Fußball-Kreisliga C

Polizei ermittelt nach Massenschlägerei bei Kreisliga-Spiel

Ort der Massenschlägerei: der Gevelsberger Hundeicken.

Ort der Massenschlägerei: der Gevelsberger Hundeicken.

Foto: Jens Pommerenke / AirPictures.de

Gevelsberg.   Beim Spiel SV Ararat Gevelsberg II gegen FSV Gevelsberg IV sollen sich 30 Personen geprügelt haben. Spieler mit Linienrichterfahne geschlagen.

Mehrere Nachspiele wird die Partie der Fußball-Kreisliga C, Gruppe 3, zwischen der Zweitvertretung vom SV Ararat Gevelsberg und der vierten Mannschaft des FSV Gevelsberg.

Denn nach einer Massenschlägerei am vergangenen Sonntagmittag wurde die Partie abgebrochen. Die alarmierte Polizei hat die Personalien aufgenommen und Ermittlungen wegen „gefährlicher Körperverletzung“ eingeleitet.

Massenschlägerei: Alarm ging um 14 Uhr bei Polizei ein

Gegen 14 Uhr ging der Alarm bei der Polizei ein – um 12.30 Uhr gab es den Anstoß zu der Begegnung in der untersten Fußball-Klasse. Ergo hatten beide Mannschaften bereits eine Halbzeit absolviert. Übrigens ohne einen neutralen Schiedsrichter.

Weil es diesen nicht gab, einigten sich die Kontrahenten, einen Ararat-Betreuer zu einem Unparteiischen zu erklären. Und dieser hatte es von Beginn an schwer. Viele, im Laufe des Spiels alle Entscheidung wurde kommentiert, lautstark kritisiert.

Handfeste Auseinandersetzung mit 30 Personen

„Von Beginn an herrschte eine gespannt Atmosphäre. Da gab es nicht nur lautstarke Entgleisungen, einige Spieler wurden regelrecht bedroht. Auch die Gangart mit schlimmen Fouls häuften sich“, sagt einer der Beteiligten, der nicht genannt werden möchte. Und: „Selbst der Schiedsrichter, der aus der Mannschaft von Ararat kommt, wurde von den Ararat-Spielern und Zuschauern beschimpft.“

Irgendwie schaukelte sich die Atmosphäre zwischen den gastgebenden Spielern, die vorwiegend kurdisch-stämmig sind, und die Gästen, die sich aus in Gevelsberg heimisch geworden Flüchtlingen verschiedener Nationen zusammen setzt. Schließlich griff einer der Betreuer zum Telefon und alarmierte die Polizei. Nach deren Angaben sind es etwa 30 Personen gewesen, die an den handfesten Auseinandersetzungen beteiligt gewesen sind.

Spieler mit Fahne geschlagen

Allerdings: Als die Polizei gegen 14 Uhr am Hundeicken eintraf, hatte sich die Situation offensichtlich beruhigt, laut Polizei gab es keine Handgreiflichkeiten mehr. Die Beamten, die mit fünf Fahrzeugen zum Sportplatz gekommen waren, stellte überdies fest, dass ein Spieler schwer verletzt und stationär im Krankenhaus behandelt wurde. Er wurde mit einer Linienrichter-Fahne heftig auf den Kopf geschlagen.

Parallel zu den zivilrechtlichen Ermittlungen wird auch das Kreis-Sportgericht beteiligt sein. Irgendwann wird das Gremium Zeugen befragen und Entscheidungen treffen.

Auch ein Fall für das Sportgericht

Schwierig wird es nur, weil Staffelleiter Marcel Rettke (Hagen) bisher noch keinen Spielbericht vorliegen hat. „Ich habe per Email Aussagen zum Gehehen von beiden Mannschaften bekommen und diese an das Sportgericht weiter geleitet“, sagt Rettke. „Wie es mit der Begegnung und beiden Mannschaften weiter geht, wird das Sportgericht entscheiden.“ Wann, das kann der Staffelleiter nicht abschätzen.

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