Basketball, ProB

Schwelm nie in der Lage, Paroli zu bieten

Gar nicht einverstanden mit der Leistung seiner EN Baskets Schwelm beim  65:90 bei den Itzehoe Eagles: Trainer Falk Möller.

Gar nicht einverstanden mit der Leistung seiner EN Baskets Schwelm beim 65:90 bei den Itzehoe Eagles: Trainer Falk Möller.

Foto: Archiv / Michael Scheuermann

Itzehoe/Schwelm.  So kann man auf Dauer nicht oben mitmischen! Die EN Baskets lassen sich im Spitzenspiel in Itzehoe vorführen. Die Egales gewinnen mit 90:65.

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Die können ganz schon lang sein und werden, die 430 Kilometer. Immerhin dauerte die Rückfahrt nur dreieinhalb Stunden. Verhältnismäßig kurz. Aber lange genug, um sich anzuschweigen. Vor allem die Spieler der EN Baskets Schwelm gingen auf Tauchstation, hatten die Kopfhörer auf, versuchten zu schlafen, kaum einer sprach. Gerade hatten die Kreisstädter im Spitzenspiel der 2. Basketball-Bundesliga, ProB Nord, eine herbe Klatsche hinnehmen müssen. Die Itzehoe Eagles fertigten die Gäste mit 90:65 (46:21) ab. „Ich war froh, dass wir gegen drei Uhr nachts zu Hause waren“, so Baskets-Trainer Falk Möller.

Für ihn kommt eine Menge Arbeit zu. Viel Gesprächsbedarf hat sich mit dieser Pleite angesammelt. Denn so darf man sich nicht abschlachten lassen. „Ähnliches ist uns in Bernau passiert. Und wir haben dies seinerzeit gut aufarbeiten können“, so Möller. „Am Samstagabend war es ein übler Rückfall. Das darf nicht passieren, wenn wir oben mitspielen wollen.“ Trotz der Klatsche bleiben die Schwelmer auf dem zweiten Tabellenplatz.

Dreiquote bei miesen sieben Prozent

Schwelm bekam nie einen Zugriff aufs Spiel. Die gastgebenden Adler konnten Schalten und Walten wie sie wollten. Insbesondere wurden sie kaum attackiert bei ihren Würfen. Gab es noch ein ausgeglichenes Verhältnis bei den „normalen Treffern“, so war es ein himmelweiter Unterschied, was die Versuche aus der Distanz angeht. 52-prozentige Quote für die Gastgeber, peinliche sieben Prozent nur für Schwelm. Itzehoe nahm 27 Würfe jenseits der Dreierlinie und traf 14-mal. Schwelm versuchte es 29-mal aus der Distanz, lediglich zweimal landete der Ball in der Reuse.

Aber nicht nur das wurmt Trainer Falk Möller: „Physisch waren wir kaum anwesend. Uns fehlte die Körperlichkeit, sind nicht gegen die Spielweise von Itzehoe angegangen.“ Und gerade dieses Manko gilt es, unter der Wochen anzusprechen – und abzustellen. Denn am kommenden Samstag kommt der amtierende Nord-Meister WWU Baskets Münster. „Münster spielt ähnlich körperlich wie Itzehoe. Darauf müssen wir uns einstellen“, so Möller, der kurzfristig auf Anell Alexis aufgrund einer im Spiel gegen Dresden erlittene Verletzung verzichten musste.

Nächster Gegner Münster spielt ähnlich

So ist die Geschichte dieses Spiels schnell erzählt. Früh übernahmen die Adler das Kommando vor 650 Zuschauern, in keinem Moment der Begegnung war Schwelm in der Lage dem Gastgeber Paroli zu bieten. Also: Schnell abhaken die Partie? „Nein“, protestiert Möller. „Auf keinen Fall. Es gibt eine Menge Gesprächsbedarf. Das kann so nicht stehen bleiben.“

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