Fußball-Bezirksliga

Schwelm, Gevelsberg und Voerde im Mittelfeld

Derby Nummer eins: BW Voerde um Keeper Michel Hakenberg holt beim VfB Schwelm mit dem 1:1 einen Punkt.

Derby Nummer eins: BW Voerde um Keeper Michel Hakenberg holt beim VfB Schwelm mit dem 1:1 einen Punkt.

Foto: Marinko Prša / Archiv

Ennepe-Süd.  Die Hinrunde ist gespielt, in der Fußball-Bezirksliga landen Voerde, Gevelsberg und Schwelm im Mittelfeld – und sind ganz zufrieden. Eine Bilanz

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Die erste Saisonhälfte in der Fußball-Bezirksliga. Gruppe 6, ist Geschichte. Die drei heimischen Mannschaften haben sie mit Plätzen im Mittelfeld abgeschlossen, BW Voerde und FSV Gevelsberg in der oberen Tabellenhälfte. Der VfB Schwelm hat sich nach einer Schwächephase in den letzten Spielen wieder berappelt und den Abstand zur Abstiegszone von acht auf komfortabel scheinende zwölf Punkte vergrößert.

Schwelm profitiert von Heimstärke

Das sieht auch Schwelms Trainer Marco Menge so. „Mit dem Sieg im letzten Spiel gegen Sinopspor haben wir den Anschluss ans Mittelfeld gefunden.“ Nach den 15 Spielen der Hinrunde und dem elften Platz resümiert er: „Es fühlte sich komisch an durch viel interne Unruhe, die es bei uns gegeben hat. Aber trotzdem haben wir im Vergleich zur Hinrunde der letzten Saison nur drei Punkte weniger geholt.“ Das allerdings in nur 14 Spielen – Fortuna Hagen hatte seine Mannschaft ja schon früh zurückgezogen. „In den letzten Wochen war ich recht zufrieden“, stellt Menge fest.

Die Schwelmer haben dabei maßgeblich von ihrer Heimstärke profitiert. Auf eigenem Platz waren sie mit 17 Punkten und nur einer Niederlage aus acht Spielen hinter den führenden Teams von SC Berchum-Garenfeld und RW Lüdenscheid das drittbeste Team. Auswärts dagegen langte es mit zwei Punkten aus sieben Partien nur zum vorletzten Platz.

Gevelsberg erfüllt Erwartung

Mit je sechs Siegen und Niederlagen sowie drei Unentschieden ist der FSV Gevelsberg auf 21 Punkte und Rang acht gekommen. „Dass wir im Mittelfeld landen mit einer ausgeglichenen Bilanz, entspricht meiner Erwartung“, sagt Trainer Uwe Jöns und fügt hinzu: „Wenn ich das Voerde-Spiel mit 3:3 einbeziehe, dann ist die Tendenz sogar leicht positiv.“ Das Derby im Stefansbachtal war wegen einer vom FSV übersehenen Gelbsperre als 0:2-Niederlage gewertet worden. Positiv sieht der neue Trainer der Gevelsberger, dass es seinen Spielern gelungen ist, als Mannschaft zusammenzufinden. „Wir haben ja zur Hälfte neue Spieler und davon 80 Prozent aus der Jugend integrieren müssen, und da sind wir auf einem guten Weg. Durch viele Verletzungen und auch den Ausfall von Rasim Zhushi, der ins Kosovo zurück musste, haben unsere jungen Spieler viel Spielpraxis bekommen.“

Voerde stellt bestes Team im Südkreis

Als bestes Team des Südkreis-Trios hat Blau-Weiß Voerde die Hinrunde abgeschlossen. 25 Punkte und Platz sechs stehen zu Buche. Zusammen mit den beiden an der Tabellenspitze stehenden Mannschaften von Berchum-Garenfeld und Lüdenscheid haben die Höhendörfler ihren Heimnimbus gewahrt und kein Spiel verloren. Allerdings gab es vier Unentschieden am Tanneneck. Überhaupt sind die Voerder die Remiskönige der Liga. Siebenmal holten sie nur einen Punkt.

Das sieht Trainer Lars Möske ambivalent: „Da war durchaus der eine oder andere Dreier mehr drin. Andererseits haben wir ja auch gegen Spitzenteams wie Lüdenscheid, Geisecke oder Türkiyemspor die Punkte geteilt. Deshalb bin ich im Großen und Ganzen zufrieden mit der Hinserie.“

Prunkstück der Blau-Weißen ist dabei die Abwehr gewesen. Nur der Tabellenführer und der Vize haben mit 12 beziehungsweise 14 weniger Gegentore kassiert, als die 16 der Voerder, die auch das stellt Möske fest, nicht zweimal mit derselben Mannschaft auflaufen konnten.

531 Tore in 120 Begegnungen

Mit 531 Toren haben die Teams in den 120 Spielen der Hinrunde einen sehr ordentlichen Schnitt von 4,4 Toren pro Spiel erzielt. Das freut die Zuschauer. In der Vorsaison waren es mit 445 in 105 Spielen allerdings auch schon knapp 4,3 pro Partie. Top-Torjäger der Liga ist der Lüdenscheider Raphael Schwarzer mit 14 Toren. Die Stürmer der Südkreisvereine rangieren deutlich dahinter: Jannis Pflüger (BW Voerde), Matthias Schoger und Ramazan Ünal (FSV Gevelsberg) mit acht Treffern auf dem gemeinsamen Platz 13 und Schwelms Michael Kluft mit sieben knapp dahinter auf Rang 19.

An der Tabellenspitze liegen mit den Garenfeldern und Lüdenscheidern zwei Teams mit 39 Punkten gleichauf. Einziger Verfolger ist der Geisecker SV – mit sieben Zählern Rückstand. Es folgt ein breites Mittelfeld von Platz vier bis zwölf, zwischen 28 und 17 Punkten. Einen Abstiegsplatz belegen Sinopspor Iserlohn seit Saisonbeginn und der SSV Hagen seit dem dritten Spieltag. Dritter in der Abstiegszone ist der ASSV Letmathe, der vom neunten Platz am zweiten Spieltag auf Rang 14 seit dem neunten Spieltag abgestürzt ist. Auf dem letzten Nichtabstiegsplatz rangiert der SC Hennen mit fünf Punkten Abstand.

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