2. Basketball-Regionalliga

Rumpf-Truppe aus Schwelm gelingt fast Überraschung

Sebastian Schröter wirft seine ganze Routine in die Waagschale für die RE Baskets Schwelm. Doch am Ende reicht es nicht, gewinnt SV Derne Dortmund mit 76:70 (31:33).

Sebastian Schröter wirft seine ganze Routine in die Waagschale für die RE Baskets Schwelm. Doch am Ende reicht es nicht, gewinnt SV Derne Dortmund mit 76:70 (31:33).

Foto: Michael Scheuermann / WP

Dortmund/Schwelm.  Vier Spieler fehlten, von den verbliebenen sieben waren drei angeschlagen. Dennoch gelingt RE Baskets Schwelm fast der Sieg beim SV Derne. Fast.

Mit knapper Besetzung hatte RE Baskets Schwelm kaum eine Chance beim Gastspiel beim SV Derne-Dortmund, bleibt aber Tabellenzweiter der 2. Basketball-Regionalliga. Die gastgebende Absteiger aus der Ersten Regionalliga setzte sich mit 76:70 (31:33) durch. Die Kreisstädter, die ohne David Ewald, Malik Kudic, Moses Kazembola und Alex Haritopoulos – das Quartett hatte bisher 80 Prozent der RE-Punkte erzielt – antreten mussten, kämpften wacker, hielten lange die Begegnung offen.

Derne verstärkt sich mit Young

Die verbliebenen sieben RE-Akteure – davon waren noch drei Spieler angeschlagen mitgekommen – sahen sich einer Dortmunder Mannschaft gegenüber, die auf einen schlechten Saisonstart reagiert und unter der Woche mit Aaron Young einen neuen Point Guard aus Übersee verpflichtet hatte. Er soll für die restliche Saison den SVD aus der unteren Tabellenhälfte führen soll.

Trotz der schlechten Umstände war RE-Trainer Robin Singh zuversichtlich, mit seinem Team ein Spiel auf Augenhöhe liefern und die Punkte entführen zu können. Doch Schwelm startete schwach in die Begegnung, lag im zweiten Viertel bereits zweistellig zurück (26:14). Doch die Rumpftruppe kämpfte sich Schritt für Schritt zurück. Die Gäste schafften es mit einer guten Verteidigung und einer gut strukturierten Offense einen zwischenzeitlichen 14:0-Lauf, der zur knappen Pausen-Führung führte.

Offener Schlagabtausch bis zur Pause

Auch nach dem Seitenwechsel lieferten sich beide Mannschaften zunächst einen offenen Schlagabtausch. Doch langsam machte sich die Zwölfer-Rotation der Dortmunder bemerkbar. Während offensiv vor allem Till Radtke und Sebastian Schröter ihr Team trugen und versuchten, die Partie weiterhin ausgeglichen zu gestalten, zeigten sich bei einigen der übrigen Akteure erste Ermüdungserscheinungen. Die RE leistete sich immer mehr Konzentrationsschwächen, die Fehlerquote wurde konditionellbedingt merklich höher. Mit einem knappen 53:56 aus Sicht der Schwelmer ging es in die letzten zehn Minuten.

15-Punkte-Rückstand im letzten Viertel fast aufgeholt

Hier erwischten die Dortmunder den besseren Start mit einem 14:2-Lauf. Vier Minuten vor dem Ende führte Dortmund mit 70:55. Doch die Schwelmer zeigten nochmals eine tolle Moral und gaben zu keinem Zeitpunkt auf. Anstatt komplett auseinander zu brechen, kämpften sie sich bis eineinhalb Minuten vor Schluss erneut zurück und verkürzten ihrerseits mit einem 15:2-Lauf. Doch die wiederholte Aufholjagd und die kleine Rotation forderten ihren Tribut, so dass es nicht mehr gelang, das Spiel noch entscheidend zu drehen.

Trainer Robin Singh zwiegespalten

Nach der Begegnung zeigte sich Head Coach Robin Singh zwiegespalten: „Wir haben das Spiel bis zur letzten Minute eng gehalten. Die Jungs haben stark gekämpft und sind sensationell mehrfach zurück gekommen. Nichtsdestotrotz bleibt ein fader Beigeschmack, da man auch in dieser Konstellation die Partie hätte gewinnen können. Aber am Ende waren es in der Summe der individuellen Fehler zu groß.“

RE Baskets Schwelm: Radtke (32), Schröter (21), Nürenberg (8), Meyer-Tonndorf (7), Braun (2), Schult, Wessel.

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