Basketball

Inga Sund kümmert sich um Gäste der EN Baskets Schwelm

Inga Sund (rechts) sowie (v.l.) Melanie, Nadine, Dagmar und Verena kümmern sich auch um die Gäste in der Business Lounge der EN Baskets Schwelm.

Inga Sund (rechts) sowie (v.l.) Melanie, Nadine, Dagmar und Verena kümmern sich auch um die Gäste in der Business Lounge der EN Baskets Schwelm.

Foto: Jens Pommerenke / AirPictures.de

Schwelm.  Sie steht nicht gerne im Mittelpunkt. Doch Inga Sund ist eine wichtige Säule fürs Drumherum beim Basketball-ProB-Ligisten EN Baskets Schwelm

Sie vermittelt den Eindruck, dass sie nichts aus der Ruhe bringen kann. Das war in der Halle West so. Seitdem die neue Dreifachhalle die sportliche Heimat der EN Baskets Schwelm ist, ist es so geblieben. Inga Sund war und ist immer eingebunden in das Drumherum der Basketballer. Der einzige Nachteil: Von den Heimspielen an sich bekommt sie wenig mit. Auswärts? Ja, da sieht sie meist, wenn die Kreisstädter auf Korbjagd sind.

„Dienst“ beginnt einen Tag vor dem Spiel

Inga Sund ist während des Spiels in der Business Lounge der Halle zu finden. Zusammen mit Oliver Maikranz und ihrem engagierten Team kümmert sie sich um die Versorgung der Gäste. Aber bereits am Abend bevor der erste Sprungball samstagabends vom Schiedsrichter geworfen wird, beginnt ihr ehrenamtliches Engagement für die Baskets. Denn Inga Sund bereitet den Abend auch kulinarisch mit dem Einkauf für’s Fan-Catering und für den Business-Bereich vor. Dazu wird die Gästeliste bearbeitet. Und ab 18 Uhr dürfen die Gäste die Lounge betreten. Dann beginnt sozusagen die heiße Phase ihres Abends.

Kaum Heimspiele gesehen

Ist das Spiel beendet, weiß Inga Sund allenfalls das Ergebnis. So war es bis vor einigen Monaten. Ihr Lebenspartner Micha Buchwald, Vorstands-Mitglied der Baskets, wird ihr den Spielverlauf erläutern können. War es ein gerechter Sieg, eine unglückliche Niederlage? Denn auch das Statement von Trainer Falk Möller kann sie in der Regel nicht verfolgen. Ist das Spiel vorbei, ist das Aufräumen angesagt. Inga Sund: „Vielleicht kann ich drei oder vier Heimspiele in der Saison teilweise sehen. Mehr auf keinen Fall.“ Nach den Spielen werden die Reste eingelagert, Geschirr und Gläser gespült. Spät endet der Abend. Doch Inga Sund macht dies stets mit einem Lächeln auf den Lippen. Sie engagiert sich gerne für die EN Baskets Schwelm. Das hat sie bereits gerne gemacht, als die Mannschaft noch als Schwelmer Baskets unterwegs war.

„Gelbe Wand“ in Düsseldorf

Rückblende: Ende März 2017 ging es mit einem Blau-Gelben Tross nach Düsseldorf. Der Regionalligist EN Baskets Schwelm schickte sich einen Spieltag vor dem Ende der Saison an, vorzeitig Meister und somit ProB-Aufsteiger zu werden. Sie half kräftig mit, die gelben T-Shirts an die mitgereisten Fans zu verteilen. Eine gelbe Wand unterstützte die Jungs von Falk Müller und dem damaligen Co-Trainer Stefan Schäfer. Einen Abend, den sie kaum vergessen wird. Nicht nur, weil Schwelm tatsächlich mit einem Sieg gegen die Giants aus der Landeshauptstadt -- unter anderem mit dem ehemaligen Schwelmer Spieler Max Dohmen in den Reihen -- Meisterschaft sowie Aufstieg geschafft hatte. Die Stimmung ist ihr unvergessen. Ihr und allen anderen, die dabei waren. In der Folge stieg das Interesse an die Baskets aus der Kreisstadt. Die Aufgabe für Inga Sund und ihr sechsköpfiges Team wurde größer.

Eher klein waren dagegen die Anfänge vom Engagement der Inga Sund. „Die Halle West war nicht so groß, da war unsere Theke eher improvisiert. Wir hatten Bistro-Tische aufgestellt“, erinnert sich Inga Sund. Keine Frage, dass sowohl die Lounge als auch die Gäste-Schar kleiner waren.

Begonnen hat sie vor nunmehr vierzehn Jahren ihr Engagement. In der Saison 2005/2006 hatte sie die Hefte zum Spieltag verteilt. Es war die erste Saison nach dem Bundesliga-Intermezzo der Schwelmer Baskets. „Ich habe mich gefragt, wie ich helfen kann“, so Inga Sund. „Von Beginn an hatte ich sehr viel Spaß an der Hilfe am Rande der Spiele. Sonst hätte ich das nie gemacht. Sonst würde ich das auch nicht machen“, sagt Inga Sund mit einem Lächeln. Vor allem begeistert die Reisekauffrau die tolle Gemeinschaft der Helferinnen und Helfer. „Wir sind alle befreundet“, hebt sie hervor. „Auch außerhalb der Saison treffen wir uns.“

Aufgaben umfangreicher und umweltfreundlicher

Die Aufgaben wurden umfangreicher -- und umweltfreundlicher spätestens mit dem Bezug der neuen Halle. „Wir hatten ausschließlich Plastikgeschirr“, so Inga Sund. „Dadurch ergaben sich unglaublich große Müllberge.“ Das hat sich grundlegend geändert. „Keine Plastik mehr, nur noch Porzellan.“ Weil die Aufgaben umfangreicher wurden, wurde die Schar der Helferinnen und Helfer umfangreicher. Mehr und mehr sind befreundete Vereine dabei, die Zuschauer außerhalb der Lounge zu versorgen. Die Schwelmer Nachbarschaften engagieren sich dabei genauso wie weitere Sportvereine und Mannschaften aus Schwelm und Umgebung. „Das schafft ein gewisses Zusammengehörigkeitsgefühl. Das gefällt mir sehr“, sagt Inga Sund.

Damit bleiben Inga Sund nur noch die Auswärtsspiele, um die EN Baskets Schwelm spielen zu sehen und sie anzufeuern. Doch nicht immer ist sie dabei. Die weiten Reisen schenkt sie sich. Die Derbys wie in Münster, Bochum, Iserlohn oder Düsseldorf sind es, zu denen sie mit einem großen Zuschauer-Tross gerne fährt.

Den Basketball hat Inga Sund als Schülerin über ihren damaligen Lehrer Peter Krüsmann kennen gelernt. Krüsmann spielte unter anderem von 1971 bis 1976 für den SSV Hagen in der Bundesliga. Meisterschaft (1974) und Sieg im DBB-Pokal (1975) zählten unter anderem zu seinen Meriten. Trainer der Volmestädter wurde er in 1977. Später bei Brandt Hagen. Als Schwelm das neue Domizil von Inga Sund wurde, entwickelte sich bei ihr das Interesse für den Schwelmer Basketball-Erstligisten.

„Ich möchte den Basketball in Schwelm nicht missen. Auch meine Aufgaben nicht“, zieht Inga Sund ein Fazit. „Vor allem ist mir diese tolle Atmosphäre wichtig. Das hat mir bereits in der Wuppertaler Uni-Halle imponiert. Da habe ich mir gesagt: Ein schöner Abend, da gehe ich nochmal hin.“ Und? Sie ist gekommen - um zu bleiben.

Über Peter Krüsmann zum Basketball

Den Basketball hat Inga Sund als Schülerin über ihren damaligen Lehrer Peter Krüsmann kennen gelernt. war einer ihrer Lehrer. Krüsmann spielte unter anderem von 1971 bis 1976 für den SSV Hagen in der Bundesliga. Meisterschaft (1974) und Sieg im DBB-Pokal (1975) zählten unter anderem zu seinen Meriten. Trainer der Volmestädter wurde er in 1977. Später bei Brandt Hagen. „Da wurde neugierig und ging hin“, erinnert sich Inga Sund. Als Schwelm ihr neues Domizil wurde, kaufte sie sich eine Dauerkarte für den Schwelmer Basketball-Erstligisten.

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