Ringen-Oberliga

Der Sieger ist wohl zum Aufstieg „verdammt“

Will die zweite Saisonniederlage im Spitzenkampf unbedingt verhindern: der Dellwiger Ramzan Awtaew (links).

Foto: Michael Gohl

Will die zweite Saisonniederlage im Spitzenkampf unbedingt verhindern: der Dellwiger Ramzan Awtaew (links). Foto: Michael Gohl

Am vorletzten Kampftag fällt zwischen Neuss und Dellwig die Vorentscheidung. Nach den DRB-Regualieren gibt es erstmals eine Aufstiegspflicht.

KSK Konkordia Neuss – TV Dellwig (Sa., 19.30). Die Entscheidung fällt am vorletzten Kampftag in Neuss. Der Sieger wird den Aufstieg in die Bundesliga kaum noch vermeiden können. Beide Mannschaften liegen mit jeweils 18:6-Punkten vorn. Das Mattenverhältnis spricht mit 250:143 gegen 221:158 allerdings klar für die Konkordia. Von einem Ausrutscher zum Saisonausklang ist nicht auszugehen: Neuss muss beim Schlusslicht Hohenlimburg antreten und Dellwig hat den Vorletzten Duisdorf zu Gast.

Der Meister wird im nächsten Jahr in der DRB-Bundesliga ringen „müssen“ – nach den DRB-Regularien gibt es erstmals eine Aufstiegspflicht in der Oberliga. Eine zweite Bundesliga existiert seit diesem Jahr nicht mehr. Zum Leidwesen von Trainer Christian Jäger: „Wir haben uns dort zwei Jahre gut aufgehoben gefühlt. Ein Sprung in die Bundesliga ist von beiden Vereinen nicht unbedingt gewünscht, da ein Aufstieg mit erheblichen personellen Wechseln und einem finanziellem Mehraufwand verbunden ist. Im Fußball möchte man unbedingt in eine erste Liga, da damit erheblich mehr Geld durch Sponsoren/Fernsehgelder in die Kasse fließt. Im Ringen steigen leider zunächst nur die Ausgaben.“

Enge und spannende Kämpfe zu erwarten

Der Coach erwartet enge und spannende Kämpfe: „Beide Vereine haben einige junge Athleten in ihren Reihen.“ Neuss auch den Ex-Dellwiger Samuel Bellscheidt. Interessant werden vor allem die Kämpfe: Ayub Musaev – Ramzan Awtaew (beide bisher nur mit einer Niederlage), Samuel Bellscheidt – Pietro Sabatino und Lom-Ali Eskijev (noch unbesiegt ) – Hamzat Awtaev.

Im Hinkampf setzten sich die Dellwiger mit 19:13 durch. Sie müssen seitdem aufgrund der groben Unsportlichkeit von Rurakhmaev, der zwei Jahre gesperrt wurde, auf Björn Holk verzichten. Der Routinier wurde aufgrund einer Tätlichkeit schwer verletzt. Für Christian Jäger ist das Verhältnis mit der Konkordia jedoch „absolut intakt: Ich hoffe, dass dieser Vorfall auch im Kampf keine Rolle spielt.“

Die Dellwiger Zweitvertretung ist am Samstag um 19 Uhr in der Verbandsliga beim Tabellenzweiten RC Ehrenfeld klarer Außenseiter.

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