TuS Ennepetal hält mit Sieg Kontakt zur Tabellenspitze

Der TuS setzt sich gegen Paderborn durch, hier am Ball Abdulah El Youbari.

Der TuS setzt sich gegen Paderborn durch, hier am Ball Abdulah El Youbari.

Foto: Marinko Prša / WP

Fußball-Oberliga: Paderborn II tritt mit vier Bundesligaprofis an und verliert gegen den TuS Ennepetal trotzdem.

Ennepetal. Spannender hätte die Ausgangslage am gestrigen Oberligaspieltag im Bremenstadion wohl kaum sein können. Denn der TuS aus Ennepetal hatte die zweite Mannschaft des SC Paderborn zu Gast, mit der man nicht nur punktgleich war, sondern auch exakt dasselbe Torverhältnis teilte. So stand für beide Teams auf dem Plan, nicht den Anschluss an die Tabellenspitze zu verlieren. Wobei die Paderborner mit deutlich mehr Rückenwind in die Partie gingen.

Die Mannschaft um Trainer Michel Kniat konnte die letzten drei Oberligaspiele gewinnen, während die Ennepetaler zuletzt sowohl in der Liga gegen Eintracht Rheine patzten, als auch am Mittwoch auf blamable Weise gegen Maaslingen aus dem Pokal flogen. Dazu kommt noch, dass die Gäste aufgrund der Länderspielpause mit vierfacher Verstärkung aus dem Paderborner Bundesligakader aufliefen. Es waren jedoch die Klutertstädter, die besser in die Partie kamen.

So dauerte es nur bis zur 12. Spielminute, in der schließlich TuS-Kapitän Abdulah El Youbari, welcher über die rechte Seite kam, zur 1:0-Führung einnetzte. Die Belohnung für „eine erste Halbzeit, in der wir das sehr gut verteidigt haben. In der zweiten waren wir dann froh, dass wir Marvin im Tor hatten”, so Trainer Alexander Thamm.

Obwohl die Ennepetaler in der ersten Hälfte mit etwas mehr Zielstrebigkeit noch deutlich höher hätten führen können, wurde Paderborn im zweiten Durchgang immer stärker.

Der TuS wehrte sich mit voller Kraft gegen alle Vorstöße und Standardsituationen der Paderborner, doch verhindert wurde der Ausgleich vor allem von Torwart Marvin Weusthoff. So hielten die Ennepetaler bis zur 87. Minute durch, in der US-Boy Sevag Kherlopian den zunächst erlösenden 2:0-Treffer erzielte. Die heimischen Fans mussten jedoch zittern, da Paderborns Sebastian Woitzyk in der zweiten Minute der Nachspielzeit die Gäste mit dem 2:1-Anschlusstreffer noch einmal hoffen lies. Diese Hoffnung fand allerdings schnell ein Ende, da der kurz zuvor eingewechselte Moritz Müller in der fünften Minute der Nachspielzeit den gegnerischen Torwart aussteigen ließ und zum 3:1-Endstand einschob.

„Es ging heute darum, über Emotionen zu kommen, aber auch mit Verstand in das Spiel zu gehen. Das haben die Jungs sehr gut angenommen und sich immer wieder selbst gute Chancen erspielt. Wir haben einen sehr guten Gegner aus Paderborn mit Bundesliga-Spielern 3:1 geschlagen, und so frustriert, wie wir am Mittwoch waren, so glücklich sind wir jetzt, dass wir 19 Punkte aus 10 Spielen gewinnen konnten”, so Thamm.

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