie.

Der Abstiegskampf, wenn er denn jetzt schon als solcher bezeichnet werden kann, hat für die Kicker vom Harkortberg eine einfachere Fortsetzung mit dem Spiel beim Schlusslicht Sinopspor Iserlohn. Dagegen erwarten die Kreisstädter den Tabellennachbarn und Aufsteiger TSK Hohenlimburg am Brunnen. Eine Mannschaft, die zuletzt den Torhunger mit dem 8:1-Sieg gegen die DJK ETuS Schwert stillen konnte.

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