Triathlon

Schwelmer Schnepper in den Landeskader berufen

In den NRW-Triathlon Landeskader berufen: der 16-Jährige Maximilian Schnepper.

In den NRW-Triathlon Landeskader berufen: der 16-Jährige Maximilian Schnepper.

Foto: Christoph Meyer / WP

Schwelm/Paderborn.  Der 16-Jährige überzeugt bei der Kadersichtung des NRW-Triathlonverbandes in Paderborn mit Bestleistungen in allen geforderten Disziplinen.

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Das ist schon eine stramme Leistung, die der Schwelmer Nachwuchsathlet Maximilian Schnepper geleistet hat – und wofür er belohnt wurde. Denn der 16-jährige Nachwuchscrack des Schwelmer SC überzeugte während der NRW-Kadersichtung in Paderborn mit Bestleistungen in allen geforderten Disziplinen.

Auf Einladung der Landestrainer Andy Bullock und Dennis Krönkemeier durften sich einige wenige ausgewählte Athletinnen und Athleten ohne Kaderstatus gemeinsam mit den amtierenden Kaderathleten bei der Herbstsichtung präsentieren. „Zwar haben wir auf eine Einladung gehofft, selbstverständlich war das allerdings nicht. Denn in den letzten Jahren war die Herbstsichtung eine geschlossene Veranstaltung für die Kaderathleten. Diese Praxis haben die neuen Landestrainer nun verworfen. Umso schöner, dass Max dort ein fettes Ausrufezeichen setzen konnte“, so Trainer Bernd Gorschlüter, der von der tollen Performance des Gymnasiasten beeindruckt war.

Kadernorm mit Bestleistung unterboten

Zunächst stand im Ahornsportpark ein Lauf über 1,5 Kilometer an. Nach einem ausgedehnten Aufwärmprogramm mit Technikübungen und einigen Steigerungen in der Halle ging es mit sieben weiteren Athleten an den Start. Vom Start weg zeigte der A-Jugendliche, dass er auf den Punkt fit ist und setzte sich mit einem harten Antritt direkt auf den ersten 200 Metern an die dritte Position. Ein vorsichtiger Blick zur Seite zeigte dem Schwelmer, dass er bereits ein kleines Loch zu den weiteren Konkurrenten gerissen hat. Wenn auch auf der Abschlussrunde noch ein Platz verloren ging, unterbot er die Leistungskadernorm mit persönlicher Bestleistung in 4:34 Minuten um eine Sekunde.

Nach dem Auslaufen und einer kleinen Erholungspause ging es ins Bad. Dort standen 50m- und 400m-Freistil auf dem Programm. Der Sprint ist wichtig, da es bei den Rennen von großem Vorteil ist, in die vordere Schwimmgruppe zu kommen. So spart der Athlet im Wasserschatten ein paar „Körner“. So stehen die Chancen gut, auch die erste Radgruppe zu erreichen. Die 50m Freistil schwamm er kontrolliert in 27,8 Sekunden, um noch ein paar Reserven für die 400m Freistil rund 15 Minuten später zu sparen.

Ebenfalls persönliche Bestzeit beim Schwimmen

Die Mittelstrecke verlangt viel Stehvermögen und eine solide Technik, die auch hintenraus stabil sein muss. Hier profitiert Maximilian Schnepper sichtbar von den regelmäßigen Einheiten in der Trainingsgruppe der mehrfachen Olympionikin Sarah Poewe bei der SV Bayer Wuppertal. In 4:53,3 Minuten absolvierte er die 400 Meter praktisch Kopf an Kopf mit dem Kaderathleten Sinan Albayrak mit einer weiteren persönlichen Bestleistung. Dabei verbesserte er sich um mehr als zehn Sekunden – trotz des Starts aus dem Wasser und der Vorbelastung durch den harten Mittelstreckenlauf. „Beide geschwommen Zeiten lagen deutlich unter den geforderten Normen“ so ein stolzer Gorschlüter.

Die positive Nachricht ließ dann auch nicht lange auf sich warten. Die Landestrainer gratulierten dem Schwelmer Triathlontalent zu den gezeigten Leistungen und beriefen ihn in den Landeskader. Damit ging gleichzeitig eine Einladung für das Frühjahrstrainingslager auf Mallorca einher.

Ungewöhnliche Zusammenarbeit

Große Freude und auch Stolz beim Schwelmer SC, den Trainerteams der RE Schwelm, bei denen Maximilian Schnepper das Lauftraining absolviert und dem SV Bayer Wuppertal. „Es ist aber auch der verdiente Lohn für den herausragenden Eifer, den Max an den Tag legt. Bis zu sechs Schwimmeinheiten, drei Lauftrainings, ein- bis zweimal Rad und zweimal Kraft können schon einmal auf dem Wochenplan stehen“, so Bernd Gorschlüter. „Da ist eine große Sensibilität in der Steuerung der Gesamtbelastung erforderlich. Insofern gilt auch weiterhin beim Laufen Qualität vor Umfang. Das Radfahren wird jetzt regelmäßiger, aber ebenfalls wohldosiert eingebaut. Die ungebremsten Leistungssteigerungen zeigen, dass wir damit bisher genau richtig liegen.“ Insgesamt freute sich Bernd Gorschlüter von den Schwelmer Triathleten über die gelungene wie ungewöhnliche Zusammenarbeit mit den benachbarten Vereinen.

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