Jugendfußball

Auf U17 von Rot-Weiss Essen wartet starke Niederrheinliga

RWE-Trainer Simon Hohenberg peilt mit der U17 den Wiederaufstieg an.

RWE-Trainer Simon Hohenberg peilt mit der U17 den Wiederaufstieg an.

Foto: Michael Gohl

Essen.  Nach dem Bundesliga-Abstieg streben die B-Junioren von Rot-Weiss Essen den direkten Wiederaufstieg an. Die Favoritenrolle spielen sie aber nicht.

Chancenlos - mit nur einem Saisonsieg und 16 Punkten Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze - verabschiedeten sich die U17-Fußballer von Rot-Weiss Essens aus der Bundesliga West. Rund zwei Monate später haben die Junioren den Frust über den bitteren Abstieg verdaut. Mittlerweile sind sie wieder hungrig auf die Saison in der Niederrheinliga, die am 1. September mit einem Auswärtsspiel bei MSV Duisburg beginnt.

Die Vorbereitung ist in vollem Gange. „Bisher läuft alles nach Plan“, sagt RWE-Trainer Simon Hohenberg nach dem Testspiel beim Bundesliga-Aufsteiger Wuppertaler SV (2:2), in dem er „viele positive Ansätze“ sah. Das deckte sich in etwa mit den Eindrücken, die er zuvor beim polnischen Erstligisten Gornik Zabrze gesammelt hatte. Bei diesem international besetzten Vorbereitungsturnier in der Essener Partnerstadt schloss RWE auf Rang vier ab.

Frühe Planungssicherheit erleichtert Spielersuche

Von solchen Platzierungen war Rot-Weiss in der vergangenen Spielzeit meilenweit entfernt. Hohenberg übernahm im Oktober 2018 den Trainerjob von Lars Fleischer, der heute als Assistent im Regionalliga-Team fungiert. Nach eingehender Analyse führt Hohenberg den Absturz größtenteils auf die Mannschaftszusammenstellung zurück. „Nun aber haben wir einen schlagkräftigen Kader zusammen“, sagt Hohenberg. Das zurückliegende schwache Abschneiden hatte immerhin einen positiven Nebeneffekt: Man hatte früh Planungssicherheit. So konnten die Verantwortlichen für die Positionen, auf denen sie Bedarf sahen, gezielt scouten.

Fünf Spieler wurden neu in den Verein geholt, der Rest kommt aus den eigenen Reihen. Neben sechs Jungjahrgängen aus der C-Jugend rücken 14 Junioren aus Hohenbergs vorheriger U16 nach oben auf. Spieler wie Kang-Kyeom Kim, Timur Kesim oder Veli Cetin trugen das rot-weisse Trikot bereits im Abstiegsjahr. Sie hätten ebenso wie ihr Trainer sicherlich nichts dagegen, nach zuletzt zwei Abstiegen und einem Aufstieg auch im vierten Jahr in Folge wieder den Fahrstuhl zu nehmen - diesmal natürlich nach oben.

Prominente Konkurrenz in der Niederrheinliga

Doch im Gegensatz zur U19, die in der A-Jugend Niederrheinliga als großer Favorit an den Start geht, haben die Essener prominente Konkurrenz. Dank der Konkurrenten wie Fortuna Düsseldorf, Borussia Mönchengladbach, MSV Duisburg oder Rot-Weiß Oberhausen weht auch in der Niederrheinliga ein leichtes Bundesliga-Lüftchen durch das Teilnehmerfeld. „Das ist die wohl beste Niederrheinliga seit Jahren“, findet Hohenberg. „Alles Mannschaften, die viel Geld in ihre Jugendmannschaften investieren.“

RWE zählt der 32-Jährige dennoch zum Favoritenkreis. Das oberste Ziel sei es aber, „jedes Spiel zu gewinnen. Vom Aufstieg reden kann jeder, aber dafür müssen die Ergebnisse stimmen.“ Und dafür wiederum benötigt RWE konstant gute Leistungen. Das Fundament dafür wurde in der ersten Phase der Vorbereitung gelegt. In den noch anstehenden Testpartien bis zum Saisonstart sollen weitere noch offene Baustellen geschlossen werden. Etwa das Absichern nach Ballverlust oder das Knacken tief stehender Defensiven.

Saisonauftakt in Duisburg ist gleich Standortbestimmung

Zum Liga-Start wartet mit einem Gastspiel bei Mitabsteiger MSV Duisburg gleich ein Kracher. Hohenberg freut sich: „Perfekt. Dann wissen wir gleich, wo wir stehen.“ Als Vorlage für die gesamte Saison sollte RWE das Auftaktergebnis aber vielleicht besser nicht nutzen. Im Vorjahr begann Rot-Weiss ebenfalls gegen die Zebras - und kassierte die erste von insgesamt 25 Niederlagen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben